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Professur für Medienkulturgeschichte

 

Mitarbeiter

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Dr. Susanne Müller

Universität Potsdam
Am Neuen Palais, Haus 1, Raum 110
Telefon: 0331 - 977 4172
E-Mail: susanne.mueller[at]uni-potsdam.de

Sprechstunde: Bitte Termin per E-Mail vereinbaren!

 

M.A. Kai Knörr

Universität Potsdam
Am Neuen Palais, Haus 1, Raum 116
Telefon: 0331 - 977 4183
E-Mail: knoerr[at]uni-potsdam.de

Sprechstunde: Di 12-13 Uhr (n. Voranmeldg.)

 

Wissenschaftliche Hilfskräfte

Katja Zanger (Sekretariat)
E-Mail: katjazanger[at]o2mail.de

Judith Pietreck
E-Mail: Tschudi[at]gmx.de

 

Studentische Hilfskraft

Joshua Klein
E-Mail: joshuabenklein[at]googlemail.com

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dr. Susanne Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Vita

seit 03/2014

Teilnahme am Zertifikatsprogramm des Netzwerks Studienqualität Brandenburg.

04/2015-12/2015Erfolgreiche Teilnahme am Qualifizierungsprogramm 'eTeaching' der AG eLearning an der Universität Potsdam.

03/2014-04/2015
Erfolgreiche Teilnahme am Qualifizierungsprogramm 'Senior Teaching Professionals'  der Potsdam Graduate School an der Universität Potsdam. 

seit 06/2011 
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam.

07/1011
Verleihung des akademischen Grades Doctor philosophiae (Dr. phil.) und Übergabe der Promotionsurkunde durch den Rektor der Universität Rostock.

11/2010
Erfolgreiche Verteidigung der Dissertation, Prädikat: Summa cum laude.

05/2010
Einreichung der Dissertationsschrift Baedeker: Eine Medienkulturgeschichte des Reisehandbuchs bei der Universität Rostock.

04/2010-05/2011
Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien.

10/2006-03/2010
Stipendiatin am Graduiertenkolleg Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs an der Universität Rostock und der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Promotionsthema: Baedeker: Eine Medienkulturgeschichte des Reisehandbuchs.

04/2006-03/2008
Lehrbeauftrage am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam (Studiengang Europäische Medienwissenschaft)

10/2001-02/2006
Studentische Hilfskraft am Institut für Künste und Medien an der Universität Potsdam.

10/2000-06/2006
Bachelor- und Masterstudium Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam.

10/1994-09/1997
Studium der Germanistik, Soziologie und Bibliothekswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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Forschungsschwerpunkte

Format
Seit 2011 forscht Susanne Müller zum Begriff des 'Medialen Formats'. Mit dem Begriff Format verbindet sich eine große Bedeutungsvielfalt (Papier- und Datenträgerformate, formatierte Texte, Datei- und Audioformate, Rundfunk- und Fernsehformaten). Als 'mediales Format' könnte mal ganz allgemein eine 'Form-Inhalt-Kopplung' bezeichnen. Wir erkennen Formate, wenn wir sie sehen – mühelos und auf den ersten Blick unterscheiden wir Kochbücher von Reiseführern, Nachrichtensendungen von Gameshows, wissenschaftliche Texte von Kriminalliteratur. Das Formatieren von Medien markiert einen Wendepunkt in der Kultur- und Mediengeschichte: mediale Produkte werden massenhaft hergestellt – und zwar für eine potenziell große Nutzeranzahl. Genau das ist der Ausgangspunkt des Forschungsprojekts. Es geht um 'gemachte' Formate und darum, was Formate mit Ihren Nutzern 'machen', ferner darum, wie und warum sich mediale Formate im Laufe ihres Gebrauchs ändern. Aus dieser Ausgangssituation ergeben sich zwei Teilaspekte. Erstens: Was ist eigentlich Format und ab wann wird aus dem Begriff eine formatierende mediale Praxis? Zweitens: Wo entfaltet die Kategorie des medialen Formats ihre Stärken für die Medienwissenschaft?

