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Prof. Dr. Marie-Luise Angerer

Am Neuen Palais Haus 1 Raum 209
Tel. 0331 977 4170
angerer@uni-potsdam.nomorespam.de

Sprechzeiten: Da Frau Prof. Angerer im Sommersemester im Forschungsfreisemester ist, werden die nächsten Sprechstunden geblockt angeboten am 10.5. von 13-14 Uhr, am 13.6. von 12-14 Uhr und am 19.7. von 12-14 Uhr.

Lehrveranstaltungen

 

 

 

 

Biographie
Ausgewählte Publikationen
Aktuelle Mitgliedschaften

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biografie

Marie-Luise Angerer (geb. 1958 in Bregenz, Österreich) hat mit dem Wintersemester 2015/16 den Lehrstuhl für Medientheorie/Medienwissenschaft am Institut für Künste und Medien im Studiengang Europäische Medienwissenschaft übernommen.

Sie war von 2000-2015 Professorin für Medien- und Kulturwissenschaft/Gender Studies  an der Kunsthochschule für Medien Köln, von 1999-2000 Vertretungsprofessorin (Professur Gertrud Koch) am Institut für Film- und Fernsehwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum.

Sie studierte in Wien Kunstgeschichte, Romanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften und unterrichte viele Jahre an den Universitäten Salzburg und Wien. Promotion 1983 mit einer Dissertation zu Sprache, Philosophie und Psychoanalyse: „Das Leben ist wunderbar! Sprachbefreiung durch ihre Normierung“.

Von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erhielt sie von 1994-1998 ein Habilitationsstipendium (APART), das es ihr ermöglichte, in den USA (San Diego und Santa Cruz), Australien (Sydney) und Kanada (Ottawa) zu forschen. Die Habilitation erfolgte 1996 zum Thema „Medienkörper. Produktion und Repräsentation von Geschlechtsidentitäten“ an der Universität Salzburg.

Sie lehrte als Gastdozentin an der Central European University in Budapest, an der Universität der Künste Berlin sowie in Ljubljana und Zürich.

Im Zentrum ihrer Forschung steht das Verhältnis von Körper und Medientechnologien, die Beziehung von sozialen Fantasien und Medien sowie die Erarbeitung einer „posthumanen/relationalen“ Medientheorie. Des Weiteren stehen seit vielen Jahren Fragen von Affekt/Emotion als human- und medientechnisch konstitutive Funktion im Zentrum ihrer Forschung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgewählte Publikationen

Monografien

Affektökologie Intensive Milieus und zufällige Begegnungen / Ecology of Affect. Intensive Milieus and Contingent Encounters (Meson Press, 2017)

Wenn heute Umwelt, Technik und Menschen über ihr Empfindungsvermögen verlinkt werden, muss dieses medientheoretisch neu bearbeitet werden: Die Bewegungen des Affekts in ihrer Operationalität des Trennens, Verbindens und Übersetzens werden hierfür als basale Parameter vorgeschlagen.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lassen sich medientechnologische Verschiebungen beobachten, die das Denken des Humanen in besonderer Weise berühren. Diese verdichten sich heute in einer relationalen Neu–Organisation von Gesellschaft und Psyche über eine Ökologie des Affektiven. Aus dem Unbewussten wird in dieser Perspektive ein Nichtbewusstes, über das sich das organische und technische Leben auf neue intensive Weise verbinden. Der Affekt wird in dieser Sehweise zu einem neuen Schwellenbegriff, der den Körper medientechnisch und –politisch auf neue Weise anschlussfähig macht, sodass lebendige und technische Organismen begonnen haben, intensive Milieus auszubilden.
Dieser Essay ist eine erweiterte Fassung der Antrittsvorlesung von Marie–Luise Angerer auf den Lehrstuhl Medienwissenschaft/ Medientheorie an der philosophischen Fakultät der Universität Potsdam am 11. Mai 2016.

 

 

Desire After Affect (Rowman and Littlefield Intl., 2014)

Desire is a term often used in conjunction with the subject. This desire is directed towards the real, which is defined as the generic core of the linguistic order. As a result of the focus on affect, the three terms—desire, the subject, the real—have been fundamentally shaken up and called into question. Affect, in various forms, is now a matter of concern across a wide range of disciplines including neuroscience, psychology, the humanities, and social sciences. All of these fields have a declared interest in affect, in emotions and sensations, in pathos, passions, and the senses.

