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Treuenbrietzen

Treuenbrietzen
Der als „Judentempel“ bezeichnete Ort lag vor der Stadtmauer, wo sich heutzutage der Stadtpark entlang des Flusses Nieplitz erstreckt und sich auch der 1944 eingeebnete Jüdische Friedhof befindet, auf dem ein Gedenkstein an das jüdische Leben in Treuenbrietzen erinnert.
Foto M. Rochelt

Ein Judentempel ohne Synagoge

Wenige Jahre nach der Erteilung eines Schutzprivilegs für Juden im grenznahen Jüterbog erhielt der Bürgermeister Hans Kaiser 1356 von Markgraf Ludwig der Römer das Recht, in Treuenbrietzen Juden anzusiedeln. Doch erst seit dem 18. Jahrhundert lässt sich eine kleine Anzahl von jüdischen Einwohnern nachweisen, die weitgehend in der Bevölkerung geachtet waren. Ob sich eine Synagoge in Treuenbrietzen befand, ist unklar, doch gibt es für das Jahr 1720 einen Hinweis auf einen solchen Bau. Der Überlieferung nach existierte an der südlichen Stadtmauer eine Stelle nahe dem jüdischen Friedhof, die die Treuenbrietzener einst als "Judentempel" bezeichneten.

Ein bedeutender jüdischer Sohn der Stadt ist Aaron Isaak (1730–1816), der die erste jüdische Gemeinde in Schweden begründete und zum Hof– und Militärlieferanten aufstieg. Über seine Erlebnisse in Kindheit und Jugend in Treuenbrietzen und seinen beruflichen Werdegang berichtete er als alter Mann sehr anschaulich und ausführlich in seinen autobiografischen "Lebenserinnerungen".

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