Reisehandbuch
Von 2006 bis 2010 hat Susanne Müller eine Dissertationsschrift über Reisehandbücher angefertigt. Vornehmlich am Beispiel des Baedekers wird hier die Geschichte des Reisehandbuchs von den Anfängen in den 1830er Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs erzählt. Reisehandbücher, so die zugrundeliegende These, sind nicht nur populäre Medien und Gebrauchsliteratur, sondern in erster Linie Sehhilfen. Sie erleichtern das Auffinden von Sehenswürdigkeiten und sorgen dafür, dass der Reisende die 'richtigen' Dinge auch 'richtig' sieht. Die Welt, die durch ein Reisehandbuch betrachtet wird, ist eine andere Welt. Die Vorgehensweise der Forschungsarbeit ist medienkulturgeschichtlich; d.h. es geht nicht nur darum, die 'Daten- und Faktengeschichte' eines Mediums zu schreiben. Vielmehr werden die im Laufe der Geschichte konstatierten Veränderungen in einen breiten kulturellen Kontext gestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei vermeintlich einfache Fragen: Warum ist das Reisehandbuch am Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden? Wie erklärt sich sein ungebrochener Erfolg? Warum enthält es welche Sehenswürdigkeiten? Was 'macht' es mit den dargestellten Landschaften, Städten und Kulturen; und was geschieht dabei mit den Reiseerfahrungen der Leser? Ferner wendet sich das Buch dem gegenwärtigen Forschungsstand zum Reisehandbuch zu, abstrahiert die Methode einer Medienkulturgeschichtsschreibung ins Allgemeine und erzählt die Geschichte des Baedeker-Verlags.

Susanne Müller: Die Welt des Baedeker, Campus 2012.

Weiteres
Neben medientheoretische Aspekten und der Geschichte des Reisens liegen Susanne Müllers Hauptinteressen in der Mediengeschichte und Medienkultur des 19. und 20. Jahrhunderts. Ferner beschäftigt sie sich mit der Frage, wie ein sinnvoller wissenschaftlicher Umgang mit Populärkultur möglich ist.

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Publikationen und Vorträge

Bücher

Die Welt des Baedeker. Eine Medienkulturgeschichte des Reisehandbuchs 1830-1945. Frankfurt/M.; New York: Campus (2012).

1835 erschien mit der "Rheinreise" der erste Reiseführer im Baedeker-Verlag. Es folgten die Bände "Belgien", "Holland", "Schweiz", "Paris und Umgebung" - das Reisehandbuch, aber auch eine neue Art des Reisens und des Sehens war geboren. Denn die Welt, die durch ein Reisehandbuch betrachtet wird, ist eine andere. Reisehandbücher, so Susanne Müller, sind in erster Linie touristische Sehhilfen: Sie erleichtern das Auffinden von Sehenswürdigkeiten und sorgen dafür, dass der Reisende die "richtigen" Dinge auch "richtig" sieht.

Vornehmlich am Beispiel des populärsten europäischen Reiseführers erzählt Susanne Müller seine Geschichte von den Anfängen um 1830 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie ist eng verwoben mit der Aufklärung und dem Aufstieg des Bürgertums, der Entstehung von Dampfschifflinien, der Eisenbahn sowie der modernen Fotografie.

1945 endet die Darstellung, denn auch die "große Zeit" des Baedekers war vorbei. Der Mythos, er hätte den Deutschen bei den Bombenangriffen auf England als Zielhilfe gedient, ruinierte seinen Ruf. Ebenso hatte sich das klassische Zielpublikum gewandelt: Der moderne Massentourismus eroberte die Kontinente.

Informationen und Leseprobe (Campus-Verlag)  

 

Rezensionen/Interviews

Warum ist es am Rhein so schön? Rezension von Jürgen Kaube in der FAZ vom 4. Juli 2012

Buchvorstellung (Interview) im Hessischen Rundfunk vom 31. Juli 2012 (Podcast über Diapod.de)

Interview im Deutschlandradio vom 25. Juli 2012 (Podcast)

Anleitung zur Seh-Sucht. Rezension von Malte Thran in der Süddeutschen Zeitung vom 3. August 2012 (Kurzzusammenfassung bei Perlentaucher.de)

Ümit Yoker: Baedeker. Ein Reiseführer der ersten Stunde. In: NZZ vom 11. Dezember 2015, S. 65.

 

Aufsätze und Herausgeberschaften

Blindflug und Bombenkrieg: Das Buch als Zielgerät. In: Alexander Honold u.a. (Hg.): Kulturen (post)moderner Mobilität. Reisepraxis und Reiseliteratur 1914-2014. Berlin: Erich Schmidt (erscheint 2016).

Über den Blick auf das Bekannte: Touristisches Sehen und Reisemedien. In: Kornelia Hahn u.a.: webSITES & SIGHTSeeing - Tourismus in Medienkulturen. Wiesbaden: Springer VS (erscheint 2016).

