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Neuendorf im Sande

Im Gut Neuendorf gab es von 1940 bis 1943 ein Umschulungslager für deutsche Juden, die sich auf die Auswanderung nach Palästina vorbereiten wollten. Die jüdische Lehrerin Clara Grunwald betreute dieses Hachschara–Lager, das von der Reichsverwaltung der Juden in Deutschland betreut wurde. Im Gedenkjahr 1988 wurde an der Seitenwand des Gutshauses eine Gedenktafel angebracht, die nicht nur an das Schicksal Clara Grunwalds erinnert, sondern jeden Besucher über die Geschichte des Ortes informiert:

"In diesem Gutsbereich Neuendorf existierte von 1940–1943 ein landwirtschaftliches Umschulungslager für Juden. Damit sollte für diese leidgeprüften Menschen die Emigration aus der faschistischen Schreckensherrschaft erleichtert werden. Tatsächlich aber erfolgten auch von hier ab Januar 1942 nach dem Beschluß der Faschisten zur "Endlösung der Judenfrage" die Deportationen in die Vernichtungslager. Mit dem letzten Transport aus dem Gut Neuendorf im April 1943 wurde auch eine Gruppe von Kindern mit der jüdischen Lehrerin Clara Grunwald zur Vernichtung in die Gaskammern nach Auschwitz deportiert. In ehrendem Gedenken! 9. November 1988, 50. Jahrestag der faschistischen Pogromnacht"

Universität Potsdam