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Neues

6.6.2018

An der Universität Potsdam, Philosophische Fakultät ist ím Rahmen des gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungskollegs „SENSING: Zum Wissen sensibler Medien“ möglichst zum 01.10.2018 eine Stelle als
Akademische Mitarbeiterin/Akademischer Mitarbeiter (w/m/d)
(PostDoc)
Kenn-Nr. 259/2018

mit 40 Wochenstunden (100 %) befristet für 4 Jahre zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 der Entgeltordnung zum TV-Länder. Die Befristung erfolgt nach § 2 Abs. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG).


Über das Forschungskolleg:
Sensoren verleihen Dingen und Maschinen die Fähigkeit zu „empfinden“, zu „spüren“, al-so – zu erfassen und zu ermessen. Durch ihre Implementierung in Smartphones, ebooks, Ausstellungen, VR-Environments, Autos, Kleidung, Haushaltstechnologien etc. scheinen Medien und Alltagsgegenstände heute in wachsendem Maße mit einem „technischen Empfindungsvermögen“ aufgeladen. Durch ihre Verbreitung entwickeln sich Mediendispositive, Städte und Umgebungen insgesamt zu sensorischen Netzwerken. Verschiedenartige Interfaces ermöglichen Interaktionen zwischen Menschen und smarten Medien/Dingen/Umgebungen, ergänzt, unterstützt oder kontrolliert durch die autonome Interaktion sensorischer Maschinen. Dabei wird auch die menschliche Sinneswahrnehmung zunehmend technisch erfasst, gesteuert und erweitert, etwa durch Eyetracking, Bewegungs- und Bildsensoren oder Verfahren der Emotionserkennung.
Das Forschungskolleg SENSING: Zum Wissen sensibler Medien führt zu diesem Themenkomplex eine Gruppe von sieben Promovierenden zusammen, die zentrale Fragen computertechnisch-vernetzter Sensorik und deren Verhältnis zum menschlichen Wahrnehmen und Fühlen erforschen. Das Forschungskolleg ist dabei zugleich auf theoretische Fragestellungen der Medienwissenschaft als auch auf aktuelle Praxis- und Arbeitsfelder ausgerichtet. Im Rahmen der vierjährigen Laufzeit des Kollegs arbeiten die Kollegiat*innen bis zu 12 Monate mit einschlägigen Praxispartnern im Raum Berlin-Brandenburg zusammen, um über die Verschränkung von Theorie und Praxis Fragestellung und Argumentation zu überprüfen.
Aufgaben:
Der*die Stelleninhaber*in koordiniert die Tätigkeiten des Forschungskollegs. Dazu gehört die Unterstützung und Betreuung der sieben Doktorand*innen, die Organisation von unterschiedlichen Veranstaltungen des Kollegs, Tätigkeiten der Kommunikation sowie die Vorbereitung von Publikationen und Vorträgen. Dem*der Koordinator*in wird im Rahmen der Stelle Zeit für die eigene Qualifikation gewährleistet. Die Tätigkeiten werden in engem Austausch mit den Professor*innen des Forschungskollegs geschehen.
Einstellungsvoraussetzungen
• abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium sowie abgeschlossene Promotion in den Medien-, Kultur-, Kunstwissenschaften oder vergleichbarer Felder
• gute Kenntnisse im Feld der medienwissenschaftlichen Forschung; Forschungsinteressen und Publikationen im Themenfeld des Forschungskollegs sind wünschenswert
• Teamfähigkeit und die Fähigkeit eigenverantwortlich und selbstständig zu arbeiten
• sehr gute Englischkenntnisse in Sprache und Schrift
• Erfahrung mit Forschungs- bzw. Graduiertenkollegs sind wünschenswert
Für die eigene vertiefte wissenschaftliche Arbeit steht mindestens ein Drittel der jeweiligen Arbeitszeit zur Verfügung. Die Universität strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber*innen bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.
Die Bewerbungen (Lebenslauf, Abschlusszeugnis, Motivationsschreiben, Projektskizze des eigenen Forschungsvorhabens (max. 5 Seiten)) sind in elektronischer Form (eine PDF-Datei) bis zum 15.07.2018 an die Sprecherin des Kollegs, Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam, zu richten: stephanie.rymarowicz@uni-potsdam.de.
Die Auswahlgespräche sollen am 22.08.2018 stattfinden.
Potsdam, 04.06.2018

