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Bernau

Bernau Dem Haus ist nicht anzusehen, dass es sich einst um die Synagoge in Bernau handelte.
Foto HBPG

Vom "Judentempel" zur Werkstatt

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich mehrere jüdische Handels– und Kaufmannsfamilien in Bernau etabliert. So auch die Gebrüder Friedländer und Löwenthal, die in der Brüderstraße Pantoffeln herstellten. Das erste Städtische Krankenhaus in der Rossstraße wurde vom jüdischen Mediziner Dr. Isaak Pollnow geleitet. In einem Gebäude des jüdischen Kaufmanns Louis Fließ in der Louis–Braille–Straße/Ecke Brauerstraße befand sich bis 1892 der sogenannte Judentempel. Es handelte sich um einen großen Raum mit Frauenempore. Nachdem keine zehn Männer mehr zusammenkamen, um den Gottesdienst abzuhalten, wurde die Synagoge geschlossen und fortan als Werkstatt genutzt. In den 1930er–Jahren befand sich in dem Haus ein Textil– und Spielwarengeschäft, dessen Fensterscheiben in der Pogromnacht zerschlagen wurden.

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