Category: Kooperation

Elternnachricht

In der Plattform Elternnachricht zeigt sich eine Möglichkeit die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften im Sinne einer funktionierenden Elternarbeit effektiv zu gestalten. Dabei ist es Lehrkräften nicht nur möglich, Informationen schnell und übersichtlich an Eltern zu versenden und Umfragen zu erstellen, dass besondere an Elternnachricht ist, dass es den geltenden Datenschutzbestimmungen gerecht wird.

Wir befragten einen der beiden Gründer von Elternnachricht, Johannes Höller, zum Tool und wollten Folgendes wissen:

(1) Wie fördert das Tool die Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften?

Elternnachricht ist ein direkter Kommunikationskanal zu den Eltern und somit deutlich schneller als der herkömmliche Papierprozess. Damit wird für Lehrkräfte und Eltern der Aufwand reduziert. Eltern können dem Lehrer beispielsweise eine direkte Rückantwort geben bzw. zum Thema der Nachricht Fragen stellen. Es ist kein zeitintensiver “Umweg” über das klassische Mitteilungsheft oder andere Medien notwendig. Ein weiterer Vorteil zeigt sich darin, dass Informationen sofort und ohne Zeitverzögerung bei den Eltern ankommen. Somit können auch kurzfristig wichtige Informationen mit den Eltern geteilt oder Antworten eingeholt werden. Durch die schnellen Rückantworten der Eltern, können Lehrkräfte den Unterricht bzw. organisatorische Dinge schneller planen und der Zeitaufwand für Lehrkräfte fällt geringer aus.

(2) Welche Innovationen hat Elternnachricht bisher und welche sind zukünftig geplant?

Die Plattform Elternnachricht kann sowohl von einer ganzen Schule, nur der Schulleitung bis hin zu einzelnen Lehrkräften genutzt werden. Auch der Einsatz in nur einer einzigen Klasse ist daher problemlos möglich. Somit können die kompletten Kommunikationsstrukturen einer Schule digital abgebildet werden. Die schulischen Akteure haben eigene Rechte und Rollen, Daten sind jeweils nur für berechtigte Nutzer sichtbar. Eltern können zu keinem Zeitpunkt Daten oder Antworten anderer Eltern sehen.  

Wir bieten vier unterschiedliche Bestätigungsformen der Nachrichten für eine maximale Flexibilität an. Neben einfachen Lesebestätigungen können so auch komplexe Umfragen und Terminabstimmungen durchgeführt werden (z.B. Organisation des Elternsprechtages). Die Antworten der Eltern, z.B. Terminbestätigungen, sind für Lehrkräfte übersichtlich dargestellt.

Eine extrem wichtige Funktion ist unsere Lösung für Eltern, die keine E-Mail-Adresse haben. Unser Tool informiert die Lehrkraft automatisch, falls beim Versand einer digitalen Nachricht Empfänger enthalten sind, die keine E-Mail-Adresse angegeben haben. Mit einem Klick lässt sich eine Papierversion der Nachricht generieren und ausdrucken. Die Antworten dieser Papierrückläufer können dann ebenfalls digital erfasst werden. Somit nutzt der Lehrer für alle Eltern (egal ob digital oder nicht) ein Tool und hat stets alle Informationen auf einen Blick griffbereit.

Wir haben Elternnachricht getestet

Wir haben das Tool im Rahmen unseres Seminars an der Universität Potsdam mit Lehramtsstudierenden getestet. Unserer Meinung nach eignet sich das Tool für Lehrkräfte, die im klassischen Sinne der Elternarbeit mit den Eltern ihrer Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten möchten. Lehrkräfte haben die Möglichkeit schnell Informationen mit Eltern zu teilen und Bestätigungen durch Eltern zu erhalten. Zudem ist das Tool sehr übersichtlich gestaltet (siehe Fensteransichten in der Bildergalerie), sodass Lehrkräfte sich schnell zurechtfinden und eine gute Übersicht über stattfindende Kommunikationsstrukturen erhalten.

Was würden wir uns wünschen?

Im Zeitalter zunehmender Herausforderungen sind nicht nur Eltern auf Informationen von Lehrkräften angewiesen – hier sollte ein wechselseitiger Prozess stattfinden. Somit wäre eine Chatfunktion denkbar, sodass auch Eltern an Lehrkräfte Informationen weitergeben können. Weiterhin sollten auch Eltern die Möglichkeit haben, Resultate von Abstimmungen einzusehen, um so das Prinzip größtmöglicher Transparenz zu gewährleisten. Bei Abstimmungen ist es wünschenswert, wenn Eltern eigenen Ideen als Antworten eintragen können, sodass Wünsche und Bedürfnisse individuell angeben werden könnten. Eine Übersicht über Funktionen können unter folgendem Link eingesehen werden.

