HiN - Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien (ISSN: 1617-5239)

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HiN XIII, 25 (2012)

 À propos Kehlmann Über den Autor
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Ottmar Ette

Alexander von Humboldt in Daniel Kehlmanns Welt

Auszug aus: Ottmar Ette: Alexander von Humboldt und die Globalisierung. Das Mobile des Wissens. Frankfurt am Main - Leipzig: Insel Verlag 2009 [476 p.], Kapitel 40 und 42.

Zusammenfassung

Wie stark sich im Verlauf des zurückliegenden Vierteljahrhunderts der Bekanntheitsgrad Alexander von Humboldts in der deutschsprachigen Öffentlichkeit verändert hat, zeigen nicht nur Fernsehumfragen zu den berühmtesten Deutschen, in denen Alexander von Humboldt mittlerweile figuriert, oder Fernsehserien, die über aktuelle Expeditionen berichten und auf Humboldts Namen zurückgreifen. Am deutlichsten vielleicht belegt dies der enorme Erfolg von Daniel Kehlmanns Roman Die Vermessung der Welt, der ohne die zuvor skizzierte Entwicklung nicht denkbar gewesen wäre. Es ist vor diesem Hintergrund nicht nur reizvoll, sondern aufschlußreich, sich mit dem großen Erfolg dieses kleinen Romans zu beschäftigen. Worum geht es in Die Vermessung der Welt? Und wie läßt sich das »Phänomen Kehlmann« aus etwas größerer Distanz erklären?

Abstract

In the last 25 years, Alexander von Humboldt‘s popularity has radically changed in the german-speaking public opinion. Proof of this are not only television surveys about the most famous germans - in which Alexander von Humboldt now regularly figures - or television series about contemporary expeditions, which constantly refer to Humboldt‘s name; perhaps what most clearly verifies this change is the great success of Daniel Kehlmann‘s novel Die Vermessung der Welt. Without the recent developments outlined above, this novel‘s degree of impact would have been unimaginable. To study the great success of this text against this backdrop is not only attractive, but also revealing. What is Die Vermessung der Welt really about? And how can we explain the »Kehlmann phenomenon« from a greater distance?

Resumen

La popularidad de Alejandro de Humboldt ha cambiado profundamente dentro del último cuarto de siglo en la opinión pública de habla alemana. Prueba de esto son no sólo las encuestas televisivas sobre los alemanes más famosos, dentro de las cuales figura en estos momentos Alejandro de Humboldt, o programas de televisión sobre expediciones actuales, en los que continuamente se retoma el nombre de Humboldt; quizás la comprobación más clara de este cambio es el éxito enorme de la novela Die Vermessung der Welt de Daniel Kehlmann. Éxito que sería impensable sin el proceso esbozado más arriba. Ante este trasfondo, estudiar el gran éxito de esta pequeña novela resulta no sólo atractivo, sino además revelador. ¿De qué se trata Die Vermessung der Welt? ¿Cómo se puede explicar el »fenómeno Kehlmann« desde una distancia relativamente mayor?

* * *

Wie stark sich im Verlauf des zurückliegenden Vierteljahrhunderts der Bekanntheitsgrad Alexander von Humboldts in der deutschsprachigen Öffentlichkeit verändert hat, zeigen nicht nur Fernsehumfragen zu den berühmtesten Deutschen, in denen Alexander von Humboldt mittlerweile figuriert, oder Fernsehserien, die über aktuelle Expeditionen berichten und auf Humboldts Namen zurückgreifen. Am deutlichsten vielleicht belegt dies der enorme Erfolg von Daniel Kehlmanns Roman Die Vermessung der Welt[1], der ohne die zuvor skizzierte Entwicklung nicht denkbar gewesen wäre. Es ist vor diesem Hintergrund nicht nur reizvoll, sondern aufschlußreich, sich mit dem großen Erfolg dieses kleinen Romans zu beschäftigen. Worum geht es in Die Vermessung der Welt?

Es geht um die Frage: was heißt Deutschsein? In aller Größe und Komik, die dieses Deutschsein ja auch immer wieder hat. Und diese gleichzeitig auch - gerade im öffentlichen Leben - immer präsente Hysterie. Mein Humboldt ist ein Paradebeispiel eines verdrängenden Hysterikers. Und das andere ist die Frage: Was tut Wissenschaft der Welt an? Niemand könnte mit gutem Gewissen sagen, dass wir Wissenschaft nicht haben wollen. Aber gleichzeitig wurde die Welt durch die Vermessung viel weniger poetisch, auch weniger schön. Und die Gewalt der Wissenschaft bekommt natürlich eine ganz erschreckende, überhaupt nicht zu Ende gedachte Dimension mit dem, was wir der Welt durch die Kernspaltung antun.[2]

