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Europa im Blick – PHOENIX zeigt Diskussion am Campus Neues Palais

Debatte am Capus Neues Palais für die Phoenix-Sendereihe "Forum Demokratie". Foto: Matthias Zimmermann.
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Debatte am Capus Neues Palais für die Phoenix-Sendereihe "Forum Demokratie". Foto: Matthias Zimmermann.

Am Campus Neues Palais der Universität diskutieren am 2. Juli 2017 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Gesellschaft zum Thema „Die Welt in Unordnung – Europa sucht seinen Platz“. Die Debatte findet innerhalb der Sendereihe „Forum Demokratie“ von PHOENIX-TV statt und wird von 13.00 bis 14.00 Uhr übertragen. Teilnehmende der prominenten Runde sind Prof. Dr. Manfred Görtemaker (Historiker, Universität Potsdam), Hon.-Prof. Günter Verheugen (ehemaliger EU-Kommissar), Prof. Dr. Brendan Peter Simms (Historiker, Universität Cambridge) und Prof. Dr. Katarzyna Stoklosa (Historikerin, Universität Sønderborg). Das Gespräch wird von der Fernsehjournalistin Michaela Kolster moderiert.

Zentrales Thema ist die Frage, ob Großbritanniens Brexit, über den gegenwärtig in Brüssel verhandelt wird, Europa zwingt, sich neu aufzustellen. Deutschland, so heißt es, müsse mehr Verantwortung übernehmen und stärker führen. Doch das geht nur in einem vereinten Europa. Denn ein Blick zurück in die europäische Geschichte zeigt, dass deutsche Alleingänge dem Land und dem Kontinent niemals gutgetan haben.

So war Europa über Jahrhunderte hinweg Schauplatz und Ausgangspunkt von Kriegen. Das Ringen um Vorherrschaft auf dem alten Kontinent prägte das Verhältnis der Mächte. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging diese Epoche zu Ende. In der neuen bipolaren Weltordnung blieben nur die USA und die Sowjetunion als Supermächte übrig. Die Macht und die Bedeutung Europas hingegen waren geschwächt. Indessen führte der europäische Einigungsprozess vom Europarat über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft zur Europäischen Union ehemalige Erzfeinde zueinander und sicherte den Wohlstand der Mitgliedsstaaten. Deutschlands komplizierte Rolle als potenzielle Macht in der Mitte des Kontinents schien gefunden, die „deutsche Frage“ gelöst. 

Doch nun scheint alles neu, alles anders. Der Brexit, die Krise der Eurozone, das Problem der Migration und die Verweigerung europäischer Solidarität einzelner Staaten bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Dominanz Deutschlands haben zu grundlegenden Diskussionen über die Zukunft Europas geführt. Stellt sich also die "deutsche Frage" bald neu? In der Diskussion sollen Antworten darauf gefunden werden.

Kontakt 

Universität Potsdam
Prof. Dr. Manfred Görtemaker
Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam
Tel.: 0331 977-1664
E-Mail: goerteuni-potsdamde 

Text: Manfred Görtemaker/Petra Görlich
Online gestellt: Agnetha Lang
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde