Ergebnispräsentation
Im Rahmen der BuFaTa bildeten sich vier Arbeitsgruppen, die sich über zwei Tage hinweg intensiv mit den Themen Hochschulpolitik, BuFaTa-Strukturen, Fachschaftsarbeit sowie der Mitgliederakquise auseinandersetzten und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiteten.
Gruppe 1: Hochschulpolitik
Die Arbeitsgruppe Hochschulpolitik setzte sich mit aktuellen Herausforderungen an Hochschulen auseinander.
Im Themenfeld Rechtsextremismus wurde diskutiert, wie Fachschaften Haltung zeigen können und welche Handlungsspielräume ihnen dabei zur Verfügung stehen. Als Anregung wurde festgehalten, politische Themen über Fragen und Diskussionsanlässe sichtbar zu machen und dabei Orientierung an bestehenden Strukturen, etwa des AStA, zu suchen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Kommunikation mit Studierenden. Formate wie „Runder Tisch“, „Kaffee & Kuchen“ oder „Dialogwerkstatt“, die bereits an verschiedenen Hochschulen erfolgreich umgesetzt werden, wurden als Möglichkeiten vorgestellt, um den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Fachschaften auf Augenhöhe zu fördern.
Auch das Thema Anwesenheitspflicht wurde intensiv diskutiert. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Studium von freiwilligem Lernen und individueller Lebensgestaltung geprägt sein sollte. Gleichzeitig wurde die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Studierenden und Lehrenden hervorgehoben.
Gruppe 2: BuFaTa
Die Arbeitsgruppe BuFaTa beschäftigte sich mit der zukünftigen Zusammenarbeit der Fachschaften auf Bundesebene. Ein Schwerpunkt lag auf der Nutzung gemeinsamer digitaler Werkzeuge über fachschaft.org, darunter Matrix, Nextcloud, Etherpad und LimeSurvey. Diese sollen künftig nicht nur die BuFaTa-Arbeit, sondern auch die Arbeit einzelner Fachschaftsräte unterstützen.
Dafür wurde im Nachgang über Kommunikationswege und das nachhaltige Speichern und Sammeln von Errungenschaften abgestimmt.
Ein weiteres zentrales Thema war die studentische Beteiligung an Akkreditierungsverfahren. Nach dem Austausch mit dem Akkreditierungsrat wurde die Entsendung eines Studierenden in den studentischen Akkreditierungspool beschlossen, damit die Perspektive der Erziehungswissenschaften künftig stärker vertreten ist.
Zudem wurde ein Entwurf einer Geschäftsordnung erarbeitet, die Aufgaben, Entscheidungswege und Verantwortlichkeiten innerhalb der BuFaTa klarer regelt und die Zusammenarbeit langfristig absichert.
Gruppe 3: Fachschaftsarbeit
In der Arbeitsgruppe Fachschaftsarbeit stand der praktische Austausch über die tägliche Arbeit in den Fachschaftsräten im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden zentrale Aufgaben wie die Besetzung von Ämtern und Gremien, die Organisation der Erstsemesterwoche oder die Studienberatung reflektiert.
Darüber hinaus wurden zahlreiche Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit gesammelt – von Instagram, TikTok und Discord über Websites bis hin zu klassischen Plakaten. Auch Veranstaltungsformate wie Spieleabende, Bowlingturniere, Kneipentouren oder PowerPoint-Karaoke wurden vorgestellt und diskutiert.
Besonders deutlich wurde der Mehrwert der Vernetzung: Viele Konzepte, Materialien und Erfahrungen können zwischen den Fachschaften geteilt werden, sodass erfolgreiche Ideen nicht jedes Mal neu entwickelt werden müssen.
Gruppe 4: FSR Mitglieder Akquise/Studis erreichen
Die Arbeitsgruppe widmete sich der Frage, wie Studierende für Fachschaftsarbeit begeistert und langfristig eingebunden werden können. Dabei spielte insbesondere die Gestaltung der Erstsemesterwoche eine wichtige Rolle. Genannt wurden unter anderem Campus- und Bibliotheksführungen, Stadtrallyes, Kennenlernspiele oder kreative Angebote wie das Bemalen von Stoffbeuteln.
Für die Mitgliedergewinnung wurde empfohlen, die Fachschaftsarbeit sichtbarer zu machen – beispielsweise durch Imagevideos, persönliche Vorstellung der Fachschaftsmitglieder oder den Aufbau von Mailverteilern und Netzwerken.
Auch die langfristige Bindung aktiver Mitglieder wurde thematisiert. Wichtige Faktoren sind ein wertschätzendes Miteinander, gesicherter Wissenstransfer, gemeinsame Teamevents und transparente Kommunikation. Die Arbeitsgruppe stellte außerdem einen Leitfaden zur Veranstaltungsplanung vor, der von der Aufgabenverteilung bis zur Öffentlichkeitsarbeit wichtige Orientierung bietet.