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Ottmar Ette

Alexander von Humboldt, die Humboldtsche Wissenschaft und ihre Relevanz im Netzzeitalter

Zusammenfassung

Alexander von Humboldt hat im Verlauf eines langen Gelehrtenlebens geduldig an der Ausformulierung und Gestaltung einer Wissenschaft von der Welt gearbeitet, an der Vision von jenem Kosmos, dem er während der letzten Jahrzehnte seines Lebens seinen bis heute faszinierenden Entwurf einer physischen Weltbeschreibung widmete. Dabei bildete die selbstkritische Hinterfragung eigener, kulturell geprägter Forschungsansätze im Kontext jeweils spezifischer Kulturen des Wissens ein entscheidendes Kriterium seines wissenschaftlichen Handelns. Wissenschaft von der Welt ist bei Humboldt verbunden mit dem Anspruch, die Welt in ihren komplexen Zusammenhängen neu zu denken: transdisziplinär, interkulturell, kosmopolitisch. So verstanden ist Humboldt keineswegs der "letzte Universalgelehrte", sondern vielmehr Pionier und Vertreter einer neuen Wissenschaftskonzeption, deren Potentiale bis heute noch nicht ausgeschöpft sind. 

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Inhalt

  1. Über die Entwicklung einer Wissenschaft von der Welt

  2. Humboldts Wissenschaftskonzeption

  3. Humboldt: Pionier des Netzzeitalters

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Über den Autor

Ottmar Ette

Prof. Dr. Ottmar Ette (Universität Potsdam)

1956 im Schwarzwald geboren. Seit Oktober 1995 Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. 1990 Promotion an der Universität Freiburg i.Br. 1995 Habilitation an der Katholischen Universität Eichstätt. Mehrfach Gastdozenturen in Mexiko, USA, sowie in Costa Rica. 2004-2005 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Mitantragssteller des DFG-Graduiertenkollegs "Lebensformen + Lebenswissen" (ab WS 2006/2007).


Buchpublikationen u.a.:

• A.v.Humboldt: Reise in die Äquinoktial-Gegenden (Hg., 2 Bde. Insel 1991) Heinz-Maier-Leibnitz-Preis

José Martí (Niemeyer 1991, Übers. México: UNAM 1995) Nachwuchswissenschaftler-Preis für Romanische Literaturwissenschaft der Unviersität Freiburg

Roland Barthes (Suhrkamp 1998) Hugo Friedrich und Erich Köhler-Forschungspreis

Literatur in Bewegung (Velbrück Wissenschaft 2001; Übers. Literature on the move. New York, Amsterdam: Rodopi 2003).

Weltbewusstsein. Alexander von Humboldt und das unvollendete Projekt einer anderen Moderne (Velbrück Wissenschaft 2002).

ÜberLebenswissen. Die Aufgabe der Philologie (Berlin: Kadmos 2004)

ZwischenWeltenSchreiben. Literaturen ohne festen Wohnsitz (Berlin: Kadmos 2005)

• Sammelbände im Bereich der französischen, frankophonen, spanischen und hispanoamerikanischen Literatur, darunter Reinaldo Arenas (1992), José Martí, José Enrique Rodó (mit T. Heydenreich, 1994 bzw. 2000), Todas las islas la isla (mit J. Reinstädler, 2000), Ansichten Amerikas (mit W. Bernecker, 2001) und Aufbruch in die Moderne (et.al., Akademie Verlag 2001), Kuba heute. Politik, Wissenschaft und Kultur (mit M. Franzbach, 2001), Der französischsprachige Roman heute (mit A. Gelz, 2002), Max Aub: Inéditos y revelaciones (Revista de Occidente, 2003), Intellektuelle Redlichkeit - Intégrité intellectuelle. Literatur - Geschichte - Kultur. Festschrift für Joseph Jurt (mit M. Einfalt, U. Erzgräber, 2005) sowie Grenzen der Macht - Macht der Grenzen. Lateinamerika im globalen Kontext (mit M. Braig, D. Ingenschay, G. Maihold, 2005).

Zu neuen Texteditionen zählen:

• José Enrique Rodó, Ariel (1992)

• Alexander von Humboldt, Kosmos (mit O. Lubrich, 2004)

• Alexander von Humboldt, Ansichten der Kordilleren und Monumente der eingeborenen Völker Amerikas (mit O. Lubrich, 2004)

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Letzte Aktualisierung: 25 April 2006 | Kraft

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