Zur bestmöglichen Organisation für Kooperationskontakte könnten in Rahmen des Tools sogenannte Kooperationsvereinbarungen gespeichert und abgebildet werden. So haben Eltern und Lehrkräfte beispielsweise die Möglichkeit, gemeinsame Ziele strukturiert zu dokumentieren sowie Bedürfnisse der Akteure und getätigte Abmachungen. Durch diese Struktur würde der Prozess der Reflexion von Kooperationsprozessen für Eltern und Lehrkräfte erleichtert – der vor allem für qualitätsvolle Kooperationsprozesse relevant ist. 

Weitere Info´s zur Kommunikation von Eltern und Lehrkräften:

3 Tools im Test

Elternnachricht, SchoolFox und Remind

Zur Umsetzung einer qualitätsvollen Kommunikation können gerade auch im digitalen Zeitalter Apps und Plattformen zur Kooperation von Lehrkräften und Eltern genutzt werden. Im Rahmen eines Seminars an der Universität Potsdam wurden drei Tools ausprobiert: Elternnachricht, SchoolFox und Remind.

Auf Grundlage von mehreren Fragen wurden die Apps / Plattformen getestet und gemeinsam diskutiert. Uns interessierte vor allem,  welche Tools für welche Bedürfnisse geeignet sind und ob die Tools dem Prinzip einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft entsprechen.

 

Ziel und Vorteile: Das Ziel des Tools besteht darin, dass Lehrkräfte unkompliziert Informationen an Eltern weitergeben können und bei Bedarf auch umgehend Rückantwort (z.B. Lesebestätigung) zu erhalten. Elternnachricht zeichnet sich durch eine hervorragende Übersichtlichkeit und eine einfache Bedienung aus.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die Lehrkräfte, die eine Klasse anmelden. Eltern benötigen für die Nutzung des Tools ausschließlich eine E-Mail-Adresse, die den Lehrkräften zur Verfügung gestellt wird.

Nachrichtenformat: Hier können Nachrichten sowohl an alle oder nur ausgewählte Eltern gesendet werden. Weiterhin können Abstimmungen erstellt werden, sodass Eltern die Möglichkeit der Zustimmung bzw. Ablehnung haben. Insgesamt stehen vier verschiedene Typen von Nachrichten zur Verfügung. Jedoch können Nachrichten nicht von Eltern an Lehrkräfte gerichtet werden, da keine Chatfunktion vorhanden ist und auch die Lernenden können weder Nachrichten einsehen noch an der Kommunikation partizipieren.

Weitere Funktionen: Weiterhin gilt es als praktisch, dass Lehrkräfte Dokumente (z.B. PDF-Dateien) an Eltern versenden können und Lehrkräfte eine Erinnerungsfunktion haben, sodass beispielsweise an verabredete Termin erinnert wird.

Datenschutz: Elternnachricht wurde unter strenger Beachtung der Bundes- und Landesdatenschutzgesetze entwickelt. Die Server und Services befinden sich in Deutschland und garantieren die Sicherheit aller Daten. Die genutzte SSL-Verschlüsselung wurde vom BayLDA geprüft und als sicher und wirksam bestätigt. Alle notwendigen Dokumente werden vorgefertigt zur Verfügung gestellt, eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung wird ebenfalls abgeschlossen. Weitere Info´s unter folgendem Link.

Kosten: Die Kosten für das Tool belaufen sich auf 24 € pro Klassen je Schuljahr. Bei schulweitem Einsatz steht zusätzlich noch eine Verwaltungsfunktion für die Schulleitung als Zusatzpaket zur Verfügung.

Zugang: Elternnachricht ist für Lehrkräfte auf jedem internetfähigen Gerät beispielsweise über einen Webbrowser nutzbar und für Eltern über ihren Email-Account.

Elternnachricht ist die richtige Plattform für Sie, wenn Sie ausschließlich an der Informationsweitergabe für Eltern und entsprechende Möglichkeiten zur Einholung von Feedback (u.a. Umfragen, Terminabsprachen, Informationen mit Lesebestätigung) interessiert sind und ein übersichtliches und  einfaches Tool nutzen möchten.

Ziel und Vorteile: Das Ziel des Tools besteht darin, dass Lehrkräfte und Eltern miteinander kommunzieren können. SchoolFox hat ein einfaches Design, ist übersichtlich strukturiert und ist somit leicht zu bedienen.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt im ersten Schritt über die Lehrkräfte, die eine Klasse anmelden. Eltern erhalten dann einen Code für ihre Klasse und melden sich zudem mit einer eigenen Emailadresse an.

