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Eberhard Knobloch / Herbert Pieper
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Fußnote über Geognosia
in Humboldts Florae Fribergensis specimen

1. Einleitung

Den Begriff „Geognosie“ benutzte Alexander von Humboldt erstmals 1793 in seiner Schrift  „Florae Fribergensis specimen“, worin es dazu eine schon oft diskutierte[1] Fußnote[2] gibt, die er 1815 auch in den ersten Band seiner „Nova genera“[3], 1817 in die Separatveröffentlichung der „Prolegomena“ aus den „Nova Genera“[4] und 1845 in den ersten Band des „Kosmos“ [5] aufgenommen hat.

Humboldt hat drei Gebiete, die sich mit der Erforschung der Erde befassen, unterschieden: Erdkunde (Geognosia), Erdgeschichte (Historia telluris), Natur­beschreibung (Physiographia). Entsprechend der Einteilung der Natur in drei Reiche (Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich) hat jedes Gebiet drei Teilgebiete.

Das erste Gebiet, die Geognosie (Erdkunde), erklärte Humboldt wie folgt[6]:

Die Geognosie (Erdkunde[7]) betrachtet in gleicher Weise die beseelte wie die unbeseelte Natur oder, um einen weniger geeigneten Ausdruck zu gebrauchen, der jedenfalls nicht aus der Antike genommen ist, in gleicher Weise die organischen wie die unorganischen Körper.

Das von G. C. Füchsel und A. G. Werner geprägte Wort „Geognosie“ wird hier überraschenderweise in einem viel weiteren Sinne gebraucht. Entsprechend seinen sprachlichen Bestandteilen „Geo...“ (Erd...) und „gnosis“ (griechisch: Erkenntnis) bedeutet es Erderkennung, Erdbeobachtung, Erdkunde (wie Humboldt in deutscher Sprache in Klammern hinzufügte). Humboldt benutzte 1793 nicht das Wort „Geographie“ (Erdbeschreibung)[8], obwohl er dieses Wort in den Bezeichnungen der Teilgebiete der Geognosie verwendete. Die Geognosie (Erdkunde) besteht aus den drei Teilgebieten Geographia oryctologia, Geographia zoologica, Geographia plantarum.

Die drei Teilgebiete kennzeichnete Humboldt näher, wobei er sich für die ersten beiden auf Vorbilder stützen konnte:

Es gibt drei Kapitel[9], durch die sie [die Geognosie (Erdkunde)] vollendet wird: die oryktologische Geographie, die man einfach Geognosie nennt, und die der überaus scharfsinnige höchst vernünftige Werner hervorragend behandelt hat[10], die zoologische Geographie, von welcher Lehre Zimmermann die Grundlagen gelegt hat[11], und die Geographie der Pflanzen, die unsersgleichen fast unberührt lassen[12].

Oryctologische Geographie würde man - so Humboldt - „einfach Geognosie“ nennen. Diese wurde in der Tat durch Humboldts Freiberger Lehrer Abraham Gottlob Werner[13] behandelt.[14]

Das was Humboldt als zoologische Geographie bezeichnete, fand man damals in dem dreibändigen Werk von Eberhard August Wilhelm von Zimmermann[15], das den Titel „Geographische Geschichte des Menschen und der allgemein verbreiteten vierfüßigen Tiere, nebst einer hieher gehörigen Zoologischen Weltkarte“[16] hatte[17]. Später befasste sich auch Gottfried Reinhold Treviran[18] mit der Geographie der Tiere.[19]

Für das dritte Kapitel, die Geographie der Pflanzen, die er in einem Brief an den Mathematiker Johann Friedrich Pfaff als einen „bisher unbekannten Theil der allgemeinen Weltgeschichte“[20] kennzeichnete (man nennt Alexander von Humboldt den „Schöpfer der physikalischen Pflanzengeographie“[21]), schien es für ihn kein Vorbild zu geben,[22] so dass er dieses Kapitel wie folgt näher beschreibt.

Ich bin freilich weit entfernt davon zu glauben, dass das Achtgeben auf die einzelnen Teile der Ursprünge, z.B. [die Ursprünge] der Gräser, die Geographie der Pflanzen betrifft, welche die Bindung und die Verwandschaft überliefert, durch die alle Vegetabilien[23] untereinander  verknüpft sind; sie zeigt an, welche Landstriche der Erde sie einnehmen[24], zeigt, welche deren [der Vegetabilien] Kraft bis in die atmosphärische Luft[25] ist, sie lehrt, durch welche Anfänge von Algen und Wurzeln von Bäumen[26] am ehesten Steine und Felsen zerstört werden und zeigt deutlich diejenige Oberfläche der Erde, für die der Boden bereitet wird[27][28].

