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Spitzensportförderung vor Neuausrichtung – Prof. Urs Granacher stellt erste Ergebnisse der PotAS-Kommission im Bundestag vor

Der Vorsitzende der Kommission für Potenzialanalyse (PotAS), Prof. Dr. Urs Granacher von der Universität Potsdam, präsentiert am 26. September erste Ergebnisse im Sportausschuss des Deutschen Bundestages. Zunächst hatte die Kommission die Wintersportdisziplinen unter die Lupe genommen – und zwar verbandsspezifisch, also zum Beispiel für Eiskunstlaufen, Ski Freestyle oder Biathlon. Granacher und seine Kollegen bewerteten die eingereichten Unterlagen der Verbände und teilten mithilfe eines Berechnungsmodells die 36 Disziplinen in drei Cluster ein. Daran anknüpfend sollen die Rahmenbedingungen der Sportförderung so verbessert werden, dass sportliche Erfolge bei internationalen Großereignissen wie den Olympischen Spielen wahrscheinlicher werden.

„Wir haben zum ersten Mal objektive Daten, um Stärken und Schwächen der Wintersportverbände und deren Disziplinen zu identifizieren“, bilanziert der PotAS-Vorsitzende Urs Granacher. Insofern habe das bei seiner Einführung stark kritisierte Berechnungssystem funktioniert, so der Trainings- und Bewegungswissenschaftler.  Insgesamt bewertet die Kommission die Evaluation der Wintersportverbände positiv: „Die Ergebnisse stimmen im Hinblick auf die nächsten Olympischen Spiele grundsätzlich optimistisch“, heißt es in der Bilanz. Unter Berücksichtigung der Stärken- und Schwächenprofile können Handlungsempfehlungen abgeleitet und die Rahmenbedingungen der Verbände verbessert werden.
Als Fazit stellt der PotAS-Bericht heraus, dass der Bob- und Schlittenverband sowie der Skiverband am besten abschneiden – beide waren auch bei Olympia in Pyeongchang sehr erfolgreich. Dagegen hätten der Curling-Verband sowie die Eislauf-Union am meisten aufzuholen. Hier zeige sich deutlich, wie auch in der internationalen SPLiSS-Studie, dass ein Zusammenhang zwischen Potenzialen, Strukturen und sportlichen Erfolgen bestehe.
Künftig sollen die PotAS-Ergebnisse in der Sportförderung berücksichtigt werden. Wie allerdings das Geld aus dem etwa 190 Millionen Euro umfassenden Etat des Bundesinnenministeriums künftig verteilt wird, steht noch nicht fest. „Für den Haushalt 2019/20 wird sich da noch nicht viel ändern“, betonte Staatssekretär Markus Kerber im August. Als nächstes werden die Potenziale der 32 Sommersportverbände und ihrer 115 Disziplinen bewertet.
Aufgabe der PotAS-Kommission ist es, die Bundessportfachverbände systematisch in den Kategorien Erfolge, Leistungspotenziale und Strukturen zu untersuchen. Hierfür entwickelte die Kommission in Abstimmung mit Vertretern des organisierten Sports und seiner Einrichtungen ein sogenanntes Attributesystem (PotAS-System), das aus 16 Hauptattributen, 53 Unterattributen und 151 Fragen besteht. Urs Granacher, der an der Universität Potsdam die Professur für Trainings- und Bewegungswissenschaft inne hat, leitet die PotAS-Kommission seit einem Jahr. Das fünfköpfige Expertengremium ist Teil der Spitzensportreform vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesinnenministerium (BMI), mit deren Hilfe der deutsche Leistungssport und die Spitzensportförderung neu strukturiert werden sollen. Die Ergebnisse der PotAS-Kommission dienen künftig als Grundlage für die Strukturgespräche und die Förderkommission.

Kontakt: Prof. Dr. Urs Granacher, Trainings- und Bewegungswissenschaft
Telefon: 0331 977-1543
E-Mail: urs.granacher@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: https://www.potas.de/startseite/ergebnisse/Bewertungsergebnisse.html

Medieninformation 25-09-2018 / Nr. 144
Silke Engel

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Online gestellt: Katharina Zimmer
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de