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Rathenow

Rathenow
Nach 1938 wurde das Gebäude zunächst als Kindergarten, später als Hort genutzt. Heute ist es wieder ein Wohnhaus. Außen ist die DDR-Gedenktafel von 1988 angebracht.
Foto HBPG

Vom Wohnhaus zur Synagoge zum Wohnhaus

Zur Zeit des Emanzipationsediktes lebten in Rathenow 24 jüdische Familien, 1847 jedoch nur noch sechs, sodass die Gemeinde formell der Jüdischen Gemeinde in Friesack zugeordnet wurde. Dennoch hielten beide Gemeinden weiterhin den Gottesdienst in ihren eigenen Beträumen ab. Mit der industriellen Entwicklung nahm allerdings Rathenow im Vergleich zu Friesack an Größe und Bedeutung zu. 1892 wurde der Sitz der Synagogengemeinde – im Gegensatz zur ursprünglichen Planung – in die Havelstadt verlegt. Hier stieg die Zahl der Gemeindemitglieder bis 1926 auf 112 an. Somit folgte der Entschluss, ein Wohnhaus zu erwerben und zur Synagoge umzubauen. Die Synagoge wurde am Morgen des 10. November 1938 geschändet. Auf eine Inbrandsetzung des Hauses wurde aufgrund des im Dachgeschoss wohnenden nichtjüdischen Hausmeisters verzichtet. Die Gemeinde musste das Haus jedoch wenige Tage später unter Zwang an die Stadt Rathenow verkaufen.

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