uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Dr. Frank Schlöffel

Jahrgang 1982. Verleger.

Wann haben Sie in Potsdam studiert?

2003–2009, Promotion 2017

In welchem Studiengang bzw. welcher Fächerkombination haben Sie Jüdische Studien studiert?

Magister, Jüdischen Studien (HF), Religionswissenschaft (NF), Soziologie (NF), Promotion an der Philosophischen Fakultät im Fachbereich Jüdische Studien

In welchem Zusammenhang steht das Studium der Jüdischen Studien mit Ihrer jetzigen Tätigkeit? Welche im Studium vermittelten Inhalte und Methoden sind Ihnen für Ihre jetzige Tätigkeit von Nutzen?

Zusammen mit Matthias Naumann habe ich 2011 den Neofelis Verlag gegründet, der ein breites thematisches Spektrum von Titeln innerhalb der Geistes- und Kulturwissenschaften publiziert. Seit Beginn der Verlagstätigkeit bildet der Bereich Jüdische Studien/Israelstudien einen Themenschwerpunkt. Unter anderem erscheinen hier die Reihe „Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne“, die von einem meiner Promotionsbetreuer, Joachim Schlör, herausgegeben wird, und das neue Magazin Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart, herausgegeben von Micha Brumlik, Marina Chernivsky, Max Czollek, Hannah Peaceman, Anna Schapiro und Lea Wohl von Haselberg. 

In meinem Studium wurden mir nicht nur wesentliche Inhalte der Jüdischen Studien vermittelt, ich habe auch gelernt, wie ich an und mit wissenschaftlichen Texten arbeiten kann. Seminare in den Jüdischen Studien mit 10 Teilnehmer_innen, Vorlesungen mit 30 keine Seltenheit – eine wunderbare Atmosphäre, um zu lernen. Beides, das vermittelte Wissen in den Jüdischen Studien und die wissenschaftliche Textarbeit, hilft mir heute, Bücher des Fachs, aber auch anderer Fachbereiche kritisch zu lesen und formal, sprachlich und inhaltlich zu lektorieren. Zudem hat das Magisterstudium einen hohen Grad an Selbstorganisation gefordert – eine Facette, die beim Einstieg in einen freien Beruf von großem Vorteil ist. 

Wie verlief der Übergang von Studium und Beruf?

Ich hatte das große Glück, zunächst ein Promotionsstipendium zu erhalten, was mir nicht nur die Möglichkeit gab, relativ frei von Sachzwängen zu forschen, sondern auch jene, mich beruflich über einen längeren Zeitraum zu orientieren. Der tatsächliche Einstieg ins Verlegerdasein brachte freilich einige Herausforderungen mit sich. Neben der Arbeit mit Texten gehören zu meiner Tätigkeit auch viele Bereiche, in die ich mich erst einarbeiten musste: Wie gründet man überhaupt ein Unternehmen? Wie werden Bücher produziert? Wie funktioniert der Buchmarkt in Deutschland und darüber hinaus? usw. usf. Fragen also, auf die mich mein Studium nicht vorbereiten konnte.

Weitere Informationen und Kontakt

Für weitere Informationen besucht die Website des Neofelis Verlags neofelis-verlag.de oder schreibt  eine E-Mail an schloeffel@neofelis-verlag.nomorespam.de