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Aufhebung und Auslaufen von Studiengängen

Folgen der Aufhebung

Die Aufhebung eines Studienganges führt dazu, dass zunächst keine neuen Studierenden in diesen Studiengang zum ersten oder höheren Fachsemester immatrikuliert werden. Darüber hinaus führt die Aufhebung aber auch dazu, dass das Angebot an Lehrveranstaltungen und Prüfungen für diesen Studiengang nur noch für eine kurze Zeit aufrechterhalten wird. Nach Ablauf dieser Übergangszeit erlischt der Prüfungsanspruch. Studierende in diesem aufgehobenen Studiengang können das Studium nicht beenden und sind von Amts wegen zu exmatrikulieren.

Um trotz einer Aufhebung eines Studienganges möglichst vielen Studierenden den Abschluss zu ermöglichen, räumt die Universität Potsdam eine allgemeine Übergangsfrist ein, die im Einzelfall durch den zuständigen Prüfungsausschuss verlängert werden kann.

Allgemeine Übergangfrist

Die allgemeine Übergangsfrist setzt sich zusammen aus der Regelstudienzeit zuzüglich vier weiterer Semester gerechnet ab dem Zeitpunkt der Immatrikulation der letzten Kohorte.

Beispiel:
Wurde in einem aufgehoben Bachelorstudiengang mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern zum Wintersemester 2014/15 letztmalig eine Kohorte immatrikuliert, endet die Übergangsfrist für alle immatrikulierten Studierenden nach 10 Semestern also am 30. September 2019.

Sollte die allgemeine Übergangsfrist enden, ohne dass alle Leistungen für den Abschluss vorgelegen haben, besteht ohne Nutzung der nachfolgend beschriebenen Verlängerungsmöglichkeiten kein Recht zur Rückmeldung mehr und es erfolgt die Exmatrikulation von Amts wegen. Die Leistungen müssen dem Prüfer zur Bewertung vorliegen. Die Bewertung von Leistungen kann noch nach Ablauf der Frist erfolgen. Soweit die Leistung nicht bestanden wurde, ist sie nicht wiederholbar.

EINGESTELLTE STUDIENGÄNGE

Fach

Letzte Prüfungsmöglichkeit
nach Ablauf
der Übergangsfrist

Bekanntgabe

Bachelor

Fächer im Lehramt für die Bildungsgänge
der Sekundarstufe I und der Primarstufe
an allgemeinbildenden Schulen (LSekI/P)

30.09.2017

AmBek Nr. 1/16, S. 47

Fächer im Lehramt an Gymnasien (LG) 30.09.2017

AmBek Nr. 1/16, S. 47

Informatik30.09.2017

AmBek Nr. 1/16, S. 47

Strafrecht30.09.2014

AmBek Nr. 13/10, S. 184

Zivilrecht30.09.2014

AmBek Nr. 13/10, S. 184

Master

Deutsch-Russischer Master Verwaltungswissenschaft30.09.2020

AmBek Nr. 15/17, S. 800

Geoinformation und Visualisierung30.09.2019

AmBek Nr. 15/17, S. 800

Informatik

31.03.2017 

AmBek Nr. 1/16, S. 47

Military Studies - Militärgeschichte/ Militärsoziologie 30.09.2018

AmBek Nr. 6/16, S. 558

Sportwissenschaft-Leistungssport30.09.2016

AmBek Nr. 8/14, S. 429

Wirtschaftsinformatik und Electronic Government31.03.2021

AmBek Nr. 15/17, S. 800

Pauschalverlängerung bis 30.09.2018

Für die Fächer

  • im Lehramt für die Bildungsgänge der Sekundarstufe I und der Primarstufe an allgemeinbildenden Schulen (LSekI/P)
  • im Lehramt an Gymnasien (LG)
  • Informatik (Bachelor)
  • Informatik (Master)
  • Sportwissenschaft-Leistungssport (Master)

gilt eine pauschale Verlängerung im Sinne von § 4 Abs. 2 der Neufassung der Ordnung für die Einstellung und Aufhebung von Studiengängen um zwei Semester bis zum 30.09.2018. Ein Beratungsgespräch und die anschließende Vorlage der Entscheidung des Prüfungsausschusses ist für diese Fälle nicht notwendig. Weitere Informationen können Sie dem Informationsbrief (PDF) entnehmen.

