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Mittenwalde

Mittenwalde
Die ehemalige Synagoge scheint eines der ersten zweistöckigen Gebäude Mittenwaldes gewesen zu sein.

Ringen um Selbstauflösung

1356 durfte die Stadt Mittenwalde vier Juden das Privileg erteilen, sich innerhalb der Stadtmauern niederzulassen und dort Handel zu treiben. Anfänglich siedelten die jüdischen Familien nahe dem südlichen Stadttor. Später wurde die Katharinenstraße zum Siedlungszentrum der Juden, wo überwiegend abgegrenzt von der "deutschen" Bevölkerung auch die Wenden/Sorben lebten und sich etwa seit 1750 im Fachwerkhaus Nr. 33 ein Betraum für die kleine jüdische Gemeinde befand. Nach dem großen Stadtbrand von 1827 wurde die Synagoge 1830 aufgegeben und das Gebäude verkauft, da viele Juden abwanderten. Um 1900 hatte die Synagogengemeinde, zu der auch Juden aus den Nachbarortschaften zählten, nur noch wenige Mitglieder. Den gesetzlichen Anforderungen, Wahlen des Gemeindevorstands und der Repräsentanten durchzuführen, konnte kaum mehr entsprochen werden. Daher bemühten sich die Mitglieder jahrelang vergeblich beim zuständigen Regierungspräsidenten in Berlin, die Selbstauflösung der Synagogengemeinde Mittenwalde zu erwirken. Erst 1911 wurde ihrem Antrag stattgegeben. Die verbliebenen Mitglieder traten der Jüdischen Gemeinde Köpenick bei.

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