Desire After Affect argues that this affective euphoria cannot be explained solely in terms of a repression of language, logos, and reason. It argues that the affective turn is symptomatic of a fundamental shift in modes of thinking about the human condition. It explores what this means for the human and the posthuman, animal and machine, and calls for a new theory of subjectivation, a philosophy of media affect.

 

 

Vom Begehren nach dem Affekt (diaphanes, 2007)

Unterstützt durch den Aufschwung von Gehirn- und Kognitionsforschung, drängen Affekt, Gefühl und Emotion ins Zentrum medientheoretischer, philosophischer und künstlerischer Aufmerksamkeit. Der Ausruf "wir sind, weil wir fühlen" (Antonio Damasio) verweist allerdings weniger auf eine Wiederentdeckung einer verdrängten, vergessenen Sinnlichkeit als vielmehr auf eine tieferliegende, dynamische Verschiebung im Denken des Humanen. Basale Paradigmen dieses Denkens – wie die Sprache und die Sexualität – verlieren in diesem Prozess zunehmend ihren definitorischen Stellenwert zugunsten einer affektiven Fassung des menschlichen Organismus, der menschlichen Existenz. Marie-Luise Angerers Aufmerksamkeit gilt den Kräften, die an dieser Reformulierung einer affektiven Dimension beteiligt sind. In der Diskussion zum "Status des Subjekts" – ob als Effekt sprachlicher Strukturen oder als posthumaner Cyborg begriffen – zeigen sich die ersten Zeichen einer Verlagerung, die sich vom "Cybersex zum abstract sex" (Luciana Parisi) plastisch-technisch wiederholen. Unter dem Titel "Affective Troubles" untersucht die Autorin den emotionalen Umschwung, wie er seit einigen Jahren in Medien- und Filmtheorien sowie in der Kunst zu beobachten ist. Daneben unterzieht sie einschlägige Affekt- und Gefühlstheorien sowie die Verbindung von Psychoanalyse und Gehirnforschung einer kritischen Analyse, um zuletzt für eine Sexualisierung des Affekts einzutreten.

 

 

 

Body Options. Körper.Spuren.Medien.Bilder (Turia & Kant, 1999)

Der Körper als "natürliche" Grenze, als Limitation der digitalisierten Welt der Neuen Technologien. Dies ist der Tenor der Auseinanersetzungen um die Neuen Medien und ihre fortschreitende Virtualisierung. Die Frage nach dem Körper hat mit den Neuen Medien-Technologien inflationär-fetischistischen Status erreicht, sie ist allerdings keine, die diesen genuin angehört, sondern der Körper ist – wenngleich auch weniger spektakulär – in allen Medien-Apparaten ein Thema, ein Ort, eine Leere. Seine Spuren verzweigen sich im Feld der Vision, im Feld der Stimme, im Feld des Taktilen, im Feld der Bewegung.

Der vorliegende Band unternimmt den Versuch, diesen Spuren (des Körpers/der Körper) zu folgen, jene Bestimmungen als Wegbegleiter aufzugreifen, die ihn als Ort des Widerstands und des Vergnügens postulieren, wie die Cultural Studies, die ihn, wie in der Lacanschen Psychoanalyse, als "originäre Leere" oder "leeres Bild" setzen oder die ihn – wie Deleuze/Guattari – als extrem flüssig, als sich aus Bewegung und Ruhe zusammensetzend begreifen, dessen Geschlecht nie das ist -– so Judith Butler – was es zu sein vorgibt.

 

 

 

Herausgeberschaften

Timing of Affect. Epistemologies, Aesthetics, Politics (diaphanes, 2014) gem. mit Bernd Bösel und Michaela Ott

Affect, or the process by which emotions come to be embodied, is a burgeoning area of interest in both the humanities and the sciences. For "Timing of Affect", Marie-Luise Angerer, Bernd Bösel, and Michaela Ott have assembled leading scholars to explore the temporal aspects of affect through the perspectives of philosophy, music, film, media, and art, as well as technology and neurology. The contributions address possibilities for affect as a capacity of the body; as an anthropological inscription and a primary, ontological conjunctive and disjunctive process as an interruption of chains of stimulus and response; and as an arena within cultural history for political, media, and psychopharmacological interventions. Showing how these and other temporal aspects of affect are articulated both throughout history and in contemporary society, the editors then explore the implications for the current knowledge structures surrounding affect today.