Mit diesen Worten umschrieb der 1975 in München geborene und in Wien aufgewachsene Schriftsteller Daniel Kehlmann in einem Interview im September 2005 die Zielsetzung seines wenige Tage zuvor erschienenen Bestsellers. Die Publikumsresonanz war gewaltig: Weit über eine Million Exemplare wurden in kurzer Zeit allein im deutschsprachigen Raum abgesetzt; Übersetzungen in 50 Sprachen[3] liegen bereits vor oder sollen geplant sein. Die Kritik jubelte, unzählige Interviews und eine Vielzahl literarischer Ehrungen und Preise folgte. Wenn auch ein Blick in die ausländischen - und insbesondere die spanischsprachigen - Feuilletons zeigt, daß nicht überall die Veröffentlichung des Romans euphorisch begrüßt wurde, so läßt sich doch nicht leugnen, daß die Größe des Erfolgs zumindest im deutschsprachigen Raum kaum zu (v)ermessen war. Ebenso nüchtern wie treffsicher zog Alexander Cammann - als einer der wenigen Feuilletonisten, die sich von der allgemeinen Kehlmann-Hysterie nicht anstecken ließen - ein gutes Jahr später seine persönliche Bilanz:

Ebendort stößt man auf Kehlmanns monatliche Kolumnen über seine Lieblingsbücher, überall auf seine Dankreden für die auf ihn niederpurzelnden Preise, auf ganzseitige Interviews und Essays - diesem neuen Großschriftsteller kann man nirgendwo entkommen. Die flächendeckende Kehlmannisierung des deutschen Feuilletons dürfte der wichtigste kulturelle Trend des Jahres 2006 gewesen sein.[4]

Wie läßt sich das »Phänomen Kehlmann« aus etwas größerer Distanz erklären?

Im Zentrum des Romans stehen zwei Heroen deutscher Wissenschaft: Carl Friedrich Gauß, der freilich alleine „nicht genug für einen Roman“[5] hergegeben hätte, und Alexander von Humboldt, der Kehlmann auffiel wegen seiner „unfreiwilligen Komik: Wie ein Mann in preußischer Uniform den Orinoko befährt, dabei immer Deutschland mit sich trägt und von einer ganz erstaunlichen Humorlosigkeit ist bei aller Genialität“[6]. Das Erfolgsrezept ist also ein erzähltechnisch robuster Zweitaktmotor: Ein Reisender und ein Daheimgebliebener, ein Medienstar seiner Zeit und ein öffentlichkeitsscheuer verschrobener Kauz, ein Feldforscher und ein Theoretiker bilden ein Kontrastprogramm, das der Autor virtuos und witzig über 303 Seiten oder - in der Hörbuchfassung - fünf nicht gerade preiswerten CD‘s abspult. Die Verfilmung nach dem Drehbuch von Daniel Kehlmann und Detlev Buck feiert am 25. Oktober 2012 Premiere in den deutschen Kinos.

Der junge Autor, der zum Zeitpunkt der Niederschrift seines Romans so alt war wie Alexander von Humboldt bei seinem Aufbruch in die Neue Welt, hat eine Gelehrtensatire vorgelegt, ein Genre, das schon immer bei den Lesern hoch im Kurs stand, um später nur allzu leicht in Vergessenheit zu geraten. Die Vorteile dieser Gattung liegen auf der Hand: Größen der Geschichte werden leicht aufs Menschlich-Allzumenschliche reduziert, Götter der Wissenschaft gehen ihrer Unnahbarkeit verlustig, schwerfällige Theoretiker kommen wunderbar luftig und lustig daher. Man glaubt es dem Autor gerne, daß ihm ein Roman, der so vielen Lesern Freude bereitet, auch beim Schreiben schon Spaß gemacht hat[7]. Sicherlich auch - und dies nicht nur in den zahlreichen Interviews - danach.

Der Erfolgsautor, bei Kritikern wie Lesern dank seiner Fähigkeit beliebt, mit komplexen Gegenständen zwanglos und unterhaltsam zu hantieren, weiß um die Vorzüge des von ihm gewählten Genres. Er nutzt sie vom ersten Satz an, wenn er den „größte[n] Mathematiker des Landes“ im September 1828 widerwillig nach Berlin aufbrechen läßt, um der nachdrücklichen Einladung Alexander von Humboldts zum Deutschen Naturforscherkongreß Folge zu leisten. So weit, so historisch.

Gleich jedoch wird das Lesepublikum Zeuge, wie sich „Professor Gauß im Bett“[8] versteckt, an sein Kissen klammert und versucht, durch das Schließen seiner Augen die lästige Wirklichkeit zum Verschwinden zu bringen. Genauso hatten wir uns Gauß zuhaus‘ immer schon vorgestellt. Der selbstverständlich wirklichkeitsferne Wissenschaftler, der noch in der Hochzeitsnacht mit Formeln ringt, bringt die Wirklichkeit trotz aller Krümmungen des Raumes nicht zum Verschwinden.

