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Karte Land Brandenburg

In den heutigen Grenzen Brandenburgs gab es bis in die 1930er-Jahre in mehr als 50 Städten und Gemeinden Synagogen, die von jüdischem Leben zeugten. Fanden seit dem frühen Mittelalter jüdische Gottesdienste meist in Privathäusern statt, entstanden seit Anfang des 19. Jahrhunderts stattliche Bauten im Stil der Epoche.

Manche Synagogen wurden durch Abwanderung bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgegeben. Andernorts wuchs die Gemeindezahl und mit ihr die Versammlungsstätte für Gottesdienst; Feierllichkeiten, Lehre und Studium. Die Mehrzahl der Synagogen wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesteckt oder, sofern sie unmittelbar an Nachbarhäuser grenzten, derart zerstört, dass sie ihrer Funktion als Versammlungs-, Lern- und Gebetsstätte beraubt waren und fortan nicht weiter genutzt werden konnte. Dies war seit 1933 ein weiterer Schritt zur systematischen Verfemung und Vertreibung der Juden sowie zur Zerstörung von Zeugnissen jüdischer Kultur und Religion - nicht allein in Brandenburg.

Nach der Teilung Deutschlands 1945 tat die politische Führung der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bzw. späteren DDR ein Übriges, die ehemaligen Stätten jüdischen Gemeindelebens der Vergessenheit anheimzugeben und damit einer kollektiven Erinnerung zu entziehen. Nur langsam und längst nicht an allen Orten wurde des einstigen jüdischen Lebens erinnert. Bis heute sind in manchen Orten jene Spuren fast vollständig verwischt, an anderen hingegen wieder sichtbar gemacht.


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