Aufgehobene Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge

Studiengänge mit Diplom-, Magister- oder Staatsexamensabschlüssen, deren letzte Prüfungsmöglichkeit bereits in der Vergangenheit liegt, finden Sie in folgenden Dokumenten:

Verlängerungsmöglichkeiten

Nach Ende der allgemeinen Übergangsfrist bestehen aber weitere Möglichkeiten, den Prüfungsanspruch im Einzelfall zu verlängern. Die Neufassung der Ordnung für die Einstellung und Aufhebung von Studiengängen an der Universität Potsdam räumt in § 4 verschiedene Verlängerungsmöglichkeiten ein.

Verlängerung nach Beratungsgespräch, § 4 Abs. 2

Zunächst besteht die Verlängerungsmöglichkeit wegen Aussicht auf Abschluss innerhalb weiterer vier Semester. Wenn der zuständige Prüfungsausschuss nach einem Beratungsgespräch mit der bzw. dem betroffenen Studierenden feststellt, dass die bzw. der Studierende innerhalb von weiteren maximal vier Semestern die zum Abschluss des Studiums erforderlichen Prüfungen ablegen kann, erfolgt eine Verlängerung des Prüfungsanspruchs. Der Prüfungsausschuss trifft eine Verlängerungsentscheidung nur, wenn das Beratungsgespräch mit dem Studierenden durchgeführt wurde. Auf das Beratungsgespräch soll nicht verzichtet werden, da hierin geklärt wird, ob eine Verlängerung in Betracht kommt. Hierzu muss die Frage beantwortet werden, ob innerhalb von maximal vier weiteren Semestern alle erforderlichen Prüfungen abgelegt werden können. Bei Feststellung der Verlängerung ist im Beratungsgespräch ein individueller Prüfungsplan (PDF) zu erstellen. Diese Verlängerung kann auch für Einzelentscheidungen für einzelne Semester erfolgen, darf aber eine Gesamtdauer von vier Semestern nicht überschreiten.

Diese Verlängerung mit dem Prüfungsplan sind im Studienbüro/Studierendensekretariate vorzulegen.

Verlängerung bei unbilliger Härte, § 4 Abs. 3

Es besteht außerdem die Möglichkeit der Verlängerung aus Härtefallgründen.

Der Prüfungsausschuss kann zur Vermeidung unbilliger Härten auf Antrag die Übergangsfrist um bis zu - ggf. weitere - vier Semester verlängern. Eine unbillige Härte liegt dann vor, wenn ein Studierender durch außergewöhnliche, von ihm nicht zu vertretende Umstände gehindert war, innerhalb der Übergangsfristen alle für den Abschluss erforderlichen Prüfungen zu erbringen. Dazu zählen insbesondere:

  • längerfristige, schwerwiegende Erkrankung,
  • Behinderungen/chronische Erkrankungen,
  • Zeiten des Mutterschutzes,
  • Elternzeit oder
  • Zeiten der Pflege von pflegebedürftigen Angehörigen, Ehegatten oder Lebenspartnern.

Diese Liste ist nicht abschließend. Andere von der bzw. dem Studierenden nicht zu vertretende Umstände können im Einzelfall auch einen Härtefall begründen.

Diese Verlängerung ist beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Dem Antrag ist eine schriftliche Begründung unter Darlegung des Härtefalls und entsprechende Nachweise beizulegen. Im Falle einer Erkrankung bzw. Behinderung ist die Vorlage eines fachärztlichen Attestes erforderlich. Sollte das fachärztliche Attest den Härtefall nicht glaubhaft darlegen können, ist u.U. ein amtsärztliches Gutachten anzufordern. Auch andere Härtefälle sind durch Nachweise zu belegen (Zeiten des Mutterschutzes oder Elternzeit, Pflegenachweise etc.).