Das Haus als Medium. Zur Medialität des Bauernhauses im Freilichtmuseum. In: Heiko Christians u.a. (Hg.): In da House ... Paderborn: Wilhelm Fink (erscheint 2016).

Erfahrungen im Zwischenraum. Wahrnehmung und Passage. In: Thomas Morsch: Der mobile Blick. Visuelle Medien und touristische Wahrnehmung. Wiesbaden: Springer VS (erscheint 2016).

Einloggen (Art.). In: Heiko Christians u.a. (Hg.): Historisches Wörterbuch des Mediengebrauchs, Teil 2. Weimar u.a.: Böhlau/UTB (erscheint 2017).

Die Großstadt abbilden. In: Antje Flade (Hg.): Stadt und Gesellschaft im Fokus aktueller Stadtforschung. Konzepte - Herausforderungen - Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS (2015), S. 259-289.

Formatieren (Art.). In: Heiko Christians u.a. (Hg.): Historisches Wörterbuch des Mediengebrauchs. Weimar u.a.: Böhlau/UTB (2015), S. 253-267.

Zur Medienkulturgeschichte des Reisehandbuchs. In: Der genormte Blick aufs Fremde – Reiseführer in und über Ostmitteleuropa. Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts, Bd. 28. Wiesbaden: Harrassowitz-Verlag (2011), S. 36-52.

Baedeker. Eine ›andere‹ Mediengeschichte. In: Verleger und Verlagshaus Baedeker in Koblenz. Zum 150. Todestag von Karl Baedeker, Schriften des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, Band 7. Koblenz: RLB (2010), S. 68-93.

Tausendmal lieber einen Reiseführer … als einen lyrischen Schwätzer und Anekdotenkrämer! In: Traditio et Innovatio. Forschungsmagazin der Universität Rostock. 15. Jg., Heft 1/2010, Rostock (2010), S. 10-11.

Zwischen den Kulturen. Reisehandbuch und Kulturkontakt. Eine Problemskizze. In: You Meet and You Talk. Treffendes aus dem Graduiertenkolleg Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs. Hrsg. v. Anne Blaudzun, Susanne Müller, Ronald Richardt, Andrea Zittlau. Rostock: GK Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs (2009), S. 24-28.

You Meet and You Talk. Treffendes aus dem Graduiertenkolleg Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs. Hrsg. zus. m. Anne Blaudzun, Ronald Richardt, Andrea Zittlau. Rostock: GK Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs (2009).

Das Reisehandbuch als Medium von Landschaft. In: Stadt – Land – Fluss. Medienlandschaften. Archiv für Mediengeschichte, Nr. 7. Weimar: Universitätsverlag (2007), S. 133-141.

Vorträge

Exotische Volkskultur. Das Bauernhaus als Ausstellungs- und Reisemedium, am 19. Dezember 2015. Wird an der Universität Rostock gehalten, im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Graduiertenkollegs 'Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs'.

Der Baedeker als neue Art des Reisens und des Sehens, am 13. Oktober 2015. Gehalten im Schloss Herrenhaus in Hannover, im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Forum für Zeitgeschehen' mit dem Schwerpunkt '... und dann ein bisschen baedekern - Zur Entwicklung von Reiseliteratur und Tourismus' der VolkswagenStiftung.

Touristisches Sehen und Reisemedien. Eine Geschichte des Blicks auf das Bekannte, 24. September 2014. Gehalten an der Universität Salzburg, im Rahmen der Tagung 'webSITES & SIGHTSeeing', ausgerichtet von der Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft der Universität Salzburg.

Panoptikum. Das perfekte Gefängnis, 16. August 2014. Vortrag und Lecture an der Universität Rostock, im Rahmen der Internationalen Sommerakademie (ISAR) mit dem Themenschwerpunkt 'Überwachung'. 

Grenzüberschreitung und Grenzverletzung. Der Baedeker als Reisehandbuch und Fachbuch zugleich, am 4. Juli 2013. Gehalten an der Universität Rostock, im Rahmen der Ringvorlesung 'Reisen – Wissen – Wissenschaft: Zirkulationen des Wissens' des Graduiertenkollegs 'Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs'.

Zwischen den Kulturen. Wie Reiseführer 'funktionieren', 25. August 2011. Vortrag und Lecture an der Universität Rostock, im Rahmen der Internationalen Sommerakademie (ISAR) mit dem Themenschwerpunkt 'Räume'. 