PDF der Ausschreibung

4.4.2018

Ausschreibung einer wissenschaftlichen Hilfskraft-Stelle am Lehrstuhl für Medientheorie/ Medienwissenschaft

Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, 9h/Woche ab Juli 2018

 

Aufgabengebiet

–      Lektorat/Korrektur von wissenschaftlichen Texten in deutscher und englischer Sprache

–      Verwaltung des Handapparats

–      Literaturrecherche und -beschaffung

–      Redaktionelle Betreuung der Homepage (affectivemediastudies.de), des Newsletters, YouTube-Accounts

–      Mithilfe bei Vorbereitung und Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen

–      kleinere Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit

Voraussetzungen

–      Erfahrung mit bibliographischer Recherche und Text-Arbeit (Korrekturlesen)

–      Kenntnisse von WordPress, InDesign, Abelton, Premiere von Vorteil

–      sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

–      abgeschlossenes Bachelorstudium in Medienwissenschaft oder einem verwandtem Fach

–      noch mindestens ein Jahr an einer Hochschule immatrikuliert

–      selbstständige, umsichtige und flexible Arbeitsweise

–      Interesse an medienwissenschaftlichen Fragestellungen

Senden Sie bitte ein kurzes Motivationsschreiben mit Lebenslauf bis zum 02. Mai 2018 an Frau Rymarowicz:   rymarow@uni-potsdam.nomorespam.de

28.2.2018

Ausschreibung von Promotionsstellen an der Universität Potsdam gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungskollegs
SENSING: Zum Wissen sensibler Medien sind insgesamt sieben (7) Promotionsstellen in Teilzeit mit 26Wochenstunden (65 %) befristet vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2022 zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-Länder. Die Befristung erfolgt nach dem § 2 Abs. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

Bewerbungsschluss: 15.05. 2018

Über das Forschungskolleg

Sensoren verleihen Dingen und Maschinen die Fähigkeit zu „empfinden“, zu „spüren“, also – zu erfassen und zu ermessen. Durch ihre Implementierung in Smartphones, ebooks, Ausstellungen, VR-Environments, Autos, Kleidung, Haushaltstechnologien etc. scheinen Medien und Alltagsgegenstände heute in wachsendem Maße mit einem „technischen Empfindungsvermögen“ aufgeladen. Durch ihre Verbreitung entwickeln sich Mediendispositive, Städte und Umgebungen insgesamt zu sensorischen Netzwerken. Verschiedenartige Interfaces ermöglichen Interaktionen zwischen Menschen und smarten Medien / Dingen / Umgebungen, ergänzt, unterstützt oder kontrolliert durch die autonome Interaktion sensorischer Maschinen. Dabei wird auch die menschliche Sinneswahrnehmung zunehmend technisch erfasst, gesteuert und erweitert, etwa durch Eyetracking, Bewegungs- und Bildsensoren oder Verfahren der Emotionserkennung.

Das Forschungskolleg SENSING: Zum Wissen sensibler Medien führt zu diesem Themenkomplex eine Gruppe von Promovierenden zusammen, die zentrale Fragen computertechnisch-vernetzter Sensorik und deren Verhältnis zum menschlichen Wahrnehmen und Fühlen erforschen. Das Forschungskolleg ist dabei zugleich auf theoretische Fragestellungen der Medienwissenschaft als auch auf aktuelle Praxis- und Arbeitsfelder ausgerichtet. Im Rahmen der vierjährigen Laufzeit des Kollegs verbringen die KollegiatInnen bis zu 12 Monate bei einschlägigen Praxispartnern im Raum Berlin-Brandenburg. Dazu gehören: Art + Com AG, Böhlau Verlag GmbH, Deutsche Welle, Computerspielmuseum GamehouseGmbH, Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (HHI), MiriquidiFilm, Cornelsen Verlag GmbH, Meetrics GmbH, INVR.space sowie das Museum für Kommunikation Berlin.

Mögliche Promotionsthemen im Feld sensibler Medien sind:

Sensorische Ästhetik des eBooks – Status Quo und Zukunft
Sensing-Praktiken und Datenerzeugung im Journalismus
Sensorielle Installationen im Ausstellungsdesign
Erzeugung immersiver Welten und Erzählungen durch Virtual Reality und 360-Grad-Videos
Kopplungen und Interfaces: Sensorische Mensch-Maschine-Schnittstellen
Affektökonomien und Nutzerverhalten: Sensing als Marketing-Strategie
Medienästhetik: Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Steuerns, Erfassens und Fühlens
Neue Ästhetik der Natur durch Citizen Science, Remote Sensing und ökologisches Monitoring
Eigene Vorschläge sind willkommen.