Diese Verlängerung ist im Studienbüro/Studierendensekretariate vorzulegen.

Bei allen Fragen bezüglich Studierender mit Behinderung/chronischer Krankheit steht Ihnen wie gewohnt Dr. Irma Bürger, Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderung, zur Verfügung.

Die Verlängerungsmöglichkeiten nach § 4 Abs. 2 & 3 können unabhängig voneinander oder aber einander ergänzend in Anspruch genommen werden.

Verlängerung bei Wahrnehmung von Ämtern in der akademischen oder studentischen Selbstverwaltung

Aus Art. 3 Abs. 4 der Grundordnung der Universität Potsdam folgt eine weitere Verlängerungsmöglichkeit um maximal zwei Semester, soweit Studierende nachweisen, während ihres Studiums Ämter in der akademischen oder studentischen Selbstverwaltung an der Universität Potsdam (z.B. Senat) wahrgenommen zu haben.

Diese Verlängerung erfolgt bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises ohne Hinzuziehung des Prüfungsausschusses unmittelbar durch das Studienbüro/Studierendensekretariate.

Besonderheiten bei Kombinationsstudiengängen

Bei Studiengängen, die aus mehreren Fächern, Teilstudiengängen bzw. Studienbereichen bestehen, ist jedes Fach, jeder Teilstudiengang bzw. Studienbereich in der allgemeinen Übergangsfrist zu beenden. Fehlt es an der Beendigung eins Faches, Teilstudiengangs bzw. Studienbereichs ist für jeden betroffenen Teil eine Verlängerung vorzulegen. Kann nur ein Fach, Teilstudiengang bzw. Studienbereich nicht abgeschlossen werden, ohne dass eine weitere Verlängerung vorgelegt wird oder diese nicht mehr möglich ist, erlischt der Prüfungsanspruch für den gesamten Studiengang.

Beispiel - Lehramt an Gymnasien für die Fächer Deutsch und Physik:

Die allgemeine Übergangsfrist für diesen Studiengang endet am 30.09.2017. Der Studiengang setzt sich aus den beiden Unterrichtsfächern und dem erziehungswissenschaftlichen Teilstudiengang zusammen. In diesen drei Bestandteilen des Studiums bedarf es einer Verlängerung. Verlängert bspw. das Fach Physik den Prüfungsanspruch um vier Semester, aber das Fach Deutsch und der erziehungswissenschaftliche Teilstudiengang nur um zwei Semester, ist das gesamte Studium innerhalb dieser zwei Semester abzuschließen.

Zeitpunkt der Verlängerung

Die Verlängerung des Prüfungsanspruches sollte rechtzeitig vor Ablauf der allgemeinen Übergangsfrist beantragt werden. Es sollte möglichst im Rückmeldezeitraum eine Verlängerung vorgelegt werden, um dann eine ordnungsgemäße Rückmeldung zu gewährleisten. Wird die Verlängerung erst nach Ablauf der Rückmeldefrist vorgelegt, werden Säumnisgebühren wegen verspäteter Rückmeldung erhoben. Spätestens aber bis zum Ende des jeweiligen Semesters ist die Verlängerungsentscheidung im Studierendensekretariat vorzulegen.

Eine Verlängerungsentscheidung ist auch dann erforderlich, wenn lediglich eine oder wenige Abschlussprüfungen ausstehen und diese bereits angemeldet sind, die Prüfungen aber nach dem Termin des Auslaufens stattfinden sollen.

Das Studienbüro/Studierendensekretariat leitet die Information über die Verlängerung des Prüfungsanspruchs an das Studienbüro/Prüfungsamt weiter.

Folgen der fehlenden Verlängerung

Sollten alle oben geschilderten Verlängerungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden sein, ist eine weitere Verlängerung nicht mehr möglich. Der Prüfungsanspruch erlischt, wenn nicht alle erforderlichen Leistungen zur Bewertung vorgelegen haben.