Überhaupt diese Wirklichkeit. An ihr arbeiten sich in Kehlmanns Roman die Helden des Wissens ab. Wir sehen - gleichsam in der Rolle der Zuschauer beim Schiffbruch und damit auf der Ebene einer vielerprobten Daseinsmetaphorik[9] - dem ungleichen und sich doch ergänzenden Wissenschaftlerpaar dabei genüßlich zu. Die Welt stellt sich ihnen in den Weg, versperrt sich ihrem Verstehen, läßt alle Wissenschaft und Lehre ins Leere laufen. Doch je mehr sich die Welt den Gelehrten entzieht, umso heftiger versuchen sie, sich mit ihr zu messen, und das heißt in diesem Roman: sie zu vermessen. Kehlmann greift hier mit Blick auf den Verfasser der Ansichten der Natur zu einer abgegriffenen Münze, die Friedrich Schiller einst in einem vielzitierten Brief vom 6. August 1797 an Christian Gottfried Körner gegen Alexander von Humboldt in Umlauf gesetzt hatte:

Über Alexandern habe ich noch kein rechtes Urtheil; ich fürchte aber, trotz aller seiner Talente und seiner rastlosen Thätigkeit wird er in seiner Wissenschaft nie etwas Großes leisten. [...] Es ist der nackte, schneidende Verstand, der die Natur, die immer unfaßlich und in allen ihren Punkten ehrwürdig und unergründlich ist, schamlos ausgemessen haben will und mit einer Frechheit, die ich nicht begreife, seine Formeln, die oft nur leere Worte und immer nur enge Begriffe sind, zu ihrem Maßstabe macht. Kurz, mir scheint er für seinen Gegenstand ein viel zu grobes Organ, und dabei ein viel zu beschränkter Verstandesmensch zu sein.[10]

Eine ebenso irrige wie abgeschmackte, so oft schon widerlegte Auffassung? Gewiß. Doch der junge Romancier, es deutete sich bereits an, ist selbstbewußt und verspürt keinerlei Angst vor Klischees. Schillers schneidendes und immer wieder kolportiertes Urteil ist bis in den Titel hinein Stichwortgeber für Daniel Kehlmanns fünften Roman. Dabei bleibt der Dichter stets im Hintergrund, so wie er im Roman auch nur „verstohlen“ gähnt, als Wilhelm von Humboldt im Kreis der »Klassiker« über die „Vorteile des Blankverses“[11] referiert und räsonniert.

Eben hier aber liegt jener Punkt, von dem aus Daniel Kehlmann die beiden Wissenschaftsheroen aus den Angeln zu heben und einem befreienden Lachen der Literatur auszusetzen sucht. Schillers Zeilen, von denen Humboldt erst Jahrzehnte später erfuhr und die mehr über den Autor des Wilhelm Tell als über jenen des Kosmos sagen, schwellen in einer Gestik der Überbietung zu einem Roman an, in dem Humboldt wie Gauß ihr Fett - will sagen: ihre Maß-Regelung - abbekommen.

Ein gefundenes Fressen also für einen, der wie Kehlmann zu erzählen versteht. Leicht sei ihm dieses Schreiben gefallen, und viel gelacht habe er dabei. Köstlich in der Tat die Szene, in der Alexander von Humboldt am Orinoko von einem der Ruderer gebeten wird, doch etwas zum Besten zu geben. Geschichten könne er keine, so Humboldt, denn er möge das Erzählen nicht. Aber er könne „das schönste deutsche Gedicht vortragen, frei ins Spanische übersetzt.“ Wir kennen es alle:

Oberhalb aller Bergspitzen sei es still, in den Bäumen kein Wind zu fühlen, auch die Vögel seien ruhig, und bald werde man tot sein.

Alle sahen ihn an.

Fertig, sagte Humboldt.[12]

Diese Passage ist nicht nur köstlich, sie ist auch charakteristisch für Kehlmanns Verfahren. Man nehme das althergebrachte Klischee, demzufolge Alexander von Humboldt für Literarisches wie für Künstlerisches gänzlich unsensibel gewesen sei, spitze es genüßlich zu und übergehe geflissentlich nicht nur Goethes Respekt vor den erzählerischen Fähigkeiten des Jüngeren der beiden Humboldt-Brüder, sondern auch den heutigen Kenntnisstand. So wird Alexander von Humboldt abgefertigt und fertig gemacht: der Autor des Kosmos, ganz einfach ein literarischer Vollidiot. Goethes Gedicht wird hier übersetzt, aber nicht ins Spanische, sondern in eine gänzlich unpoetische, unschöne Sprache: ein Wissenschaftler eben - man hätte es sich ja denken können. Kehlmann hantiert ganz unverkrampft mit Klischees und Stereotypen ebenso auf der Seite der historischen Rezeption wie der gegenwärtigen Gesellschaft. Wir haben es mit Surrogaten und Extrakten zu tun. Schiller hatte also doch recht: nichts als Formeln und leere Worte bei Alexander von Humboldt. Anders als beim Dichter spürest Du hier von einer Sprachkunst keinen Hauch: »Die Vöglein schweigen im Walde!«