Nachrichtenformat: Lehrkräfte können Eltern individuell anschreiben oder kollektive Nachrichten, beispielsweise Rundbriefe, versenden. Hier können Anhänge hinzugefügt werden. Weiterhin sind Abstimmungen in der Klasse nötig, die Ergebnisse sind sowohl für Eltern als auch für Lehrkräfte sichtbar. Weiterhin gibt es die Funktion der Lesebestätigung und Termine werden übersichtlich dargestellt. Weiterhin können mehrere Lehrkräfte gleichzeitig mit den Eltern (individuell oder kollektiv) kommunizieren. Schülerinnen und Schüler sind nicht an der Kommunikation beteiligt.

Weitere Funktionen: In SchoolFox können Nachrichten in 40 Sprachen übersetzt werden. Weiterhin ist eine Erinnerungsfunktion integriert, die an wichtige Termine, wie beispielsweise den Elternabend, erinnert.

Datenschutz: Der Server befindet sich innerhalb der EU und entspricht der europäischen Datenschutzgrundverordnung. Weitere Infos unter folgendem Link

Kosten: Die Angebote müssen individuell eingeholt werden. Es gibt sowohl eine kostenlose Basis-Version als auch eine kostenpflichtige Premium-Version. Die Kosten für die Premium-Version richten sich nach der Anzahl der interessierten Klassen pro Schule. Unverbindliche Angebote können individuell eingeholt werden.

Zugang: SchoolFox ist für Lehrkräfte und Eltern über einen Webbrowser oder über eine mobile App (iOS und Android) nutzbar. Sowohl Eltern als auch Lehrkräfte benötigen eine Emailadresse.

SchoolFox ist die richtige App für Sie, wenn Sie mit Eltern kommunizieren und dabei in den Austausch gehen möchten und dabei Hilfe bei der Übersetzung von Nachrichten benötigen. Auch hier muss beachtet werden, welche Datenschutzverordnung für ihre Institution relevant ist, da der Server in der EU lokalisiert ist.

Ziel und Vorteile: Das Tool Remind zeichnet sich dadurch aus, dass alle Schulakteure miteinander in Kontakt treten können, sowohl Eltern und Lehrkräften, sowie Lehrkräfte und Lernende oder auch Eltern, Lehrkräfte und Lernende gemeinsam. Weiterhin zeichnet sich Remind durch die Funktion der Übersetzung von Nachrichten in 70 Sprachen aus.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über Emailadressen aller Beteligter.

Nachrichtenformat: Durch das Tool kommt es zum Austausch von Informationen, da sowohl Eltern als auch Lehrkräfte Nachrichten an die Partner senden können. Jedoch sind hier keine Abstimmungen oder Übersichten von Ergebnisse oder Nachrichten möglich. Auch Lesebestätigungen werden nicht ersichtlich.

Weitere Funktionen: Weiterhin gilt es als praktisch, dass Lehrkräfte Dokumente (z.B. PDF-Dateien) an Eltern versenden können und Nachrichten in mehr als 70 Sprachen übersetzt werden.

Datenschutz: Da der Server nicht in Deutschland ist, wird keine Sicherheit der Daten garantiert und kann an Schulen in Deutschland nicht offiziell zur Kommunikation genutzt werden. Weitere Informationen unter dem folgenden Link.

Kosten: Das Tool ist kostenlos.

Zugang: Remind kann über den Webbrowser oder eine App genutzt werden. Lehrkräfte und Eltern nutzen ihren Email-Account zur Anmeldung.

Remind ist die richtige App für Sie, wenn es in ihrer Institution in Ordnung ist, dass der Server des Tools in den USA lokalisiert ist und Sie sowohl mit Eltern und auch ihren Lernenden kommunizieren möchten.

Eine qualitätsvolle Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften

Eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrkräften kann dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler effektiv individuell zu fördern. Diese kooperativen Prozesse zwischen Eltern und Lehrkräften können nur dann als qualitätsvoll bezeichnet werden, wenn die Kommunikation zwischen den Kooperationspartnern funktioniert.

