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Luckenwalde

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Mit den Hüten kam die Synagoge

Seit 1735 können Juden in Luckenwalde nachgewiesen werden, die über hundert Jahre lang zur Beelitzer Gemeinde gehörten und insbesondere von der Produktion und dem Handel mit Textilien lebten. 1869 spalteten sie sich von der erst vierzehn Jahre zuvor gegründeten Synagogengemeinde Beelitz–Treuenbrietzen–Luckenwalde ab und benutzen anfänglich ein Gartenhaus als eigenen Betsaal.

Die schnell anwachsende Jüdische Gemeinde erhielt 1897 von einem Mitglied, dem Hutfabrikanten Moritz Herrmann, ein Grundstück in der Carlstraße (heute Puschkinstraße) 38 geschenkt, auf dem sie ihre Synagoge im neugotischen Stil errichtete. Diese wurde 1938 zwar verwüstet, jedoch nicht zerstört, sodass sie in ihrem Äußeren bis heute nahezu unverändert erhalten geblieben ist.

Prägend für die Ortsgeschichte war vor allem die Hut– und Textilproduktion, an der jüdische Familien seit 1853 einen sehr hohen Anteil hatten. Von besonders großer Bedeutung waren dabei die Fabrikanten Goldschmidt, Hermann, Tannenbaum und Pariser, die sich nicht nur sozial und politisch engagierten sondern sich auch deutsch–patriotisch gesinnt gaben und im 1. Weltkrieg ihre Produktion auf Kriegszeug (Uniformen, Filzhüte) umstellten.

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