Das organisatorische Zentrum und den hochschulübergreifenden Rahmen des Forschungskollegs bildet das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM), dem als gemeinsame Forschungseinrichtung der Hochschulen des Landes Brandenburg alle beteiligten ProfessorInnen angehören. Demnach besteht die Möglichkeit zur Promotion im Kooperationsstudiengang Europäische Medienwissenschaft der Universität Potsdam und der FH Potsdam, an der Filmuniver-sität Babelsberg KONRAD WOLF sowie an der BTU Cottbus-Senftenberg.

Bewerbungen aus dem Ausland und aus anderen Fachgebieten sind willkommen, sofern sie innerhalb des Kollegs betreut werden können (Informationen über die beteiligten Professorinnen und Professoren können Sie der Website des Forschungskollegs http://www.sensing-media.de entnehmen).

Im Rahmen einer strukturierten Graduiertenausbildung vermittelt das Kolleg sowohl Kernkompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens, inhaltliche Fachkompetenz, die Fähigkeit interdisziplinär zu arbeiten als auch Kompetenzen, die die Kollegiatinnen und Kollegiaten über Fach-/Berufsfeldgrenzen hinaus den Einstieg in verschiedene Forschungs- und Praxisfelder ermöglichen.

Bewerbungsvoraussetzungen:

Die Stellen sollen an NachwuchswissenschaftlerInnen aus medien-, kultur-, technik- oder kunstwissenschaftlichen Fächern vergeben werden, die ein ausgeprägtes Interesse sowohl an Fragen des aktuellen Medienwandels und Mediengebrauchs, der Medienästhetik, Medienkulturgeschichte, Medientheorie und Medienökologie als auch an der Beschäftigung mit Formen digitaler Medienpraxis nachweisen können. Von Vorteil sind Erfahrungen mit Computer- und Netzmedien (z.B. Design- oder Programmierkenntnisse) sowie die Kenntnis geeigneter Methoden der Medienethnographie, Medienanalyse (z.B. Video- oder Games-Analyse), Medienhistoriographie oder Mediensoziologie.

Die BewerberInnen um die Promotionsstellen sollten überdurchschnittliche Leistungen insbesondere beim Hochschulabschluss (Master, Master of Education, Staatsexamen oder Vergleichbares) vorweisen können.

BewerberInnen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen einen Sprachnachweis für Deutsch (C1 / DSH 2 / ZOP / TestDaF 4 / DSD II) beibringen.

Wünschenswert sind sehr gute Kenntnisse von Englisch in Wort und Schrift.

Die Bewerbungen müssen folgende Unterlagen umfassen:
• Exposé eines Dissertationsvorhabens (5-10 Seiten einschl. Zeitplan) inkl. einer knappen Einordnung in die Gesamtthematik und Angabe möglicher Praxisfelder
• Motivationsschreiben
• Arbeitsprobe (Ausschnitt aus Abschlussarbeit, 15-20 Seiten)
• Tabellarischer Lebenslauf inklusive Nennung medienpraktischer Erfahrungen und Arbeiten
• Kopien der Hochschulzugangs- und Universitätsabschlusszeugnisse
• Vertrauliches Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers / einer Hochschullehrerin
Die aktive Teilnahme am Veranstaltungsprogramm des Kollegs wird erwartet.
Die Universität strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber/innen bevorzugt berücksichtigt.

Die Bewerbungen sind in elektronischer Form (eine PDF-Datei) bis zum 15.05.2018 an die Sprecherin des Kollegs, Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam, zu richten: stephanie.rymarowicz@uni-potsdam.nomorespam.de

Die Auswahlgespräche finden am 02. und 03.07.2018 statt. Kosten, die im Zusammenhang mit der Vorstellung entstehen, können leider nicht erstattet werden.