Mythos Baedeker. Ein Medium in den Medien, am 28. Mai 2011. Gehalten an der Universität Potsdam, im Rahmen der ›Langen Nacht der Wissenschaften‹.

Baedeker und die Medien. Eine Geschichtengeschichte, am 27. Januar 2011. Öffentlicher Vortrag mit anschließender Diskussion im Landesbibliothekszentrum Koblenz.

Eine Medienkulturgeschichte des Reisehandbuchs, am 24. Oktober 2008. Im Rahmen der Tagung ›Der genormte Blick aufs Fremde – Reiseführer in und über Ostmitteleuropa‹, vom 24. bis 26. Oktober 2008 in Lübeck. Ausgerichtet durch die Academia Baltica in Lübeck, das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt und die Universität Kiel. 

Eisenbahn – Diorama – Denkmal: Vom Bilden und Bildern des Reisens (zus. m. Dieter Mersch), am 10. Oktober 2007. Internationale Herbstakademie ›Visualisierung: Ekphrasis‹, vom 8. bis 11. Oktober 2007 in Potsdam. Ausgerichtet durch die Deutsche Gesellschaft für Semiotik, das Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam, den Studiengang Europäische Medienwissenschaft (Universität Potsdam, Fachhochschule Potsdam).

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Lehrveranstaltungen an der Universität Potsdam

SoSe 2016
Verkehrsgeschichte als Medienkulturgeschichte (Seminar)
Orte der Moderne (Seminar)

WiSe 2015
Medienkultur in der Weimarer Republik (Seminar)

SoSe 2015
Die Welt im Überblick. Geschichte und Gegenwart ethnographischer Ausstellungen (Seminar)

WiSe 2014
Medien des 19. Jahrhunderts (Seminar)

SoSe 2014
Science & Fiction (Seminar)

WiSe 2013
Fernsehen in Europa (Seminar)

SoSe 2012
Pastorama Futurama (Seminar)

WiSe 2011
Klassiker der Medientheorie (Seminar)

SoSe 2011
Kulturgeschichte der Rechenmaschine (Seminar)
Pastorama Futurama (Seminar)
Historische und systematische Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Seminar)

WiSe 2010
Orte der Moderne (Seminar)
Klassiker der Medientheorie (Seminar)

SoSe 2010
Reisen und Reiseliteratur nach 1800 (Seminar)
Medien des 19. Jahrhunderts (Seminar)

WiSe 2007
Einführung in die Medienkulturwissenschaft (Übung zur Vorlesung)
Medienkultur in der Weimarer Republik (Seminar)

SoSe 2007
Textmaschinen – Maschinentext (Seminar)

WiSe 2006
Medien des 19. Jahrhunderts (Seminar)

SoSe 2006
Geschichte des Reisehandbuchs (Seminar)

WiSe 2005
Techniken des Studierens (Übung)
Einführung in die Medienkulturwissenschaft (Übung zur Vorlesung)

WiSe 2004
Techniken des Studierens (Übung

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M.A. Kai Knörr

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Vita

seit 2010
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Medienkulturgeschichte/Studiengang Europäische Medienwissenschaft

2009-2010
Wissenschaftliche Hilfskraft im Arbeitsbereich Medienkulturgeschichte/Studiengang Europäische Medienwissenschaft.

1999-2009
Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Medienwissenschaft (Magister) an der Universität Potsdam und der Freien Universität Berlin.

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Forschungsschwerpunkte

Dissertationsprojekt

Funken – eine Medienkulturgeschichte.

mehr unter 'Promotionen/Habilitationen'

Forschungsprojekt

Das Lebenswerk Wolf Schmidts (1913-1977). Zur Frühgeschichte der seriellen Rundfunk- und Fernsehunterhaltung in der Bundesrepublik Deutschland (AT).