Hiermit sind die Aufgaben einer Geographie der Pflanzen angedeutet. In der Geographie der Pflanzen hat man jedoch nicht - wie Humboldt betont - auf die Ursprünge, z.B. die der Gräser, also auf die Ursprünge der Pflanzen zu achten, genau so wenig wie in der oryctologischen Geographie (Geognosie) auf die Ursprünge der Gesteine und Gesteinsschichten und in der zoologischen Geographie auf die Ursprünge der Tiere geachtet wird.

Nun führt Humboldt die „Physiographie (Naturbeschreibung)“ an, deren Teilgebiete er (entsprechend dem Tier-, Pflanzen- und Mineralreich) Zoognosie, Phytognosie und Oryctognosie nennt. Die Beschreibung der einzelnen Tiere, Pflanzen und Gesteine, ihrer Formen, ihrer Anatomie usw. ist Gegenstand der Physiographie, der Naturbeschreibung, nicht aber der Geognosie (Erdkunde). Dass in der Geognosie (Erdkunde) nicht die einzelnen Tiere, Pflanzen und Gesteine, ihre Formen, ihre Anatomie usw. beschrieben werden, unterscheidet sie von der Physiographie. Das, was den Unterschied ausmacht, wird oft falsch Naturgeschichte benannt. Die Naturbeschreibung ist aber keine Naturgeschichte. Die Naturgeschichte kann man somit nicht anführen, um den Unterschied zwischen Geognosie und Physiographie zu beschreiben.

Deshalb wurde dafür, was den Unterschied zwischen Geognosie[29] und Physio­graphie (Naturbeschreibung)[30] ausmacht, die Naturgeschichte fälschlich angeführt, dadurch dass die Zoognosie, Phytognosie und Oryctognosie[31], die sich allerdings alle mit der Erforschung der Natur beschäftigen, nur die Formen, die Anatomie, die Kräfte etc. der einzelnen Tiere, der Vegetabilien, der metallischen Dinge oder (man möge mir das Wort gestatten) der Fossilien erforschen.

Ebenso wie Naturbeschreibung und Naturgeschichte zu unterscheiden sind, sind nach Humboldt richtigerweise Erdkunde („Geognosie“) und Erdgeschichte („Historia Telluris“) zu unterscheiden.[32]

Die Teilgebiete der Historia Telluris (Erdgeschichte) sind die zoologische Geschichte, die Pflanzengeschichte und die oryctologische Geschichte. Humboldt schreibt:

Die Historia Telluris (Erdgeschichte)[33], mehr der Geognosie[34] als der Physiographie verwandt, von niemandem bisher versucht, führt die Arten der Pflanzen und Tiere an, die den frühen Erdkreis [die Urwelt] bewohnen, deren Wanderungen und den Untergang von vielen[35], den Ursprung, den die Berge, die Täler, die Gesteinsschichten  und die metallführenden Adern [Erzgänge] an sich haben, sei es das Wasser, das durch Verdichtung mit Luft entstanden ist, sei es die Luft, die durch die Ausdünstungen des Ozeans verdünnt wurde,[36] die durch die wechselhaften Fälle der Zeiten bald rein bald verunreinigt ist, [führt an] die Oberfläche der Erde, die allmählich mit Boden und Pflanzen bedeckt ist, [die Oberfläche der Erde] durch den Ansturm überschwemmender Flüsse von neuem entblößt und wiederum ausgetrocknet und mit Gras bedeckt ist. Also ist die zoologische Geschichte, die Geschichte der Pflanzen und die oryctologische Geschichte,[37] die nur den ursprünglichen Zustand des Erdkreises angeben, von der Geognosie richtigerweise zu unterscheiden.

Alexander von Humboldt verwendete den Begriff „Geognosie“ also in zweifachem Sinn, zum einen, von der wörtlichen Bedeutung des Wortes ausgehend, als „Erdkunde“, zum anderen als andere Bezeichnung für die „oryktologische Geographie“, also für einen Zweig unserer Er-Kenntnis der Erde (Erdkenntnis, Geognosie, Erdkunde).

