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Friedland

Friedland Noch heute wird der ehemalige Synagogenstandort im Volksmund als "Judenlücke" bezeichnet.
Foto HBPG

Zentrum der Niederlausitzer Juden

Bis 1815 gehörte Friedland, neben Dresden und Leipzig, lange zu den einzigen Orten im sächsischen Regierungsgebiet, in denen sich Juden niederlassen durften. Ein Großteil betätigte sich im Handel, sehr zum Unmut der christlichen Konkurrenten. Auf eingehende Beschwerden reagierte die sächsische Regierung aber zögerlich, profitierte sie doch von den beträchtlichen Abgaben, die Juden zu entrichten hatten. 1778 gehörten 25 Prozent der Einwohner dem jüdischen Glauben an, daher der Beiname "Jüdisch Friedland". Nachdem der Gottesdienst lange Zeit in einer Schule und später in einer angemieteten Kammer abgehalten worden war, folgte um 1800 ein Synagogenbau in der heutigen Mittelstraße. Durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes ergaben sich neue Handelszentren, in welche die Niederlausitzer Juden abwanderten. Der letzte Gottesdienst fand 1875 statt. 1912 wurde die Synagoge abgerissen.

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