PDF der Ausschreibung

 

 

 

10.1.2018

CFP: Spürtechniken. Von der Wahrnehmung der Natur zur Natur als Medium

Workshop, Potsdam, 24. bis 26. Mai 2018
Europäische Medienwissenschaft, Universität Potsdam in Kooperation mit der
Medienkulturwissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Organisatorinnen
Desiree Förster (Universität Potsdam)
Birgit Schneider (Universität Potsdam)
Evi Zemanek (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Der Begriff der Natur wurde und wird disziplinübergreifend neu diskutiert, kritisiert und stellenweise abgeschafft. „Nach der Natur“ hieß 2010 ein Essay von Ursula Heise, der die Frage des Artensterbens in einem wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhang diskutierte; in „Ökologie ohne Natur: Eine neue Sicht der Umwelt“ argumentiert Timothy Morton, dass unser Bild von der Natur einen angemesseneren Umgang mit unserer Umwelt verhindert; dem gegenüber steht eine Bewegung, die versucht, Natur als das Elementare wieder einzufangen, für die beispielhaft John Durham Peters stehen mag, der 2015 eine Philosophie der elementaren Medien entwarf, in der er Natur als Medium fasst.
Auf der Tagung sollen Wahrnehmungsfragen im weiten Rahmen der Möglichkeiten und Fallstricke einer gegenwärtigen Naturästhetik diskutiert werden, indem die Medialität der Natur in Wissenschaft und Kunst Beispiele ausgelotet wird. Was sagen twitternde Bäume und sensorisch überwachte Umwelten über das Potential medialer Spürtechniken jenseits Natur-Kultur-Dichotomien aus, welche Einfühlungstechniken in Pflanzen können uns empfindsam werden lassen für unsichtbare und komplexe Prozesse wie den Klimawandel, welche visuellen Wahrnehmungen ermöglichen Karten, die über remote-sensing den Zustand der Natur beobachten? Welches Wahrnehmungsdispositiv kann behaupten, „die meisten Menschen könnten den Klimawandel nicht direkt spüren“ und was für Folgen hat dies? Kann der Begriff der Atmosphäre, zugleich meteorologisch und ästhetisch gedacht, dazu dienen, das Natürliche nicht als Gegenüberstehendes, sondern als das uns Umgebende und uns Durchdringende neu zu fassen? Sind Phänomene wie Solastalgia ein Symptom wiederaufkommender Sehnsucht nach verlorener Ganzheit, oder zeichnet sich hier eine empfundene Hilflosigkeit gegenüber Klimawandel, Artensterben, Luftverschmutzung ab, die die Notwendigkeit neuer Wissens- und
Handlungsweisen aufzeigt?
Wir wünschen Beiträge zu folgenden Themen:
a) subjektiv-humane Spürtechniken einer Natur (Gefühl, Stimmung, Atmosphäre, Solastalgia)
b) medial-apparative Spürtechniken einer ‚empfindsamen, sensiblen’ Natur (sensing-Technologien)

CfP: Einreichungen eines Abstracts im Umfang von maximal 500 Wörtern können bis zum
9.2.2018 an medienoekologie@uni-potsdam.nomorespam.de geschickt werden.

Die Tagung findet im Anschluss an das erste Netzwerktreffen der AG Eco Media – Medien der
Natur statt.

5.1.2018

Empfindsame Technologien – Neues Forschungskolleg an Hochschulen Brandenburgs

Alltagsgegenstände scheinen heute mit einem „technischen Empfindungsvermögen“ aufgeladen: In Smartphones, Autos, Kleidung, Haushaltstechnologien oder Spielzeug – überall finden sich Sensoren. Und nicht nur Dinge, ganze Städte entwickeln sich zu sensorischen Netzwerken. Was Sensoren erfassen und wie sie uns steuern, erforscht das neue Forschungskolleg „SENSING: Zum Wissen sensibler Medien“. Die VolkswagenStiftung fördert es ab Juni 2018 für vier Jahre mit rund 1,6 Millionen Euro. Sieben Doktorandinnen und Doktoranden und ein Postdoc werden Sensortechnologien, sensorisches Design und technisch-organische Operationen in Theorie und Praxis untersuchen. Beteiligt sind neben der Universität Potsdam die Fachhochschule Potsdam, die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg.