Oryctologische Geographie würde man - so Humboldt 1793 - „einfach Geognosie“ bzw. wie Humboldt 1815 schrieb „einfach Geognosie oder Geologie“ nennen. Dieser spezielle Begriff Geognosie bzw. Geognosie oder Geologie, in der Fußnote also für die Oryctologische Geographie benutzt, wurde in der Humboldt-Zeit weder einheitlich noch eindeutig gebraucht.

Humboldt hat später immer öfter den allgemeinen Begriff Geognosie (1815 erläutert durch die Begriffe Erdkunde, Théorie de la terre, Géographie physique) durch Physische Geographie ersetzt.

Humboldt hat aber auch den Begriff Geognosie im Sinne seines Lehrers Werner gebraucht. Es ist die Humboldtsche Geognosie von der Wernerschen Geognosie auseinander zuhalten. Wenn in der Sekundärliteratur zu Alexander von Humboldt der Begriff Geognosie als Geologie gedeutet wird, so ist das inhaltlich im Sinne Humboldts, wenn Humboldt Wernersche Geognosie oder auch Oryctologische Geographie meinte.

Oft jedoch wird die Geognosie stets mit der Geologie gleichgestellt, in Humboldts Schriften der Begriff „Geognosie“ als „Geologie“ übersetzt, was jedoch nicht im Sinne Humboldts ist, wenn er Geognosie (also Erdkunde, Théorie de la terre, Géographie physique) meinte.



[1] Siehe z.B. Fritscher 1994.

[2] Humboldt 1793, IX-X.

[3] Humboldt 1815/1825 I.

[4] Humboldt 1817.

[5] Humboldt 1845/1862 I.

[6] Im folgenden werden in Fußnoten die Varianten aus den Jahren 1815, 1817 und 1845 des Fußnoten-Textes von 1793 angegeben (siehe auch den Anhang); die Angaben 1793, 1815, 1817 und 1845 beziehen sich auf:

1793 = Humboldt, A. von: Florae Fribergensis specimen plantas cryptogamicas praesertim subterraneas exhibens. Accedunt aphorismi ex doctrina physiologiae chemicae plantarum. Berlin 1793, IX-X.

1815 = Humboldt, A. von: Nova genera et species plantarum quas in peregrinatione orbis novi collegerunt, descripserunt, partim adumbraverunt Amat. Bonpland et Alex. de Humboldt. Ex schedis autographis Amati Bonplandi in ordinem digessit Carol. Sigismund. Kunth. Accedunt tabulae aeri incisae, et Alexandri de Humboldt notationes ad geographiam plantarum spectantes. Tomus primus. Paris 1815, Seite IX-X.

1817 = Humboldt, A. von: De distributione geographica plantarum secundum coeli tempe­riem et altitudinem montium, prolegomena. Paris 1817, Seiten 24-25.

1845 = Humboldt, A. von: Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Band 1, Stuttgart-Tübingen 1845, Seiten 367, 486-487.

[7] 1815, 1817: Die Geognosie (Erdkunde, Théorie de la terre, Géographie physique)

[8] Oskar Peschel gab als Grund dafür an, dass damals das Wort „Geographie“ anderweitig vergeben war: Geographie war damals nicht mehr als eine topographische Ortskunde. Vgl. BeckH 1985, 225.

[9] 1815, 1817, 1845: Es gibt nämlich drei Kapitel

[10] 1815, 1817, 1845: die oryktologische Geographie, die man einfach Geognosie oder Geologie nennt, und die der überaus scharfsinnige Werner  hervorragend behandelt hat

[11] 1817, 1845: die zoologische Geographie, von welcher Lehre Zimmermann und Treviran die Grundlagen gelegt haben,

[12] 1815, 1817, 1845: und die Geographie der Pflanzen, die unsersgleichen lange unberührt gelassen haben.

[13] Die 1765 gegründete Freiberger Bergakademie war vor allem durch den dort seit Ostern 1775 als Lehrer für Mineralogie und Bergbaukunst wirkenden Abraham Gottlob Werner (1749-1817) von bemerkenswerter Anziehungskraft. (Über Werner siehe Guntau 1984.)