Wird der Prüfungsanspruch nicht verlängert oder besteht keine Verlängerungsmöglichkeit mehr, hat der Studierende kein Recht, sich für das nächste Semester zurückzumelden. Auch für bereits angemeldete Prüfungen entfällt mit Ablauf der Übergangsfristen die Rechtsgrundlage, wenn keine Verlängerungsentscheidung getroffen wird.

Nachteilsausgleiche bzw. Fristverlängerungen für einzelne Prüfungsleistungen

Verlängerungen des Prüfungsanspruches sind von Nachteilsausgleichen bzw. anderen Fristverlängerungen aufgrund besonderer Umstände (Krankheit o.Ä.) für einzelne Prüfungsleistungen zu unterscheiden. Die Fristverlängerungen für einzelne Prüfungsleistungen erfolgen unabhängig von der Verlängerung des Prüfungsanspruches. Es ist nur zu beachten, dass eine Fristverlängerung bei einzelnen Prüfungsleistungen leer läuft, wenn nicht auch der gesamte Prüfungsanspruch verlängert wurde. Umgekehrt führt aber die Verlängerung des Prüfungsanspruches nicht automatisch zu einer längeren individuellen Bearbeitungsfrist für eine konkrete Prüfungsleistung. z.B. der Abschlussarbeit.

Beispiel - Informatik im Bachelorstudium:
Die allgemeine Übergangsfrist für diesen Studiengang endet am 30.09.2017. Die Bearbeitungsfrist für die angemeldete Bachelorarbeit endet bspw. am 15.09.2017. Durch einen schweren Unfall während der Bearbeitungszeit der Abschlussarbeit kann diese Frist nicht eingehalten werden. Die Bearbeitungsfrist für die Bachelorarbeit wird daraufhin um zwei Monate bis zum 15.11.2017 verlängert. Weil die neue Bearbeitungsfrist über den 30.09.2017 hinausreicht, muss auch eine Verlängerung des Prüfungsanspruches für den Studiengang beantragt und vorgelegt werden.

Kontakt

Zentrale Studienberatung

Universität Potsdam | Dezernat für Studienangelegenheiten

 

Campus Am Neuen Palais | Haus 8, Zi. 0.12 - 0.16

Alternativen und Wechsel in einen anderen Studiengang

Sollten Sie ihren Studiengang nicht bis zum Datum der letzten Prüfungsmöglichkeit abschließen können, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Sie gänzlich ohne Studienabschluss die Universität verlassen müssen.

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Wechsel in einen anderen Studiengang zu prüfen. Abhängig von Ihren bereits erbrachten Leistungen und den Inhalten des neuen Studiengangs können Sie gegebenenfalls sogar einige dieser Leistungen vom Prüfungsausschuss des neuen Studiengangs anerkennen lassen und darüber hinaus mitunter eine Einstufung in ein höheres Fachsemester erhalten. Eine Bewerbung für zulassungsbeschränkte Studiengänge für das Einstufungssemester ist dennoch im jeweiligen Bewerbungszeitraum notwendig. Erst nach dem Erhalt eines Zulassungsbescheids könnten Sie dann in den neuen Studiengang wechseln. Bei zulassungsfreien Studiengängen wäre eine Immatrikulation in das Einstufungssemester im jeweiligen Immatrikulationszeitraum notwendig. Zum Bewerbungsverfahren oder Fachwechsel können Sie sich in der Zentralen Studienberatung beraten lassen.

Die Zentrale Studienberatung können Sie auch dann aufsuchen, wenn Sie sich gegen einen Wechsel in einen neuen Studiengang entschieden haben und vielleicht über alternative Ausbildungsmöglichkeiten nachdenken.

Kontakt

Zentrale Studienberatung

Universität Potsdam | Dezernat für Studienangelegenheiten

 

Campus Am Neuen Palais | Haus 8, Zi. 0.12 - 0.16