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Zweitstudium

Als Zweitstudienbewerber gilt, wer bereits ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss eines Studiums an einer deutschen Hochschule besitzt. Für die Bewertung des Zweitstudienantrages zur Aufnahme eines Studiengangs mit örtlicher Zugangsbeschränkung (NC UP) werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des Landes Brandenburg zu Grunde gelegt. Für Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung (kein NC) gelten die Internetseiten zur Immatrikulation.

Wichtiger Hinweis: Die besonderen Regelungen für Zweitstudienbewerber im Zulassungsverfahren gelten nur für Bewerbungen in grundständigen Studiengängen (Bachelor & Erste juristische Prüfung) zum 1. Fachsemester. Im Zulassungsverfahren für Masterstudiengänge ist keine besondere Quote für Zweitstudienbewerber vorgesehen. Eine Antragstellung für diese Bewerbergruppe ist daher nicht möglich.

Ausführliche Informationen zum Zweitstudium

Die Universität Potsdam hält 3 % der Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studienfächern für Bewerber um ein Zweitstudium im 1. Fachsemester bereit. Als Zweitstudienbewerber zählt nur, wer bereits ein Studium an einer deutschen Hochschule abgeschlossen hat und sich für einen zulassungsbeschränkten Studiengang im 1. Fachsemester bewerben möchte. Hochschulen sind z. B. Universitäten, Gesamthochschulen, Pädagogische Hochschulen, Musikhochschulen, Kunsthochschulen, Sporthochschulen, Bundeswehrhochschulen, kirchliche Hochschulen, Fachhochschulen einschl. der Fachhochschulen für die öffentliche Verwaltung. Vorgängereinrichtungen der Fachhochschulen – z. B. Höhere Fachschulen und Ingenieurschulen – zählen nicht dazu.

Ein Studium ist abgeschlossen, wenn die vorgeschriebene staatliche Abschlussprüfung (Staatsexamen) oder akademische Abschlussprüfung (z. B. Diplom-, Magister-, Bachelor- oder Masterprüfung) erfolgreich abgelegt worden ist und durch Zeugnis sowie Urkunde belegt werden kann. Bitte beachten Sie: Bei Rechtswissenschaft und beim Lehramt – nur Staatsexamen! – gilt das Studium mit dem Bestehen der Ersten Staatsprüfung als abgeschlossen; ein Pharmaziestudium gilt im Hinblick auf die Zweitstudienregelung mit dem Bestehen des zweiten Teils der pharmazeutischen Prüfung als abgeschlossen. Wann im Übrigen eine Abschlussprüfung als abgelegt anzusehen ist, erfragen Sie bitte bei der Stelle, die die Prüfung abnimmt.

Übersteigt in einem Studiengang die Zahl der Zweitstudienbewerber die Zahl der für diese bereitgehaltenen Studienplätze, erfolgt eine Auswahl entsprechend der Einstufung der Bewerber auf der Rangliste der Zweitstudienbewerber.

Bei gleichen oder artverwandten Studienfächern ist es zwingend erforderlich, mit dem entsprechenden Prüfungsausschuss in Kontakt zu treten. Es ist zu klären, ob eine Anerkennung vorheriger Studienleistungen (Einstufungsbescheid) vorgenommen werden kann und somit eine Bewerbung/Immatrikulation zum höheren Fachsemester erfolgen muss.

Auswahl der Zweitstudienbewerber

Die Studienplätze für Zweitstudienbewerber werden nach den Kriterien "Prüfungsergebnis des Erststudiums" und "Gründe für das Zweitstudium" vergeben. Für beide Kriterien werden Punkte vergeben.