Mit einer geognostischen, speziell petrographischen Publikation (Humboldt 1790) empfahl sich Humboldt selbst bei Werner: Am 25. Juli 1790 sandte Humboldt sein Buch Humboldt 1790 an Werner. Im zugehörigen  Schreiben (dem ersten Brief Alexander von Humboldts an A. G. Werner) heißt es: „Ich wage es, Ew. Wohlgeboren eine kleine Schrift zu überreichen, in der ich einen Theil meiner Beobachtungen über die Rheinischen Basaltkuppen vorgetragen habe. So wenig ich mir schmeicheln darf, daß dieser jugendliche Versuch Ihren Beifall erlangen wird, so freue ich mich doch der Gelegenheit, Ihnen, als dem glü[c]klichen Restaurator der Oryktognosie, zugleich meine Empfindungen der innigsten Verehrung an den Tag zu legen.“ (Alexander von Humboldt an Abraham Gottlob Werner, 25. Juli 1790. In: Jahn/Lange 1973, 99).

In späteren autobiographischen Bekenntnissen (siehe Biermann 1987) schrieb Humboldt: „Schließlich erlangte ich, mich dem Bergfach widmen zu dürfen, da es die meisten Beziehungen zu meinen Neigungen hatte. Um den praktischen Teil zu erlernen und um mich unter dem großen Professor Werner zu vervollkommnen, ging ich 1791 für ein Jahr [genauer: acht Monate] nach Freiberg“ (Biermann 1987, 53).

Die Studienzeit an der Freiberger Bergakademie von Mitte Juni 1791 bis Febru­ar 1792 sei mit Humboldts eigenen Worten aus Briefen jener Zeit beschrieben: „Was andere Menschen bei einem Aufenthalte von 3 Jahren auf der Berg­akademie vollenden, ist bei mir in eine Zeit von 7-8 Monathen zusammengedrängt“ (Alexander von Humboldt an Archibald Maclean, Freiberg, 14. Oktober 1791. In: Jahn/Lange 1973, 153). „Werner hat unendlich viel Gefälligkeit für mich“ (Alexander von Humboldt an Johann Leopold Neumann, Freiberg, 23. Juni 1791. In: Jahn/Lange 1973, 143). „Al­les, was ich thue, geschieht nach Werners Vorschrift, der mir auf eine edle Art einen großen Theil seiner Zeit aufopfert. [...] Den Nachmittag widme ich ganz den scientif[ischen] Theilen, so wie den Sonnabend und Sonntag. Von 2-3 höre ich den öffentl[ichen] Cursus der Oryktognosie mit, und von 3-4 liest mir Werner das  privatissimum. Er giebt sich unendliche Mühe, mir die Prinzipien seines Systems [...] zu erklären, und der Genuß ist für mich unaussprechlich groß dabei. [...] Ich wende den größten Fleiß, der mir möglich ist, auf die äußere Charakteristik, die Basis alles oryktognostischen Wissens. Ich suche mir selbst eine äußre-Kennzeichensammlung zu ordnen, und der Umgang mit dem jungen Freiesleben (mein einziger hiesiger Umgang!) ist mir dabei sehr lehrreich. Dieser junge Mensch, der sich gewiß als Schüler von Werner einmal sehr auszeichnen wird, hat eine große Fertigkeit in sytemat[ischen] Beschreibungen.. Werner beschäftigt sich seit 2 Jahren bis ins kleinste Detail mit ihm, und ich bin (da wir so manche Arbeit gemeinschaftlich haben und mir sein Umgang überaus lehrreich ist) täglich mit ihm zusammen. [...] Markscheiden und Geognosie  [...] fangen  in 14 Tagen an“ (Alexander von Humboldt an Dietrich Ludwig Gustav Karsten, 25. August 1791. In: Jahn/Lange 1973, 144-145). „[...] fast alle Stunden des Nachmittags [sind] mit Kollegien besezt - Oryktognosie und Geognosie bei Werner [...]“(Alexander von Humboldt an Archibald Maclean, Freiberg, 14. Oktober 1791. In: Jahn/Lange 1973, 153-154).

[14] Es war A. G. Werner, der die Mineralien in „einfache“ und „gemengte“ einteilte. Die „einfachen“, d.h. die für unser Auge gleichartig erscheinenden, wenn auch chemisch zusammengesetzten Mineralien wurden Gegenstand der Vorlesung Werners über die von ihm so genannte Oryktognosie. Die „gemengten“ Mineralien, die aus zwei oder mehr einfachen Mineralien bestehen, behandelte Werner in seiner Vorlesung über Gebirgslehre. Seit dem  Jahre 1786 wurde sie als Vorlesung über Geognosie angekündigt. Die Geognosie untersucht die „gemengten“ Mineralien, die Beschaffenheit der Erdrinde, die „Gebirgsarten“, deren Zusammensetzung und Struktur, und deren Stellung in der festen Erdrinde.

