Logo :: HiN - Humboldt im Netz

______________________________________________________

Navigationselement: zurck

HiN 17 | Logo

Navigationselement: weiter

Tom Müller

Roger Bacon in der Sicht Alexander von Humboldts

2. Die wissenschaftshistorische Gliederung bei Humboldt und die Stellung Bacons in ihr

Humboldt fasst die Entfaltung und Erweiterung der Wissenschaft als einen Entwicklungsprozess in der Geschichte auf, der sich von den Anfängen bei den alten Griechen bis hin in seine eigene Zeit über sechs verschiedene Epochen hinweg vollzogen habe. In gedrängter Form finden wir Humboldts wissenschaftshistorische Gliederung in der zwölften und 13. Vorlesung seiner berühmten Kosmos-Vorträge, die er im Winter 1827/28 in der Berliner Singakademie gehalten hat. Ihren Anfang nahm die Erkenntnis der Natur mit der ionischen Naturphilosophie und der dorisch-pythagoräischen Schule, gefolgt von der Zeit der Eroberungszüge Alexanders des Großen, die eine Erkundung des Ostens nach sich zogen. Die dritte Epoche wird definiert durch die Eroberungszüge der Araber, welche zu einer Assimilierung und so zu einer Erhaltung des antiken Erbes führten. Die Entdeckung Amerikas durch Columbus stellt den Hebelpunkt der vierten wissenschaftshistorischen Epoche dar. Daran schließen die Jahre zwischen dem Ende des 16. bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts an, die sich durch die Erfindung neuer Organe zur Naturbeobachtung auszeichnen.[1] Es folgen schließlich die Weltreisen des James Cook, „die ersten nicht bloß geographischen Entdeckungsreisen, die den Grund legten, zu späteren physikalischen Expeditionen.“[2]

In diesem Kontext finden wir auch eine erste Nennung Roger Bacons, den Humboldt als eine der wenigen hoffnungsvollen abendländischen Gestalten zur Zeit der arabischen Blüte ansieht:

Einen schwachen Abglanz der arabischen wissenschaftlichen Bestrebungen finden wir bei dem Spanier Raimundus Lullus aus Majorca, in dessen Schriften aber ein mystischer Spuk vorherrscht, den er die: ars magna, nennt. Bei weitem höher steht Roger Baco, ein englischer Mönch des 13ten Jahrh., der durch die Kraft seines Genie’s sich weit über sein Zeitalter erhob, und in mehreren Wissenschaften Entdeckungen machte, welche die Bewunderung der Nachwelt verdienen. Man kann sagen, daß von ihm eine völlige Reform der Naturlehre ausging. Der Zauberei angeklagt, und von dem General des Franziskaner Ordens verfolgt, mußte er viele Jahre seines Lebens im Kerker schmachten.[3]

Im wissenschaftshistorisch sicherlich interessantesten und wichtigsten Teil des zweiten Bandes des Kosmos, der die signifikante Überschrift „Geschichte der physischen Weltanschauung“ trägt, wird Bacon im gleichen Kontext als einer der wesentlichen Wegbereiter des vierten Wissenschaftszeitalters angeführt. Im Wortlaut lesen wir:

Ohne, was diesen Blättern fremd bleiben muß, auf das Einzelne in der Geschichte der Wissenschaften einzugehen, nennen wir nur unter den Menschen, welche die Epoche von Columbus und Gama vorbereitet haben, drei große Namen: Albertus Magnus, Roger Baco und Vincenz von Beauvais.[4]

Humboldt betont weiter, dass letztere eine chronologische Aufzählung sei, „denn der wichtigere, mehrumfassende, geistreichere ist Roger Baco, ein Franziscaner-Mönch aus Ilchester, der sich zu Oxford und Paris für die Wissenschaften ausbildete.“[5] Alle drei seien ihrem Zeitalter vorangeeilt und hätten eine mächtige Wirkung auf jenes ausgeübt. Dieses Zeitalter kennzeichne sich durch den Universalienstreit, d.h. den Widerstreit zwischen dem Platonismus[6] oder besser den christlich ausgedeuteten „neu-platonischen Anklängen“, in denen „viele der symbolisirenden physikalischen Phantasien des Timäus“ aufgenommen wurden, und der am Übergang vom zwölften zum 13. Jahrhundert auf dem Umwege der arabischen Traditionslinien wiederentdeckten aristotelischen Philosophie. Letztere habe nicht nur erstere zu verdrängen gewusst, sondern habe zudem noch „den entschiedensten Einfluß auf die Bewegung des Geistes“ gewonnen, und dies in zwei Richtungen. Zunächst habe sie die Forschungen der spekulativen Philosophie zu durchdringen gewusst, deren Wichtigkeit zur „vorbereitenden Kräftigung der Gemüther“ Humboldt ausdrücklich unterstreicht, und schließlich auch die philosophische Auseinandersetzung mit dem empirischen Naturwissen.[7] Erstere Richtung habe zudem viele „edle“ und „hochbegabte“ Männer zum „freien Selbstdenken“ angeregt:

Jene freien Selbstdenker bildeten eine Reihe, welche im Mittelalter mit Duns Scotus, Wilhelm von Occam und Nicolaus von Cusa[8] anhebt und durch Ramus, Campanella und Giordano Bruno bis zu Descartes leitet.[9]

Das aus arabisch-aristotelischer Quelle bereitgestellte Wissen und die aus ihr fließende Grundlegung eines neuen Denkens hatte das Programm einer universellen Wissenschaft entstehen lassen, d.h. „eine philosophische Verschmelzung aller Disciplinen hervorgerufen“. Dies führte dazu, dass Avicenna, Averroes, Albertus Magnus und Roger Bacon „für die Repräsentanten des ganzen menschlichen Wissens ihrer Zeit“ galten. „Der Ruhm, welcher im Mittelalter ihre Namen umstrahlte, läßt sich diesem allgemein verbreiteten Glauben beimessen.“[10]

Im Anschluss an eine gedrängte Einführung in das Wirken Alberts des Großen führt Humboldt seine Untersuchungen mit dem Werk des Oxforder Gelehrten fort.

In dem, was unmittelbar auf die Erweiterung der Naturwissenschaft gewirkt hat, auf ihre Begründung durch Mathematik und durch das Hervorrufen von Erscheinungen auf dem Wege des Experiments, ist Alberts von Bollstädt Zeitgenosse Roger Bacon die wichtigste Erscheinung des Mittelalters gewesen.[11] 

Beide Männer füllten fast das ganze 13. Jahrhundert aus, doch gehörte Bacon der Ruhm „wohlthätiger und dauernd wirksamer“ auf die Methode und die Praxis des Naturstudiums Einfluss genommen zu haben.[12]

Zum Selbstdenken erweckend, rügte er streng den blinden Autoritätsglauben der Schule; doch, weit davon entfernt sich nicht um das zu kümmern, was das griechische Alterthum erforscht, pries er gleichzeitig gründliche Sprachkunde, Anwendung der Mathematik und die Scientia experimentalis, der er einen eigenen Abschnitt des Opus majus gewidmet hat.[13]

An dieser Stelle erfahren wir auch erstmals in den Darstellungen des Kosmos, welche Quellenliteratur Humboldt bei seinen hiesigen Ausführungen zur Verfügung stand. Es scheint dies einzig das Baconsche Opus maius gewesen zu sein, das dem preußischen Gelehrten eigenen Angaben zufolge in Form der Londoner Druckausgabe von Jebb aus dem Jahre 1733 vorlag.[14] Humboldt trifft in seinen Ausführungen genau die Punkte, welche Bacon besonders wichtig waren. Die grundlegende Schulung des menschlichen Geistes solle durch das Studium der Theologie und der Philosophie erfolgen, ein Studium, das nur dann korrekt und ordentlich betrieben werden könne, wenn man die Sprachen beherrsche, in denen die jeweiligen Grundlagenwerke verfasst wurden. Dieses bewahre einen u.a. vor den Fehlern und Interpretationen, die den Übersetzungen eines Textes zwangsläufig anhafteten. Aus diesem Grunde empfiehlt Bacon besonders das Erlernen der griechischen, hebräischen und arabischen Sprache.[15] Zu den mathematischen Wissenschaften gehören im Baconschen Verständnis neben den theoretischen Bereichen der Geometrie und der Arithmetik auch die Astronomie, die Optik, Teile der Theologie, die Chronologie, die Astrologie oder die Geographie,[16] also im Grunde (fast) alles Gebiete, welche Humboldt unter der Bezeichnung Naturstudium zusammenfassen würde. Unter dem Schlagwort der scientia experimentalis schlägt Bacon schließlich eine allgemeine Methode wissenschaftlicher Erforschung und Überprüfung für alle Bereiche der menschlichen Wissenschaften vor.[17]

Der abschließende Teil dieses Kosmos-Abschnittes befasst sich mit den Quellen, den optischen Erfindungen und der Wirkung Bacons auf seine Mitbrüder.