Daß es sich hier um eine Übersetzungsszene handelt, ist keineswegs ein Zufall. Doch hier wird nicht Goethes Gedicht Opfer einer Humboldtschen Übersetzung, sondern Humboldt zum Opfer eines rastlos in Klischees und Stereotypen jedweder Provenienz übersetzenden Kehlmann. Diese humorvoll und etwas bösartig eingefädelte Szenerie bringt mehr als den traduttore traditore zum Vorschein. Denn die Übersetzungsszene führt im Kern das literarische Verfahren des Autors selbst vor, bei dem es sich um eine Art von Kernspaltung handelt, die nicht ohne Gewalt, ohne Brutalität abläuft. Sehen wir uns dies näher an.

Daniel Kehlmanns neues Buch greift auf das alte, spätestens seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts gepflegte und lange Zeit vorherrschende (und daher bis heute diffus beim deutschsprachigen Lesepublikum abrufbare) Bild Alexander von Humboldts zurück. Kaum ein Gemeinplatz, der unbesucht bliebe und in Kehlmanns Interviews nicht noch verstärkt, in der für ihn typischen Art pointiert und auf die Spitze getrieben würde. Ein kleiner Auszug, der sich leicht vermehren ließe, mag dies belegen: Humboldts Kosmos? „Völlig unlesbar! Ein Albtraumbuch!“[13] Das Menschenbild des stets allein Lebenden? Ganz klar: „er versteht zwar die Menschen nicht, aber er bemüht sich wenigstens, auf sie zuzugehen.“[14] Menschliche Regungen des »Verstandesmenschen«? „Humboldt ist fast unfähig, Gefühle auszudrücken - und wenn überhaupt, dann nur gegenüber Pflanzen und Tieren.“[15] Humboldts Wissenschaft? Kehlmann weiß zu berichten, daß der Weltreisende „ja gar keine wichtige Entdeckung gemacht hat und kein Wissenschaftler ersten Ranges“[16] war. Und überhaupt: „er hat diesen ewigen Vermessungswahn - auch dort, wo es überhaupt nicht nötig ist.“[17] Die Bilanz? „Fertig, sagte Humboldt.“

Gerade mit Blick auf Humboldt hat Kehlmann - wie er in seinen Interviews und Stellungnahmen zu betonen nicht müde wird - intensiv recherchiert, habe er doch „sehr, sehr viel gelesen - was allerdings zu bewältigen war, weil es über Humboldt sehr viele Abhandlungen gibt, die einen Überblick herstellen“[18]. Kein Zweifel: Diese Lektüren waren für Kehlmann höchst ertragreich. Denn es wäre ein Leichtes, die vielen von ihm aus der älteren Humboldt-Literatur bezogenen Klischees in ihren jeweiligen Quellen nachzuweisen und aufzuzeigen, in welchem Maße diese Arbeiten und Editionen als Steinbrüche für Episoden, Anekdoten und Einsichten genutzt wurden. Die Vermessung der Welt ist die literarische Antwort auf die editorischen Extrakte und Surrogate. Play it again, Sam.

Kehlmann hat die über lange Jahrzehnte in der biographischen und editorischen Literatur mitgeschleppten Humboldt-Splitter neu verdichtet und pfiffig in Romanhandlungen übersetzt. Das war höchst effizient. Denn ein solches Verfahren läßt nicht nur ruckzuck die alten Bilder wiedererstehen, es bedient auch die mehr oder minder verbreiteten Erwartungshaltungen, die sich - wie wir sahen - gerade im deutschsprachigen Raum jahrzehntelang einer nicht nur wissenschaftsgeschichtlich, sondern vor allem politisch bedingten (und repressiven) Ausgrenzung des allzu weltbürgerlichen und frankreichfreundlichen Alexander von Humboldt verdanken. In diese Tradition, die schon immer das weltoffene und zutiefst emanzipatorische Humboldtsche Denken zu vernebeln und als »unleserlich« abzutun suchte, schreibt sich Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt ein. Deshalb mußte der kehlmannisierte Humboldt vielen deutschen Leserinnen und Lesern auch so eigenartig vertraut erscheinen.

