Das Buch der Rechtsgeschichte
Paul Mitchell ist Professor für Recht am University College London, spezialisiert auf Rechtsgeschichte, römisches Recht und Schuldrecht. Frederick Cowell lehrt Deliktsrecht und Menschenrechte am BBK, University of London. Peter Chrisp, John Farndon, Marcus Weeks und Claire Cock-Starkey sind Autoren. Thomas Cussans und Philip Parker sind Historiker.
Das Buch ist eigentlich kein Kinderbuch. Allerdings ist es für Kinder gut geeignet, denn man braucht für das Buch keine Vorkenntnisse in dem Thema. Außerdem ist es einfach geschrieben und daher gut zu verstehen. Es handelt von der Rechtsgeschichte ab 2100 v. Chr. bis heute und ist in 6 zeitliche Abschnitte, also 6 große Kapitel gegliedert. Am Anfang befinden sich Informationen über die Autoren, das Inhaltsverzeichnis und eine Einleitung.
Im ersten Kapitel geht es um “Die Ursprünge des Rechts (2100 v. Chr. bis 500 n. Chr.)”. Die nächsten Kapitel heißen “Recht im Mittelalter (500 bis 1470)”, “Eroberung und Aufklärung (1470 bis 1800)”, “ Der Vormarsch der Rechtsstaatlichkeit (1800 bis 1945)”, “Eine neue Weltordnung (1945 bis 1980)” und “Recht in der heutigen Zeit (1980 bis heute)”.
Am Anfang jedes Kapitels gibt es einen Zeitstrahl mit allen wichtigen Ereignissen. Außerdem gibt es kleine Unterkapitel, meist eine oder zwei Seiten lang. In diesen werden einzelne Themen behandelt wie zum Beispiel das Kirchenrecht, die Magna Charta, die Slave Codes, die Verfassung und die Bill of Rights der USA, die Nürnberger Prozesse oder der Europäische Gerichtshof. Die Unterkapitel werden durch große Überschriften eingeleitet. Am Ende des Buches befinden sich ein Register, ein Glossar und Zitatnachweise.
Das Besondere ist, dass das Buch Informationen aus der ganzen Welt und auch aus den frühsten Zeiten enthält. Mir persönlich hat es gut gefallen, vor allem die vielen Fotos, Zeichnungen, Zitate, Mindmaps und Ursache-Wirkung-Diagramme. Durch sie ist das Buch für Kinder anschaulich. Da die Unterkapitel in sich abgeschlossen sind, ist es auch gut möglich, in dem Buch zu blättern und lediglich einzelne Abschnitte zu lesen. Es ist also nicht notwendig, das Buch von vorne bis hinten zu lesen, um es zu verstehen.
Man erhält viele interessante Einzelinformationen. Nachteilhaft ist nur, dass die in sich abgeschlossenen Unterkapitel nicht immer in einen Zusammenhang gebracht werden, so dass man manchmal keinen Gesamtüberblick gewinnt.
Ich würde das Buch aber auf jeden Fall für Kinder ab 11 Jahren weiterempfehlen. Man lernt aus ihm viel dazu und hat einen guten Einstieg in die Rechtsgeschichte.
Rezension von Laetitia Salzwedel, Potsdam (8. Klasse)