Er kannte die Optik des Ptolemäus und das Almagest. Da er den Hipparch immer, wie die Araber, Abraxis nennt, so darf man schließen, daß auch er sich nur einer aus dem Arabischen herstammenden lateinischen Uebersetzung bediente. Neben Bacon’s chemischen Versuchen über brennbare explodirende Mischungen sind seine theoretisch-optischen Arbeiten über die Perspective und die Lage des Brennpunktes bei Hohlspiegeln am wichtigsten. Sein gedankenvolles Großes Werk enthält Vorschläge und Entwürfe zu möglicher Ausführung, nicht deutliche Spuren gelungener optischer Erfindungen. Tiefe des mathematischen Wissens ist ihm nicht zuzuschreiben. Was ihn charakterisiert, ist vielmehr eine gewisse Lebhaftigkeit der Phantasie, deren ungemessene Aufregung bei den Mönchen des Mittelalters in ihren naturphilosophischen Richtungen durch den Eindruck so vieler unerklärter, großer Naturerscheinungen wie durch langes angstvolles Spähen nach Lösung geheimnisvoller Probleme krankhaft erhöht wurde. [18]

Noch eingehender mit dem Text des Hauptwerks Bacons beschäftigte sich Humboldt bereits im ersten Band seiner Kritischen Untersuchungen über die historische Entwicklung der geographischen Kenntnisse von der Neuen Welt.[19] Im Kontext der Diskussion über die Quellen Christopher Columbus’ hinsichtlich der „Möglichkeit, unmittelbar nach Indien auf dem Westwege zu gelangen, über die bewohnbaren Theile der Erdoberfläche, über das Verhältnis zwischen den Kontinental- und den Wassermassen“[20] erwähnt Humboldt ebenfalls Bacon, bei dem sich diese Fragen bereits sämtlich behandelt fänden.

Der Berliner schwärmt vom Oxforder als

einem durch die Mannigfaltigkeit seiner Kenntnisse, die Freiheit und Unbefangenheit seines Geistes, und das Bestreben nach einer Umwandlung und Umformung des Naturstudiums, welches aus allen seinen wissenschaftlichen Leistungen hervortritt, wahrhaft bewunderungswürdigen Manne.[21]

Bacons Wissen sei aus drei Quellen gespeist gewesen. Er habe den von den Arabern „zur Vervollkommnung der Instrumente und Beobachtungsmethoden“ eingeschlagenen Weg verfolgt und sei so zum „Begründer der Erfahrungswissenschaft“ geworden.[22] Daneben umfasste sein Wissen alles, was in seinen Tagen aus den Werken des Aristoteles bekannt gewesen sei. Schließlich hätte Bacon „aus den Erzählungen seiner Zeitgenossen, der beiden Reisenden Rubruquis[23] und Plano Carpini[24], schöpfen“ können.[25] Als Stellen weist Humboldt diesbezüglich in der bereits angesprochenen Londoner Ausgabe von 1733 die Seiten 445 und 447 nach.[26] In der gleichen Fußnote charakterisiert er den frater ordinis minorum gar als den „größten Manne des dreizehnten Jahrhunderts“, ohne dabei zu verheimlichen,

daß die Geistesfreiheit, die Roger Bacon auszeichnet, dennoch sich nicht ganz von den Träumereien jener Chemie, die sich mit den Umwandelungen der Körper beschäftigte, und dem Geschmack an der Astrologie fern zu halten vermochte.[27]

Ein Verweis leitet die Aufmerksamkeit des Lesers von hier zu der fünfseitigen Anmerkung B im Anhang des ersten Bandes, wo Humboldt auf der Grundlage seiner Opus maius-Ausgabe allgemeiner „Ueber Roger Baco, seine Experimente und Erfindungspläne“ spricht.[28]