Wolf Schmidt (1913-1977) war einer der produktivsten Autoren von Unterhaltungsserien im westdeutschen Hörfunk der 50er und Fernsehen der 60er Jahre. Der bekannteste Teil seines Werks ist die Familie Hesselbach, die als Urform deutscher soap operas bezeichnet wird und ihren Platz v.a. in der bundesdeutschen Fernsehgeschichte, aber auch im kollektiven Gedächtnis der Generation der Nachkriegshörer und ?zuschauer eingenommen hat. Die Untersuchung zielt sowohl auf die Dimensionen der literarischen Leistung Schmidts als auch seine Vielseitigkeit als Medienhandwerker ab. Laut Hörspieldokumentation des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA) hat Wolf Schmidt bis Mitte der 1950er Jahre 181 Hörspielmanuskripte und Literaturbearbeitungen verfasst. Schmidts beachtliche Produktivität äußert sich allein am Beispiel der Hesselbach-Serien in 77 Hörfunksendungen beim Hessischen Rundfunk, Parallelserien mit jeweils ca. 50 Folgen beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart, NWDR Köln und der SRG in der Schweiz. Zwischen 1954 und 1957 produzierte er auf eigenes Risiko und abseits der branchenüblichen Produktionsstrukturen fünf Kinofilme, vier davon bilden eine Hesselbach-Filmserie. Ab 1960 erfolgte der Wechsel zum ARD-Fernsehen, zwischen 1960 und 1967 wurden 51 Folgen der Hesselbachs gesendet. Diese umfangreiche, z.T. synchrone Bespielung unterschiedlicher medialer Formate und Plattformen mit demselben "Material" macht Schmidts Lebenswerk für medienkulturgeschichtliche Forschung interessant.

Weiteres

Hörfunk- und Fernsehgeschichte, Geschichte des deutschsprachigen Radiofeatures, Geschichte des Neuen Deutschen Films, Medienkulturgeschichte der 50er jahre.

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Publikationen

Aufsätze

'funken' (Art.). In: Heiko Christians u.a. (Hrsg.): Historisches Wörterbuch des Mediengebrauchs. Weimar u.a.: Böhlau/UTB (erscheint 2013).

Sie nahmen die Parallelstrasse - Das Oberhausener Manifest als Endpunkt; In: Ralph Eue/Lars Henrik Gass (Hrsg.): Provokation der Wirklichkeit - Das Oberhausener Manifest und die Folgen, Edition text + kritik (erscheint 2012).

Die Gesellschaft für Bildende Filme (GBF), Booklet-Text zu: DIE PARALLELSTRASSE (D 1959-62), R: Ferdinand Khittl, B: Bodo Blüthner, K: Ronald Martini; Edition Filmmuseum 47, Hrsg: Filmmuseum München und Goethe-Institut, 2010.

 

Vorträge

Über-Reden. Horst Krüger und der Faktor der Musikalität im Radiofeature; Rendsburger Symposien für akustische Medien, Sektion Feature, 08.-11.09.2011 (Beitrag erscheint 2013)

Bürokratie als Umwelt des Radios - Beispiel Feature; Vortrag während des Seminars "Autoritäres und Bürokratie im Fokus von
Literatur und  Medien", Politische Bildungsstätte Helmstedt/Arbeitskreis Belarusisch-Deutsche Begegnungen e.V., 5.8.2012

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Lehrveranstaltungen an der Universität Potsdam

WiSe 2014
"Seitenspiel" - Printmagazin der EMW (Projekt)
Mediengeschichte des Kabels (Seminar)

SoSe 2014
Im Funkhaus. Ansichten eines Sehnsuchtsorts (Seminar)

WiSe 2013
Hör-Gerät. Mediengeschichte(n) des mobilen Hörens (Seminar)

SoSe 2013
"Achtung, Achtung!" Zur Geschichte und Theorie des Rundfunks in Europa (Seminar)

WiSe 2012
"Feature" - Das Dokumentarische in Radio und Film (Seminar, gemeinsam mit Michael Lissek)

SoSe 2012
Strahlen und Funken. Zu ihrer Ideen- und Mediengeschichte zwischen Mesmerismus und Super-GAU (Seminar)

WiSe 2011
Wolf Schmidt, Medienhandwerker. Strategien von Serialität in Radio, Film, Fernsehen (Seminar)

SoSe 2011
Akustische Szenarien (Seminar)
Ästhetik der Störung (Seminar)

WiSe 2010
Radio im Film (Seminar)

SoSe 2010
Das "permanente Programm": Formen serieller 'Unterhaltung' in Radio und Fernsehen 1950-1970 (Seminar)
"Verehrte An- und Abwesende!" - Zur Geschichte und Theorie des Hörfunks (Seminar)

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Sekretariat Prof. Dr. Heiko Christians

Professur für Medienkulturgeschichte

 

Haus 1, Raum 116
Bürozeiten: Mo bis Mi 10.30-17.30 Uhr

 

Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: 0331 - 977 4183

 

E-Mail: medienkulturgeschichte@uni-potsdam.de

 

Bitte benutzen Sie außerhalb der Bürozeiten den Briefkasten in Haus 1 (Foyer, 1. Etage).

Universität Potsdam, Philosophische Fakultät, Professur für Medienkulturgeschichte