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Wittstock

Bereits 1965 wurde in Below, nahe Wittstock, ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Todesmärsche aufgestellt. Diese Märsche führten im Frühjahr 1945 zahlreiche Gefangene aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern heraus. Tausende Häftlinge, unter ihnen zahlreiche jüdische Gefangene, starben aufgrund von Überanstrengung, Entkräftung und Misshandlungen durch die SS. In der DDR fanden landesweit jährliche Aktivitäten zur Erinnerung an diese Märsche statt. In Below wurde am 20. April 1975, dem 30. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, eine Mahnmalsanlage mit Stele, Fahnenplatz und Kundgebungsplatz eingeweiht. Neben dem roten Winkel, dem Emblem der politischen Häftlinge der nationalsozialistischen Konzentrationslager, steht geschrieben:

"In diesem Wald lagerten im April 1945 Tausende Häftlinge der KZ Sachsenhausen und Ravensbrück. Hunderte wurden hier von den Faschisten ermordet. Menschen seid wachsam."

Seit 1981 gibt es in Below ein Museum über den Todesmarsch. Nachdem das Museum 2002 durch einen neonazistischen Brandanschlag stark zerstört wurde, weihte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 2010 die neue Open–Air–Ausstellung sowie eine pädagogische Projektwerkstatt im Museumsgebäude ein. Bis heute finden im Belower Wald regelmäßige Gedenkveranstaltungen statt.

Universität Potsdam