1. Prüfungsergebnis des Erststudiums

Punkte für das Prüfungsergebnis

  • Noten ausgezeichnet und sehr gut (4 Punkte)
  • Noten gut und voll befriedigend (3 Punkte)
  • Note befriedigend (2 Punkte)
  • Note ausreichend (1 Punkt)
  • Note nicht nachgewiesen (1 Punkt)

2. Gründe für das Zweitstudium

Das Zweitstudienvorhaben eines Bewerbers, der nach einer Familienphase die Wiedereingliederung oder den Neueinstieg in das Berufsleben anstrebt, kann durch Gewährung eines Zuschlages von bis zu 2 Punkten bei der Messzahlbildung berücksichtigt werden. Die Erhöhung kommt dann in Betracht, wenn ein Bewerber aus familiären Gründen (z. B. Ehe, Kindererziehung) die frühere Berufstätigkeit aufgegeben oder aus Rücksicht auf familiäre Belange nach Abschluss seines Erststudiums auf die Aufnahme einer adäquaten Berufstätigkeit verzichtet werden musste.

Eine Kumulation von mehreren Gründen findet nicht statt; es wird jeweils die günstigste Fallgruppe zugrunde gelegt. Der Punktzuschlag für Bewerber, die aus familiären Gründen bisher ihren Zweitstudienwunsch zurückgestellt haben, ist davon unabhängig; er wird zusätzlich gewährt.

Fallgruppe 1 - zwingende berufliche Gründe - (9 Punkte)
Der Bewerber strebt einen Beruf an, der nur aufgrund zweier abgeschlossener Studiengänge ausgeübt werden kann. Das weitere Studium soll den Bewerber in die Lage versetzen, einen Beruf aufzunehmen, der zwingend den erfolgreichen Abschluss von zwei Studiengängen erfordert. Hierunter fallen die Berufe Schulpsychologe (Lehramt und Diplom-Psychologie) und Ordensgeistliche, die nach einem Theologiestudium ein Lehramtsstudium für eine Tätigkeit an Ordensschulen absolvieren wollen.

Fallgruppe 2 - wissenschaftliche Gründe - (7 bis 11 Punkte)
Der Bewerber strebt im Hinblick auf eine spätere Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung auf der Grundlage der bisherigen wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit eine weitere wissenschaftliche Qualifikation in einem anderen Studiengang an.

Bewerber der Fallgruppe 2 erhalten

  • 7 Punkte, wenn die wissenschaftlichen Gründe gewichtig und durch den wissenschaftlichen Werdegang des Bewerbers belegt sind;
  • 9 Punkte, wenn die wissenschaftlichen Gründe von besonderem Gewicht und durch die bisherigen Leistungen des Bewerbers belegt sind;
  • 11 Punkte, wenn die Gründe von überragender wissenschaftlicher Bedeutung, durch hervorragende Leistungen des Bewerbers belegt und von besonderem allgemeinen Interesse sind.

Fallgruppe 3 - besondere berufliche Gründe - (7 Punkte)
Die berufliche Situation des Bewerbers wird dadurch erheblich verbessert, dass der Abschluss des Zweitstudiums das Erststudium sinnvoll ergänzt. Zwischen den Inhalten des abgeschlossenen Erststudiums und des angestrebten Zweitstudiums muss ein sachlicher Zusammenhang hergestellt werden können.

Wird durch die Aufnahme des Zweitstudiums lediglich ein Berufswechsel angestrebt, können besondere berufliche Gründe nicht bejaht werden.

Fallgruppe 4 - sonstige berufliche Gründe - (4 Punkte)
Obwohl das weitere Studium keine sinnvolle Ergänzung zum Erststudium darstellt, wird die berufliche Situation durch das Zweitstudium aus sonstigen Gründen erheblich verbessert. Eine genaue, individuelle Darlegung ist erforderlich.

Fallgruppe 5 - keine der vorgenannten Gründe - (1 Punkt)

3. Messzahl und Rangliste

Die Punkte für Ihr erstes Examen und für Ihre Begründung werden zu einer Messzahl addiert. Die Messzahl ist maßgeblich für Ihre Einstufung auf der Rangliste der Zweitstudienbewerber. Bewerber mit einer größeren Messzahl gehen denen mit einer kleineren Messzahl vor.

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Dezernat für Studienangelegenheiten
Am Neuen Palais 10, Haus 8
14469 Potsdam
Fax: +49 331 977-1065

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Letzte Aktualisierung: 11.03.2014Autor: Anke Pranke