„Sensoren verleihen Dingen und Maschinen die Fähigkeit, zu ‚spüren‘. Das heißt: Sie erfassen Informationen“, sagt die Sprecherin des Forschungskollegs Prof. Dr. Marie-Luise Angerer von der Universität Potsdam. „Sensorische Maschinen kontrollieren Interaktionen zwischen Menschen und smarten Dingen oder Umgebungen, indem sie zum Beispiel die menschliche Sinneswahrnehmung durch Eyetracking, Bewegungs- und Bildsensoren oder Verfahren der Emotionserkennung steuern“, erklärt die Medienwissenschaftlerin. Solchen aktuellen Entwicklungen computertechnisch-vernetzter Sensorik werde sich das Graduiertenkolleg widmen.
Das Format ist sowohl auf medientheoretische Fragen als auch auf gegenwärtige Praxis- und Arbeitsfelder ausgerichtet: Die Promovierenden werden eine einjährige Praxisphase bei Partnerinstitutionen und -unternehmen durchlaufen, so unter anderem bei der Art + Com AG, der Deutschen Welle, dem  Computerspielmuseum Gamehouse GmbH, dem Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, dem  Cornelsen Verlag oder auch dem Museum für Kommunikation Berlin. Begleitet werden sie dabei von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich bereits seit Längerem mit der Ästhetik und Kulturgeschichte, der Theorie und Ökologie und dem Gebrauch von Medien auseinandersetzen. „Das Kolleg hat aus unserer Sicht Vorbildcharakter, weil es den Promovierenden nicht nur Forschungsmöglichkeiten bietet, sondern sie auch in verschiedene außeruniversitäre Berufsfelder einführt“, so Jens Rehländer von der VolkswagenStiftung zur Begründung der Förderung.
Den organisatorischen Mittelpunkt für das Forschungskolleg bildet das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) als gemeinsame Forschungseinrichtung der Hochschulen des Landes Brandenburg.

Beginn des Graduiertenkollegs ist der 1.10.2018

Kontakt: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Institut für Künste und Medien
Telefon: 0331 977-4170
E-Mail: angerer@uni-potsdam.de
Internet: https://www.uni-potsdam.de/de/medienwissenschaft/professur-fuer-medientheorie-medienwissenschaft.html

17.2.2017

Klimabilder im Netz – VolkswagenStiftung fördert Forschungskooperation der Uni Potsdam, FH Potsdam und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Klimabilder im Internet stehen im Mittelpunkt des Projekts „New potentials for analyzing networked images – Similarity as a criterion for comparing images in image studies, computer and visualization science using the example of climate images on the web“, das die VolkswagenStiftung in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 425.000 Euro fördert. Bilder des Klimas und des Klimawandels sind ein Forschungsschwerpunkt der Medienökologin Prof. Dr. Birgit Schneider (Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam), die im Rahmen des Projekts mit Sebastian Meier (Interaction Design Lab der Fachhochschule Potsdam) und Dr. Thomas Nocke (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e. V.) zusammenarbeiten wird.  

Das Vorhaben knüpft an eine bereits bestehende Bilddatenbank sowie die Digital Humanities an und untersucht die Analysemöglichkeiten von Bildern mittels digitaler Methoden des Vergleichs. „Wir werden kunsthistorische Methoden mit aktuellen Bildanalysealgorithmen verbinden, wobei uns die Potenziale und Grenzen beider Methoden besonders interessieren“, sagt Prof. Dr. Schneider. „Dabei  fragen wir auch nach dem Stellenwert digitaler Klimabilder für Wissenschaft, Politik und Kultur.“  

Kontakt:
Prof. Dr. Birgit Schneider
E-Mail: birgit schneider@uni-potsdam.nomorespam.de

17. November 2016

Bundestag ermöglicht Gründung der weltweit größten Sammlung für Computerspiele

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Realisierung der weltweit größten Sammlung für Computer- und Videospiele beschlossen und dafür Mittel ab 2017 zur Verfügung gestellt.

Durch die Zusammenlegung der Bestände des Computerspielemuseums, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und der Computerspielesammlungen des Zentrums für Computerspielforschung der Universität Potsdam (DIGAREC) und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin soll nun in zwei Stufen die weltweit umfangreichste und bedeutendste Sammlung mit mehr als 50.000 Computer- und Videospielen entstehen. In der ersten Phase soll 2017 eine gemeinsame digitale Datenbank geschaffen und öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Danach sollen in einer zweiten Phase die Sammlungen an einem Standort auch physisch zusammengeführt und zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden. Die Stiftung Digitale Spielekultur organisiert und koordiniert das Projekt.

Kontakt:
Dr. Sebastian Möring
sebastian.moering@uni-potsdam.nomorespam.de