Doch woher rührt nun die Bedeutung Roger Bacons mit Blick auf Columbus und dessen Entdeckungsfahrt nach Westen? „Unter den Schriftstellern, die Columbus zu Rathe zog [...], wird keiner von ihm mit größerer Vorliebe angeführt, als der Kardinal Pierre d’Ailly“.[29] Humboldt hält es für wahrscheinlich, dass der Genueser alles, „was er von den Meinungen des Aristoteles, Strabo und Seneca“ über eine mögliche Westroute nach Indien wusste, aus d’Aillys Schrift Imago mundi geschöpft habe.[30] Den Zusammenhang zwischen Bacon und Columbus bilde – wie Humboldt nachzuweisen sucht – das achte Kapitel der Imago mundi. Man finde in einem Brief des Columbus, den dieser von Haiti aus an die Katholischen Monarchen geschrieben hatte, einen langen Auszug des besagten Kapitels, „oder vielmehr eine ziemlich treue Uebersetzung desselben“.[31] Durch das Vergleichen verschiedener Texte bemerkte Humboldt, „daß die Stelle, deren Uebersetzung der Admiral seinem Briefe an die Monarchen einverleibt hat, fast wörtlich aus dem Opus Maius des Roger Bacon von dem Kardinal d’Ailly entlehnt worden ist.“[32] Seine Behauptung belegt er durch längere Zitate aus dem Opus maius,[33] der Imago mundi,[34] sowie dem besagten Brief des Columbus[35]. Eine direkte Kenntnis des Werks Roger Bacons durch Columbus schließt Humboldt allerdings mit Wahrscheinlichkeit aus, „obgleich das Opus Maius an Nachrichten über das Innere von Asien und die östlichsten Gegenden dieses Welttheiles bei weitem reicher ist, als d’Ailly’s Imago Mundi.“[36] Auch diese Behauptung illustriert Humboldt durch das Anführen zahlreicher Beispiele auf den folgenden Seiten seiner Untersuchungen.

 

[1] Humboldt denkt bei diesen „neuen Organen“ z.B. an das Fernrohr oder das Mikroskop.

[2] Humboldt: Kosmos-Vorträge, 150. Hier muss auch an die Tatsache erinnert werden, dass die zweite Weltreise Cooks (1772-1775) von einem jungen deutschen Gelehrten, Georg Forster, in Bild und Schrift dokumentiert wurde (vgl. Forster: Reise um die Welt). Forster war der Schwiegersohn von Humboldts Göttinger Lehrer, dem Philologen Christian Gottlob Heyne, bei dem der Freiherr 1789/90 studierte. Wohl durch die Vermittlung Heynes lernte Humboldt Forster persönlich kennen, und unternahm in dieser Zeit mit ihm zwei Forschungreisen, eine erste durch die deutschen Lande, die zweite, größere in die Niederlande, nach England und Frankreich. Kurze Routenbeschreibungen dieser ersten Forschungsreisen finden sich z.B. bei Meyer-Abich: Alexander von Humboldt, 31-32.

[3] Humboldt: Kosmos-Vorträge, 163. Tatsächlich berichtet eine um 1370 verfasste Chronik des Franziskaner-Ordens von einer Verurteilung einiger Lehren Roger Bacons durch den Ordensgeneral Girolamo von Ascoli um das Jahr 1277; siehe hierzu etwa Lindberg: Roger Bacon’s Philosophy of Nature, xxv-xxvi. Ob diese vermeintliche Verfolgung Bacons mit den berühmten Pariser Verurteilungen des Jahres 1277 zusammenhängt, bleibt unklar.

[4] Humboldt: Kosmos II, 280.

[5] Ebd.

[6] Ebd. Humboldt schreibt: „Bis an das Ende des 12ten und den Anfang des 13ten Jahrhunderts herrschten mißverstandene Lehren der platonischen Philosophie in den Schulen. Schon die Kirchenväter glaubten in derselben die Vorbilder zu ihren eigenen religiösen Anschauungen zu finden.“

[7] Ebd., 280-281.

[8] Zur Cusanus-Rezeption bei Humboldt siehe auch die Aufsätze von Nagel: Nicolaus Cusanus, und Müller: „Wie glückliche Ahndungen...“. Die Humboldtsche Rezeption des „Aristotelikers“ Cusanus könnte über das erste Heft des zweiten Bandes von Buhle: Geschichte der neueren Philosophie, erfolgt sein. Eine Kenntnis Humboldts dieses Buches ist aufgrund eines Verweises auf Buhle in Kosmos II, 130, sehr wahrscheinlich.