 

 

 

 

Gender goes Life (transcript, 2008) gem. m. Christiane König

Seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich "Gender als Wissenskategorie" in den geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen etabliert. Bis vor wenigen Jahren waren hierbei poststrukturalistische sowie psychoanalytische Theorien zentral, um Fragen nach Körperlichkeit, sexueller Differenz und geschlechtlicher Identität zu bearbeiten. Heute bedingt die durchgreifende Digitalisierung von Wissenschaft und Gesellschaft eine Revision dieser Kategorie, da das Leben sich selbst zum neuen Agenten macht. Natur, Körper und Leben haben heute eine Eigenmächtigkeit erhalten, durch die sich das klassische Mantra – Klasse, Geschlecht, Ethnie – einmal mehr als künstliche, politisch willkürliche und gesellschaftlich kontrollierte Zuordnung erweist.

 

 

Future Bodies. Zur Visualisierung von Körpern in Science und Fiction (Springer, 2002) gem. m. Zoe Sofoulis und Kathrin Peters

Viel ist die Rede von zukünftigen Körpern, austauschbaren Geschlechtern und posthumanen Subjekten. Doch ein Blick in die Computer- und Medienwelten beruhigt: Supermänner wie Terminator und großbusige Lara Crofts sind die Stars. Was also soll das Neue sein? Ist es möglicherweise etwas, das sich hinter den bekannten, vertrauten Bildern verbirgt? Und vorbereitet wird durch Veränderungen, wie sie in Gen- und Computerlabors derzeit stattfinden? Wie werden also neue Körper in Science und Fiction vorgestellt – Körper, die wir noch nicht sind, aber immer schon gewesen sein werden?

 

 

Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften

Speculations about 1:0. On the productive difference of the interval, in: Martina Leeker, Imanuel Schipper, Timon Beyes (eds.): Performing the Digital, Bielefeld: transcript. S. 83-100.

Capture All, oder: Who is Afraid of a Pleasing Little Sister? (gem. m. B. Bösel) In: Zeitschrift für Medienwissenschaft, Heft 13, S. 48-5

'Conceiving Ada.' Von Frauen, Cyborgs und kleinen Schwestern, in: Sybille Krämer (Hg.): Ada Lovelace. Die Pionierin der Computertechnik und ihre Nachfolgerinnen, Paderborn: Wilhelm Fink 2015, S. 91-98.

From Vision to Motion: Image, Affect, Bio-Media, in: Tore Kristensen et al. (eds.): Transvisuality: The Cultural Dimension of Visuality, Liverpool: Liverpool Press 2015, pp 130-143.

Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst, hg. von Hubertus Butin (Köln: Snoeck Verlag, 2015, 3. Auflage); Beiträge zu Kunst und Psychoanalyse, Performance Kunst und Feminismus und Kunst.

Kurzschluss der Massen, in: Inge Baxmann, Timon Beyes, Claus Pias (Hrsg.): Soziale Medien – Neue Massen, Zürich-Berlin: diaphanes 2014, S. 345-352.

Zur Nachahmung des Begehrens oder vom Fetisch der affektiven Differenz
in: Christine Blättler / Falko Schmiederer (Hg.): In Gegenwart des Fetischs. Dingkonjunktur und Fetischbegriff in der Diskussion, Wien-Berlin: Turia + Kant 2014, S. 89-110

 

online

Intensive Milieus Universität Wien

Antrittsvorlesung (11.5.2016) Youtube

Affektive Medien, Cyborgs und Posthumanismus. In: Portal Wissen Nr. 2 2016 

+25 KHM: Marie-Luise Angerer (22.4.2016) Youtube

plastikBAR LehmbruckMuseum Duisburg (7.4.2016) Youtube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Mitgliedschaften

Geschäftsführende Direktorin des brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM) (2016- )

Mitglied des Beirats der Zeitschrift für Medienwissenschaft (ZfM)

Mitglied des Beirats der transmediale


Mitglied des Universitätsrates der Kunstuniversität Linz, Österreich