HBPG Potsdam MMZ Potsdam Altlandsberg Angermünde Bad Freienwalde Bad Wilsnack Beelitz Beeskow Bernau Brandenburg/Havel Calau Cottbus Eberswalde Forst Frankfurt/Oder Friedland Friesack Fürstenberg/Havel Fürstenwalde/Spree Gartz Groß Neuendorf Guben/Gubin Kremmen Kyritz Lehnitz Lindow/Mark Lübben Luckenwalde Mittenwalde Müncheberg Nauen Neuruppin Oderberg Oranienburg Pereleberg Potsdam Prenzlau Rathenow Schwedt/Oder Seelow Storkow Strausberg Templin Treuenbrietzen Wittstock/Dosse Wriezen Wusterhausen/Dosse Zehdenick Perleberg Templin Oranienburg Eberswalde Brandenburg Potsdam Luckenwalde Calau Frankfurt/Oder Wriezen Wittstock Bad Wilsnack Brandenburg/Havel Nauen Falkensee Lehnitz Prenzlau Oderberg Schwedt/Oder Eberswalde Bad Freienwalde Wriezen Strausberg Potsdam Beelitz Luckenwalde Neuendorf im Sande Lübben Fürstenwalde Frankfurt/Oder Eisenhüttenstadt Guben Tröbitz Calau Cottbus Synagogen in Brandenburg
Logo

Potsdam

Potsdam
Seit dem 9. November 1979 erinnert eine Gedenktafel an den früheren Standort und die Schändung der Synagoge.
Foto HBPG

"An diesem Ort will ich Frieden geben"

Ab 1748 feierte die kleine Jüdische Gemeinde ihren Gottesdienst in privaten Räumen in der Ebräerstraße. Unter Rabbiner Jechiel Michel baute die Gemeinde 1767 ihre Synagoge an zentraler Stelle an der Plantage Nr. 1 (heute: Platz der Einheit Nr. 1). An das erworbene Wohnhaus des Juden Moses Liepmann wurde der Synagogenraum angefügt. Friedrich der Große soll hierfür die Kosten übernommen haben. Im Dezember 1767 wurde die Synagoge im Beisein von Repräsentanten des Königshauses eingeweiht. 1802 baute die Gemeinde das auf sumpfigem Grund errichtete Gebäude um. Auch hierfür sollen königliche Gelder geflossen sein. Über dem Aron Kodesch prangten seither der preußische Adler und die Initialen des Königs. Am 17. Juni 1903 weihte die Gemeinde am selben Ort neben der 1900 neu erbauten Hauptpost eine neue Synagoge mit über 300 Plätzen ein. Das Gotteshaus sollte ein Ort des Friedens sein (Haggai 2.9), so predigte es Rabbiner Dr. Robert Kaelter anlässlich der Einweihung. In der Pogromnacht wurde die Synagoge geschändet und die Inneneinrichtung zerschlagen. 1939 musste die Gemeinde das Grundstück samt danebenliegendem Gemeindehaus an die Deutsche Reichspost verkaufen. Nach der Zerstösrung durch den Bombenangriff vom 14. April 1945 wurde die Ruine 1955 abgerissen.

Universität Potsdam