Im Zentrum dieses sattsam bekannten Abzieh-Bildes, dessen Kehlmann sich bediente, aber steht das Scheitern Alexander von Humboldts und zugleich das Scheitern seiner Art, Wissenschaft zu betreiben. Kein Wort darüber, daß Humboldt immer wieder selbstironisch mit der Vorstellung des Scheiterns gespielt und sein eigenes Scheitern hintergründig inszeniert hat, insofern er betonte, daß er weder den Gipfel des Chimborazo noch die Tiefen der Höhle des Guácharo noch den Abschluß seines gewaltigen Reisewerkes je erreichte. Keine Rede ist von der schriftstellerischen Sensibilität, mit der Humboldt in französischer wie in deutscher Sprache experimentelle Schreib- und Buchformen schuf. Keinerlei Erwähnung der Tatsache, daß Humboldt selbst sich bei aller empirischen Fundierung seiner Forschungen vehement gegen jedwede Wissenschaft wandte, die sich auf ein bloßes Messen und Vermessen, auf ein geduldiges Fliegenbeinzählen beschränkt. Kein Gedanke daran, daß die Humboldtsche Wissenschaft und ihr Verständnis der Moderne etwas mit uns heute noch zu tun haben könnte. Dafür eine Anthologie gängiger Gemeinplätze, vorzüglich in leichtes, buntes Erzählpapier eingeschlagen.

Für Humboldt gilt, was Kehlmann mit Blick auch auf Gauß sagte: „Im Dienste der Wahrheit musste ich eben hie und da die Richtigkeit manipulieren.“[19] Verbunden mit der Hoffnung, daß durch die schriftstellerische Arbeit „gemeinhin verschwiegene oder übersehene Wahrheiten sichtbar werden“[20].

Zeigt uns der Autor, im Dienste der Wahrheit, mithin Humboldt und Gauß, wie sie wirklich waren? Daniel Kehlmann hält mit guten Gründen in seinen Interviews immer wieder an dieser Behauptung fest, bildet sie doch auch die Grundlage für seinen Bucherfolg: Nur der Anspruch, die gleichsam »verborgene« Seite beider Wissenschaftler zu zeigen, kann ein großes Lesepublikum dank des Anreizes und der Verlockung gewinnen, anstelle der vermeintlich nur schwer lesbaren und unverständlichen wissenschaftlichen Werke ein noch tieferes Verständnis beider Forscher auf nur wenigen Seiten geboten zu bekommen. Nicht anders hatte man Humboldts zweitausendseitige Relation historique einem hungrigen Lesepublikum auf 127 Textseiten angeboten. Ein Schnellkurs in Sachen Humboldt und Gauß, zugleich aus einer überlegenen, der Wissenschaft gegenüber kritisch-ironischen Position: Dies ist die Formel, die werbewirksam im Zentrum des Erfolgsrezepts von Die Vermessung der Welt steht. Doch nichts Verborgenes, sondern nur Verbogenes wird offeriert.

Gewiß: Daniel Kehlmann hat - wie er dies auch selbst immer wieder betonte - viel gelesen. In den zahlreichen Interviews wird die Gelehrtensatire mit ihren vielen vergnüglichen Passagen und ihrer flotten Schreibe zu einer Recherche umstilisiert, die sich auf die Suche nach den wissenschaftlichen Zusammenhängen und Hintergründen begeben habe. Die Fiktionalität wird spielerisch so sehr mit scheinbarer Faktizität verquirlt, daß zumindest einem Publikum, das weder mit Gauß noch mit Humboldt vertraut ist, Authentizität vorgegaukelt werden kann. Mag Daniel Kehlmann zweifellos auch viel recherchiert haben: Ausgedehnte Lektüren von Texten aus der Feder Humboldts dürften wohl kaum dabei gewesen sein. Wie denn auch?

Kehlmanns Interviews lassen die anvisierte Leserschaft nicht im Zweifel: Humboldts Schriften seien doch ohnehin allesamt unlesbar! Ein Albtraum! Der Autor ist daher gewitzter vorgegangen und hat Zeit gespart, indem er sich Humboldt gewidmete (und zumeist ältere) Abhandlungen vornahm, die ihm einen schönen Überblick verschafften und mit vielen hübschen Anekdoten aus zweiter und dritter Hand versorgten. Das aber, so möchte man dem Proust-Liebhaber Kehlmann zurufen, ist keine Recherche nach der vergangenen, nach der verlorenen Zeit, sondern nichts anderes als bei der Recherche verlorene Zeit - wenn man in Kehlmanns Welt denn überhaupt von Recherche sprechen will.

So hat sich die Gelehrtensatire, die mit ihren historischen Figuren lustvoll Schabernack treibt, klammheimlich die Kleider des historischen Romans übergeworfen und mehr noch die Requisiten einer Doppelbiographie ausgeliehen. Wo man soeben noch glaubte, man habe es mit der Fiktion von Wirklichkeit zu tun, suggeriert einem die Stimme des Übersetzers aus der Gauß- und Humboldt-Literatur eindringlich, man habe wahrhaftig vor Augen, wie es wirklich gewesen sei. Eine Suggestion, deren Kraft unbestreitbar und höchst erfolgreich war. Und doch nur wie ein editorisches Surrogat funktioniert.