[9] Humboldt: Kosmos II, 282. Interessant scheint bei diesen Ausführungen Humboldts, dass Cusanus und Bruno sich in der heutigen Forschung eher dem neuplatonischen Denken zugehörig behandelt finden. Vgl. hierzu z.B. Beierwaltes: Denken des Einen, insb. 369-384 und 424-435.

[10] Humboldt: Kosmos II, 283.

[11] Ebd., 284.

[12] Ebd., 284-285.

[13] Ebd., 285.

[14] Die Ausgabe von Jebb wird erwähnt in einer Endnote von Kosmos II, 464, im Rahmen der Abhandlung über die Kenntnisse Bacons bezüglich der Ptolemäischen Optik.

[15] Bacon: Opus majus (ed. Bridges) I, 66.

[16] Ebd., 97-404.

[17] Ebd. II, 167-222.

[18] Humboldt: Kosmos II, 285.

[19] Dieses Werk, das Humboldt in französischer Sprache verfasst hat, ist erstmals 1833 in Paris unter dem Titel Examen critique de l’histoire de la Géographie... erschienen. Die deutsche Übersetzung, nach welcher hier zitiert wird, hat Ideler 1852 vorgelegt.

[20] Humboldt: Kritische Untersuchungen, 68.

[21] Ebd., 69.

[22] Ebd.

[23] Der flämische Franziskanermönch Wilhelm von Rubruk reiste zwischen 1253 und 1255 in diplomatischer Mission in das Reich der Mongolen und deren Hauptstadt Karakorum. Sein Reisebericht ist erhalten geblieben und seit 1925 in mehreren deutschen Übersetzungen erschienen. Eine biographische Skizze vom Leben des Rubruquis zeichnet Feld: Wilhelm von Rubruk.

[24] Ein Vorgänger des Wilhelm von Rubruk war der italienische Franziskaner Johannes de Plano Carpini. Dieser unternahm zwischen 1245 und 1247 eine diplomatische Reise durch die Länder unter mongolischer Herrschaft. Für weitere biographische Angaben siehe Zimmermann: Johannes de Plano Carpini.

[25] Humboldt: Kritische Untersuchungen, 69.

[26] Bacon spricht in der Tat mehrfach von den zu den „Tartaren“ entsandten fratres minores, z.B. Bacon: Opus majus (ed. Bridges), 268. Der frater Willielmus, d.h. Rubruquis, findet u.a. Erwähnung ebd., 303 und 356.

[27] Humboldt: Kritische Untersuchungen, 69.

[28] Ebd., 496-500. Die hier von Humboldt unternommene gedrängte Darstellung der Vielfältigkeit des Baconschen Werkes – über die Experimentalmethode als Wurzel aller Naturwissenschaften, den Bau des Auges, Optik, den Regenbogen, oder auch das Schießpulver – unterstreicht abermals die große Bewunderung, die der Südamerikareisende für den Franziskanermönch empfand, und die er bezogen auf die Naturwissenschaften später im Kosmos kundtat. Wir wollen hier auf eine detailliertere Darstellung dieser Anmerkung verzichten.

[29] Humboldt: Kritische Untersuchungen, 70-71.

[30] Ebd., 71.

[31] Ebd.

[32] Ebd., 73.

[33] Ebd., 74-75. Zitiert abermals nach der Ausgabe von Jebb, p. 183.

[34] Humboldt: Kritische Untersuchungen, 75. Als Quellenangabe findet man „Imago mundi, cap. 8, fol. 13. b“. Humboldt verwendete eigenen Angaben zufolge (vgl. ebd., 71-72) einen Folioband von ungefähr 350 Seiten, welcher aber weder Seitenzahlen enthielte noch eine Angabe des Druckortes, „aber man weiß mit hinreichender Sicherheit, daß die Schrift de Imagine Mundi im Jahre 1410 bearbeitet und im Jahre 1490 zum ersten Male gedruckt worden ist [...]“

[35] Humboldt: Kritische Untersuchungen, 76-77.

[36] Ebd., 77.

 

______________________________________________________

Navigationselement: zurck

hin-online.de. postmaster@hin-online.de
Letzte Aktualisierung: 21 November 2008 | Kraft
Best viewed with Mozilla Firefox 3.

Navigationselement: weiter