Konzept der Qualitätsentwicklung
Mit der Gründung der Servicestelle für Lehrevaluation startete die Universität Potsdam im Jahr 1999 in die Aufbauarbeit systematischer Qualitätssicherung in Lehre und Studium. Im Kontext der Studienstrukturreform wurden Programmakkreditierungen durchgeführt, im Jahre 2009 erfolgte der Einstieg in die Systemakkreditierung.
Seit 2006 hat die Universität das Qualitätsmanagement mit der Formulierung einer Qualitätscharta für gute Lehre, der Weiterentwicklung von Evaluationsverfahren und den Angeboten zur hochschuldidaktischen Weiterbildung noch einmal deutlich verstärkt. Im Rahmen der 2008 verabschiedeten Evaluationssatzung wurde die kontextsensible Gestaltung von Evaluationsverfahren in den Fakultäten verbindlicher Bestandteil der Qualitätssicherungsarbeit.
Mit der Gründung des Zentrums für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (ZfQ) im Jahr 2009 wurden alle Einzelaktivitäten und Projekte im Bereich des Qualitätsmanagements als Geschäftsbereiche unter einem Dach gebündelt. Dies ermöglicht eine effizientere Organisation und eine bessere Nutzung von Synergieeffekten.
Das ZfQ versteht sich als Dienstleister für Fakultäten und zentrale Einrichtungen und entlastet diese beispielsweise bei der Umsetzung von Qualitätssicherungsverfahren. Als Stabsstelle des Präsidiums begleitet es das Verfahren der Systemakkreditierung.
Diese Kooperationsstruktur gewährleistet einen permanenten Gegenstrom zwischen Hochschulleitung und Fakultäten bei der Identifikation von Aufgaben, Zielen und Verfahren auf dem Gebiet der Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium.
Grundlage des Qualitätssicherungssystems von Lehre und Studium, an dessen Ausbau im Rahmen des Qualitätsmanagements ständig weitergearbeitet wird, bildet das Regelkreismodell (PDCA = plan-do-check-act). Das Modell des Qualitätsregelkreises ermöglicht es, den zentralen Grundgedanken von QM-Systemen Rechnung zu tragen: Wissen in der Organisation über sich selbst und hinsichtlich des Zielerreichungsgrads aufzubauen, aus festgestellten Problemen Konsequenzen zu ziehen und die Qualität der Leistungen auf dieser Basis weiterzuentwickeln. Die Elemente, die den auf kontinuierliche Qualitätsverbesserung ausgerichteten Qualitätsregelkreis bilden, sind Qualitätsplanung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung.
Die analytische Perspektive bildet der „Student Life-Cycle“. Damit wird die Wirkungsweise des Qualitätssicherungssystems prozesshaft am Verlauf des gesamten Studiums, von der Aufnahme eines Studiums bis hin zum Übergang in den Beruf, dargestellt. Im Mittelpunkt stehen der Lehr- und Lernprozess der Studierenden und die Frage nach den Bedingungsfaktoren des Berufserfolgs. Dabei werden studienphasenspezifische Beratungsangebote, auch in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren der Universität, unterbreitet und gebündelt auf einander bezogen.
Neben einer für alles Operative zuständigen Geschäftsstelle ist im ZfQ ein Qualitätsbeirat eingerichtet, der die Arbeit des Zentrums und den Ausbau des Qualitätsmanagements im Bereich Lehre und Studium extern begleitet und das Präsidium berät. Der Beirat tritt mindestens einmal im Semester zu einer Beiratssitzung zusammen. Er erweitert die Perspektive des ZfQ um externe Einsichten und Erkenntnisse, insbesondere solche des Arbeitsmarkts. Konkret begleitet und beurteilt der Beirat das Zentrum bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben (fitness for purpose) und bei der inhaltlichen Schwerpunktsetzung (fitness of purpose).





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