Nun könnte man sich damit zufrieden geben, daß niemand einem Autor Glauben schenken muß, der von sich behauptet, eine verborgene Wahrheit aufgedeckt zu haben. Es wäre gewiß schlimm genug, würde ein größerer Teil der Leserschaft - und viele Rezensionen lassen darauf schließen - wirklich glauben, in Die Vermessung der Welt einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können und den eigentlichen, den »wahren« Gelehrten zu begegnen: Wie er sich schon in der Eingangsszene an seinem Kissen festhält, um nicht nach Berlin fahren zu müssen. Doch uns beschleicht ein noch schlimmerer Verdacht: Vielleicht glaubt der reale Autor Daniel Kehlmann ja wirklich an das, was er sagt, und hält seinen Roman für eine Untersuchung mit den Mitteln der Literatur.

Warum sollten wir den Autor nicht seinem Wahn überlassen? Immerhin hat uns dieser einen Roman beschert, der vergnüglich und rasch zu konsumieren ist und dank seines rastlosen Exerzierens mit der indirekten Rede ein wahres Exerzitium des Konjunktivs bietet. Überhaupt könnte Die Vermessung der Welt künftig weltweit dazu dienen, all jenen, die Deutsch lernen, die Formen der indirekten Rede nahezubringen. Vielleicht könnte dieser Unterhaltungsroman der indirekten Rede - um einer noch größeren Hoffnung Ausdruck zu verleihen - auch dazu beitragen, daß sich ein breiteres Lesepublikum nicht nur mit Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt, sondern mit den Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Literatur intensiver auseinandersetzt. Freilich wäre dabei zu bedenken, daß sich dieser Bestseller wohl kaum in einen Longseller verwandeln wird - allzu sehr setzt er auf die leichte Kost rasch erzielter Effekte - und diese werden wohl kaum sehr lange anhalten.

Die Vermessung der Welt läßt sich aus der rezeptionsgeschichtlichen Perspektive verstehen als das Ergebnis einer intensiven Kannibalisierung von Wissenschaft: Der Roman hat sich eine kleine Bibliothek nicht nur von Humboldt-Verschnitten, sondern auch von älterer Literatur über Humboldt einverleibt, sorgsam nach erzählerisch Verwertbarem durchforstet. Ein derartiges Vorgehen ist legitim, keine Frage. Allerdings sollte uns die Einverleibung so zahlreicher Abhandlungen nicht glauben machen, daß wir zwischen den Buchdeckeln oder in den Interviews etwas Konsistentes - geschweige denn etwas Neues - über Gauß oder Humboldt erfahren könnten. Vielmehr steht zu befürchten, daß manche der Stereotypen, die man doch schon längst verbraucht wähnte, nun wieder fröhlich in der Öffentlichkeit zirkulieren werden.

Die Eigennamen der beiden deutschen Forscher dienten nur dazu, einen biographischen Pakt mit dem Leser zu schließen: Lies mich, denn ich berichte Unerhörtes von beider Leben! Umso wichtiger wäre es daher, der Falle zu entgehen, in die der Autor selbst tappte: Die Namen seiner Figuren mit den Menschen zu verwechseln und am Ende - wie es die Kehlmannschen Interviews dokumentieren - selbst daran zu glauben, der Wahrheit die Ehre gegeben zu haben. Den besten Schutz vor dieser Falle bieten die Werke der Forscher selbst.

Und darin liegt nach der Kehlmannisierung eine wirkliche Hoffnung: Daß zumindest ein Teil der Leserschaft Interesse nicht an den hysterischen, sondern an den historischen Figuren entwickelt und sich im Falle Humboldts auf eine Entdeckungsreise durch die Werke eines der großen Autoren und Denker des 19. Jahrhunderts einläßt. Sollte sich diese Hoffnung und nicht die begründete Befürchtung erfüllen, daß es zumindest in der deutschsprachigen Öffentlichkeit bald schon eine flächendeckende Renaissance der abgeschmacktesten Vorurteile und Halbwahrheiten geben könnte, die sich zum Teil schon zu Lebzeiten Humboldts auszuprägen begannen - und die es hier nicht auch noch durch zusätzliche Erwähnung zu befördern gilt -, dann könnte man dem Autor Kehlmann ein Buch verzeihen, das künftig wohl vorwiegend für rezeptionssoziologische Untersuchungen von einigem Interesse sein könnte.

