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Carolin von der Heiden

Jahrgang 1989. Masterstudentin in „Holocaust Communication“ am Tourocollege Berlin und freiberufliche pädagogische Mitarbeiterin in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen, der Neuen Synagoge Berlin und anderen Bildungsprojekten.

Wann haben Sie in Potsdam studiert?

Ich habe im Wintersemester 2011/2012 in Potsdam angefangen und im Sommersemester 2016 den Bachelor of Arts abgeschlossen.

In welchem Studiengang bzw. welcher Fächerkombination haben Sie Jüdische Studien studiert?

Ich habe die Fächerkombination Religionswissenschaft im Haupt- und Jüdische Studien im Nebenfach gewählt.

In welchem Zusammenhang steht das Studium der Jüdischen Studien mit Ihrer jetzigen Tätigkeit? Welche im Studium vermittelten Inhalte und Methoden sind Ihnen für Ihre jetzige Tätigkeit von Nutzen?

Ich profitiere in meiner Arbeit mit Schülerinnen und Schülern von meinem erweiterten Wissen vor allem über die Geschichte aber auch die Philosophie, Literatur und Kulturen der Religionen und ihr Verhältnis zu- und miteinander. Mit besonderem Fokus auf das Judentum habe ich mit den Jüdischen Studien genau die richtige Wahl für ein passendes Nebenfach gefunden und schätze die Forschung und Lehre der Universität Potsdam für das Fach sehr. Bibelhebräisch zu lernen stellte für mich in den ersten zwei Semestern eine der größten Herausforderungen dar. Heute bin ich sehr froh über die erlernte Fähigkeit kleine religiöse Inschriften, Grabsteintexte oder Handschriften lesen und übersetzen zu können. An der wissenschaftlichen Ausbildung habe ich die interdisziplinäre Arbeitsweise der Fakultät sehr geschätzt und konnte mich so zum Ende des Studiums auf historische Arbeit spezialisieren, die ich jetzt im Masterstudium weiterverfolge.

Wie verlief der Übergang von Studium und Beruf?

Da ich mich schon während des Studiums für pädagogische außerschulische  Bildungsarbeit begeistern konnte, habe ich früh angefangen mir über studentische Mitarbeit an relevanten Institutionen, freiwillige Praktika und Ehrenamt ein Netzwerk aufzubauen. Daraus entstanden schnell die ersten Honorartätigkeiten und dann regelmäßige freie Mitarbeit in Gedenkstätten und Museen, Projektwochen oder auf Bildungsfahrten.

Bitte beschreiben Sie eine besonders eindrückliche Erinnerung/Anekdote aus der Zeit Ihres Studiums in Potsdam.

Am liebsten erinnere ich mich an die Israelexkursion im Sommer 2012 zurück. Diese Reise hat mich nachträglich sehr beeindruckt denn wir hatten die Möglichkeit mit außergewöhnlichen Menschen und Projekten in Kontakt zu kommen, in Kibbuzen und Klöstern zu übernachten und so das ganze Land auch jenseits der touristischen Attraktionen kennen zu lernen. Baden im Toten Meer, eine Wanderung auf der Masadafestung und frisch gepresster Granatapfelsaft gehörten natürlich auch zu den Highlights der Reise.