[15] Der in Braunschweig am Collegium Carolinum wirkende Zimmermann (1743-1815) gilt als Begründer der Tiergeographie.

[16] 3 Bände: 1778, 1780, 1783. Schon im Jahre 1777 veröffentlichte Zimmermann in Leyden die Monographie „Specimen zoologiae geographicae quadrupedum domocilia et migrationes sistens“ (in einem Band), aus der die erweiterte dreibändige deutsche Ausgabe hervorging.

[17] In Zimmermanns Büchern wurden schon wichtige Grundgedanken der Tiergeographie ausgesprochen.

[18] Treviran (Treviranus) (1776-1837) wirkte am Gymnasium illustre in Bremen. Er prägte 1802 unabhängig von Lamarck und Burdach den Begriff „Biologie“ (vgl. Jahn 2000, 285ff.). Sein Werk „Biologie oder Philosophie der belebten Natur“ erschien in 6 Bänden: 1802, 1803, 1805, 1814, 1818, 1822. Schon im zweiten Band (1803) beschäftigte er sich mit der Pflanzen- und Tiergeographie.

[19] In Wingler 1958 „wird die Tiergeographie des Treviranus dargelegt und der Weg aufzuzeigen versucht, der über seine Vorgänger zu Treviranus führt“ (Wingler 1958, 12). „Es wird die Ansicht vertreten, daß der Beginn der wissenschaftlichen Tiergeographie mit E. A. Zimmermann (1777) und G. R. Treviranus anzusetzen ist“ (Wingler 1958, 62). Der Verfasser betont: „Durch seine Hinweise auf die Abhängigkeit der Fauna und Flora vom Standort und auf die Wechselbeziehungen zwischen Pflanze und Tier muß Treviranus (wie auch vor ihm Zimmermann) zu den Begründern der Ökologie gerechnet werden“ (Wingler 1958, 63).

[20] Jahn/Lange 1973, 370.

[21] Günther 1900, 159.

[22] Über Elemente der Pflanzengeographie in der Botanik vor Alexander von Humboldt siehe jedoch Dittrich 1960, 25-27.

[23] Diese Bezeichnung verwendete Humboldt z. B. auch im ersten Band des „Kosmos“: Humboldt 1845/1862 I, 368.

[24] Ich bin freilich weit entfernt […] einnehmen in 1815, 1817, 1845 ersetzt durch: Die Geo­graphie überliefert die Bindungen und die Verwandschaft der Pflanzen, durch die alle Vegetabilien untereinander verknüpft sind, welche Landstücke der Erde sie einnehmen

[25] Bis in große Höhen.

[26] 1815, 1817, 1845: Wurzeln

[27] Auf der Humus, Ackerboden entsteht.

[28] 1815, 1817, 1845: und führt an, auf welche Weise Boden auf der Oberfläche der Erde entsteht.

[29] Geognosie (Erdkunde).

[30] 1815, 1817: Physiographie (Naturbeschreibung, Histoire naturelle descriptive)

[31] 1815, 1817: die Zoognosie, Phytognosie und Oryctognosie (Thier- Pflanzen- und Fossilien-Erkennungslehre)

[32] Die Frage der möglichen Abhängigkeit Humboldts von Kant in Bezug auf die methodische Trennung von Erdkunde und Erdgeschichte bzw. Naturbeschreibung und Naturgeschichte ist oft diskutiert worden, wohl zuletzt von Bernhard Fritscher in Fritscher 1994.

[33] 1815, 1817: Die Historia Telluris (Erdgeschichte, Histoire du globe)

[34] Geognosie (Erdkunde).

[35] 1815, 1817, 1845: und den Untergang von mehreren

[36] 1815, 1817, 1845 wurde die Passage sei es das Wasser, das durch Verdichtung mit Luft entstanden ist, [sei es die Luft,] die durch die Ausdünstungen des Ozeans verdünnt wurde weggelassen.

[37] 1815 1817: Also ist die zoologische Geschichte (Geschichte der Thierwelt), die Geschichte der Pflanzen (Geschichte der Pflanzenwelt) und die oryctologische Geschichte (Geschichte der Gebirgsmassen),

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Letzte Aktualisierung: 21 Juni 2007 | Kraft
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