Wie schnell derartige Romane wieder in Vergessenheit geraten, mag das Schicksal eines Textes zeigen, auf den - vom kehlmannisierten Feuilleton unbemerkt - der Humboldt-Forscher Ingo Schwarz aufmerksam gemacht hat[21]. Denn noch zu Lebzeiten Alexander von Humboldts hatte der heute längst vergessene Eugen Hermann von Dedenroth in seiner Novelle mit dem vielsagenden Titel »Ein Sohn Alexander‘s von Humboldt oder der Indianer von Maypures« den Verfasser des Kosmos zum Helden einer Fiktion gemacht. Unter dem Pseudonym Eugen Hermann hatte der junge Offizier und Autor, der als Literat später durchaus große Erfolge feiern durfte, nicht nur auf einige berühmte Episoden der Amerikareise Humboldts, sondern auch auf manche Gerüchte zurückgegriffen, die Humboldt im südlichen Amerika - und dies mitunter bis heute - einen illegitimen Sohn andichteten. Schon 1858 findet sich folglich jene Rezeptur, die auf der Vermischung von Tatsachen, Lektüreerinnerungen, Gemeinplätzen und Gerüchten basiert, auf der - wenn auch in etwas kunstvollerer Manier - Daniel Kehlmanns Roman beruht. Auch das Kalkül, beim Publikum Interesse dadurch zu erwecken, daß gleichsam ein (bisweilen intimer) Blick hinter die Kulissen des bekannten Gelehrten versprochen wird, teilen von Dedenroth und Kehlmann zweifellos miteinander. Daß Alexander von Humboldt, der für seinen Humor, aber auch seine scharfe Zunge bekannt und gefürchtet war, durchaus empört gegen diese Art literarischer Nachkommenschaft und Effekthascherei vorging, mag nicht uninteressant sein. Doch dürfte wohl vor allem der Einschätzung eines zeitgenössischen Rezensenten zuzustimmen sein, der in Anspielung auf den Namen des Protagonisten der Novelle noch im selben Jahr 1858 betonte, daß dies schlicht „literarischer Humbug“ sei[22] - und eben nicht Humboldt.

Hier soll nicht auf mögliche Parallelen zwischen zwei jungen Autoren, die völlig belanglos wären, wohl aber auf literarische und diskursive Textfiliationen aufmerksam gemacht werden, die im Falle von Dedenroths - so steht zu hoffen - Daniel Kehlmann selbst kaum bekannt gewesen sein dürften. Klüger als jede Ausrichtung an einem konkreten literarischen Autor und dessen Intentionen wäre es jedoch, sich den Kehlmannschen Konjunktiv zueigen zu machen und damit der Literatur ihren Eigen-Sinn, ihr Eigen-Recht zurückzugeben, kurz: die indirekte Rede ihres Spiels.

Hieße das nicht, Die Vermessung der Welt vor der Vermessenheit ihres Autors zu schützen? Den literarischen Text und nicht den realen Autor und seine Ansichten ins Zentrum zu rücken? Vielleicht könnte man auf diese Weise am besten einer Vermessung der literarischen Welt durch einen Autor begegnen, der seine Stärke nicht umsonst vorwiegend im konjunktivischen Sprechen hat. Kehlmann selbst wäre damit am meisten gedient, äußerte er sich doch in einem neueren Interview zum Verhältnis von Autor und Werk wie folgt:

Ich möchte mich schon zur Idee der klassischen Moderne bekennen, dass der Autor völlig hinter das Werk zurücktritt. Natürlich ist das ein Ideal, das nicht zu erfüllen ist, weil es die mediale Welt anders haben will. Aber ich finde die Idee des Autors, der darauf verzichtet, eine öffentliche Person zu sein, sehr schön.[23]

Halten wir daher fest: Die Vermessung der Welt präsentiert uns unfreiwillige Komiker und verdrängende Hysteriker, welche die Namen von Humboldt und Gauß tragen und sich im September 1828 beim Deutschen Naturforscherkongreß trafen - aber nicht in Berlin, sondern in Kehlmanns Welt. Und die ist - man mag es bedauern oder nicht - weniger eine erfundene als eine vorgefundene, eben eine längst zuvor vermessene Welt, die der junge, talentierte Autor wohlkalkuliert und mit klugem Blick für seinen Dictionnaire des idées reçues durchschritt. Vielleicht, so könnte man hoffen, führt ihre Erkundung viele Leser dazu, sich wirklich intensiv und kritisch mit Humboldt und Gauß auseinanderzusetzen und eine Kehlmannisierung von Literatur und Geschichte, von Wissenschaft und Kultur hinter sich zu lassen. Wäre das nicht der schönste Erfolg dieses Buches? Und wäre nicht hierin  das eigentliche Vermögen der Literatur zu erblicken - jenseits aller Bestsellerlisten?

Bliebe zuletzt noch die im Eingangszitat erwähnte große Frage, worin das Deutschsein dieser drei Deutschen besteht. Meine Antwort: zuvörderst in der Tatsache, daß in dieser Welt (auch) deutsch gesprochen wird. Das Deutschsein von Kehlmanns Roman hingegen liegt auf der Hand: Es betrifft den tendenziell banalisierenden (und sich gerne kritisch gebenden) Umgang mit den eigenen Traditionen, mit dem eigenen historischen Erbe. Hätte man Alexander von Humboldt zu Lebzeiten die Frage nach seinem Deutschsein gestellt, so hätte er sich wohl daran erinnert, daß Wilhelm von Humboldt einst nach einem Besuch des Jüngeren in London in einem Brief vom 3. Dezember 1817 an seine Frau Caroline darüber geklagt hatte, „wie er [Alexander] aufgehört hat, deutsch zu sein und bis in alle Kleinigkeiten pariserisch geworden ist“[24]. Er hätte gewiß schmunzelnd darauf verwiesen, daß er sich als Schriftsteller des Deutschen wie des Französischen gleichermaßen bediente, so wie für ihn Literatur und Wissenschaft einander nicht fremd gegenüberstanden. Am Ende aber hätte er wohl die Frage nach dem Deutschsein komisch und irgendwie hysterisch gefunden - und sehr über derlei Humbug gelacht.

* * *

Zitierweise

Ette, Ottmar (2012): Alexander von Humboldt in Daniel Kehlmanns Welt. In: HiN - Humboldt im Netz. Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien (Potsdam - Berlin) XIII, 25, S. 34-40. Online verfügbar unter <http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/hin25/ette_deu.htm>

Permanent URL unter <http://opus.kobv.de/ubp/abfrage_collections.php?coll_id=594&la=de>


 

[1] Kehlmann, Daniel: Die Vermessung der Welt. Roman. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2005.

[2] Kehlmann, Daniel: Die Größe und Komik des Deutschseins. Interview mit Kirsten Schmidt. In: Hamburger Morgenpost (Hamburg) (29.9.2005).

[3]  Angabe der Produktionsfirma Bojebuck im Pressetext zur Romanverfilmung, vgl. <http://www.bojebuck.de/de/filme2.php?film=vermessungderwelt>.

[4] Cammann, Alexander: Intelligenz ist gut, Entspannung möglich. In: taz (Berlin) (7.12.2006) <http://www.taz.de/pt/2006/12/07/a0197.1/textdruck>. Ich danke Yvette Sánchez für den frühen Hinweis auf diesen Artikel.

[5] Kehlmann, Daniel: Die Größe und Komik des Deutschseins, a.a.O.

[6] Ebda.

[7] Kehlmann, Daniel: »Mein Thema ist das Chaos.« Ein Spiegel-Gespräch mit Matthias Matussek, Matthias Schreiber und Olaf Stampf. In: Der Spiegel (Hamburg) (5.12.2005), S. 175.

[8] Kehlmann, Daniel: Die Vermessung der Welt. Roman. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2005, S. 7.

[9] Vgl. hierzu Blumenberg, Hans: Schiffbruch mit Zuschauer. Paradigma einer Daseinsmetapher. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1979.

[10] Schiller, Friedrich: Brief an Christian Gottfried Körner vom 6. August 1797 aus Jena.

[11] Kehlmann, Daniel: Die Vermessung der Welt, a.a.O., S. 37.

[12] Ebda., S. 128.

[13] Kehlmann, Daniel: »Ich kann nicht rechnen.« Interview mit Klaus Nüchtern und Klaus Taschwer. In: Falter (23.9.2005), S. 2 <http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=148>.

[14] Kehlmann, Daniel: »Mein Thema ist das Chaos«, a.a.O., S. 174.

[15] Ebda.

[16] Kehlmann, Daniel: »Ich kann nicht rechnen!«, a.a.O., S. 2.

[17] Kehlmann, Daniel: »Mein Thema ist das Chaos«, a.a.O., S. 177.

[18] Kehlmann, Daniel: »Ich kann nicht rechnen«, a.a.O., S. 2.

[19] Kehlmann, Daniel: »Mein Thema ist das Chaos«, a.a.O., S. 175.

[20] Kehlmann, Daniel: »Wie ein verrückter Historiker.« Interview mit Daniel Kehlmann. In: Volltext <http://www.volltext.net>.

[21] Vgl. den schönen Beitrag von Schwarz, Ingo: »Humbug und Taktlosigkeit« oder »ein anlockendes Aushängeschild«. Alexander von Humboldt als Held einer Novelle - 1858. In: HiN - Humboldt im Netz. Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien (Potsdam - Berlin) VIII, 14 (2007), S. 74-79 <http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/hin14/schwarz.htm>.

[22] Zit. nach ebda., S. 76.

[23] Kehlmann, Daniel: Klassiker und Drecksäue. Daniel Kehlmann und Helmut Krausser im Gespräch mit Klaus Zeyringer und Stefan Gmünder. In: Volltext 1 (Februar - März 2006), S. 3.

[24] Vgl. hierzu die Beck, Hanno: Gespräche Alexander von Humboldts, Berlin: Akademie Verlag 1959, S. 51 f.

 

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