Auf Grundlage des Schulversuchs „Akzent Elternarbeit“ konnte durch Rubach, Krauskopf und Lazarides (2017) herausgestellt werden, dass acht Maßnahmen für Kommunikationsprozesse zwischen Eltern und Lehrkräften in der gemeinsamen Kooperation von Bedeutung sind:

Gelegenheiten für Gespräche anbieten                       Einladungen werden durch Lehrkräfte für formelle und informelle Gespräche durch verschiedene Kommunikationsmittel angeboten. Ziele der Gespräche sollten klar formuliert sein, Kommunikationsmedien und Kontakteformen darauf passend gewählt werden.
Erreichbarkeit für die Eltern sicherstellen               Auf Grundlage des Konzeptes einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft sollte sowohl die Erreichbarkeit schulischer Ansprechpartner, als auch die der Eltern sichergestellt sein. Dabei sollten Kontaktdaten verfügbar sein und über zeitliche Ressourcen sollte informiert werden.
Auf Bedürfnisse eingehen               Hierbei sollte auf die Bedürfnisse der Partner geachtet werden. Dabei werden präferierte Kontaktformen einbezogen, gegenseitige Erwartungen an die Partner sowie Wünsche über die Zeit der Kontakte. Wert wird auf die gegenseitig zugestandene Autonomie der Partner gelegt.
Gesprächskompetenzen schulen   Lehrkräfte sollten frühestmöglich auf die Arbeit mit Eltern vorbereitet werden. Dabei sollten im Studium Kurz zum Training von Kommunikationskompetenzen angeboten und durch Formate wie Hospitationen weiterentwickelt werden. Fortbildungen sollten stetig angeboten werden.  
Zielstrebiges Informieren   Auf Grundlage des Konzeptes einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft sollte sowohl auf den Informationsfluss der Lehrkräfte für die Eltern, aber auch der Eltern für die Lehrkräfte geachtet werden.
Sich im Umfeld vernetzen  Eltern und Schule vernetzen sich im regionalen Bildungspartner. Hier sollten Austauschmöglichkeiten aufgezeigt werden, und Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung zu nutzen.
Problem- und Konfliktmanagement zwischen Schule und Elternhaus Lehrkräfte und Eltern sind gemeinsame an der Lösung von Konflikten interessiert. Dabei sollte auf angemessene Regelungen der Gesprächsabläufe geachtet werden. Zudem besteht die Möglichkeit unabhängige Dritte in die Gespräche zu integrierten
Ansprechpartner benennen  Schulische Ansprechpartner mit entsprechenden Aufgaben werden für Eltern benannt.

Wie schaffe ich eine qualitätsvolle Kommunikation?

Zur Umsetzung solcher Kriterien können Apps genutzt werden. Im folgenden Artikel haben wir im Rahmen des Seminars an der Uni Potsdam 3 Tools getestet.

SchoolFox

Kommunikation auf Augenhöhe

In der Plattform SchoolFox zeigt sich eine Möglichkeit die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften im Sinne einer funktionierenden Erziehungs- und Bildungspartnerschaft effektiv zu gestalten. Dabei ist es Lehrkräften nicht nur möglich, Informationen schnell und übersichtlich an Eltern zu versenden, das besondere an SchoolFox ist, dass es zu einer wechselseitigen Kommunikation beider Akteure kommen kann.

Wir befragten einen der beiden Gründer von SchoolFox, David Schalkhammer, zum Tool und wollten Folgendes wissen:

Wie fördert das Tool die Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften?

Die Voraussetzung für gutes Teamwork ist eine transparente und schnelle Kommunikation. Die Organisation des Schultags ist für PädagogInnen eine wahre Management-Aufgabe. Neben der Vermittlung von Inhalten, kommen unzählige organisatorische Themen hinzu, die eng mit den Familien der Kinder abgestimmt werden müssen. SchoolFox nutzt die moderne Technologie, um einerseits LehrerInnen bei der Organisation zu entlasten und Eltern stärker in das Schulleben der Kinder miteinzubeziehen (z.B. Teilen von Fotos aus der Klasse oder während des Schulausfluges, Informieren über den Lernfortschritt). Hier zeigen sich zwei Vorteile: Erstens müssen PädagogInnen nicht mehr per Hand kopieren, kleben, verteilen und Unterschriften kontrollieren, was Zeit und Papier spart. Zweitens erhalten Lehrkräfte einen Draht zu Eltern, müssen nicht mehr wochenlang auf Antworten waren und können Termine bestmöglich organisieren.

Über eine App für Smartphone und Computer senden LehrerInnen Texte, Fotos oder Dateien an die Familien, die in Echtzeit auf Ihrem Smartphone oder per E-Mail benachrichtigt werden und rasch reagieren (85% der Rückmeldungen geschehen bereits innerhalb der ersten Stunde nach Senden der Nachricht). Eltern mit mangelnden Deutschkenntnissen können die Lehrer-Mitteilung automatisch in ihre bevorzugte Sprache übersetzen lassen. So können Sprachbarrieren überwunden werden und auch diese Familien in den Schulalltag miteinbezogen werden.

Welche Innovationen hat SchoolFox bisher und welche sind zukünftig geplant?

SchoolFox hat es geschafft, dem Kommunikationsbedürfnis von Lehrkräften und Eltern durch den behutsamen Einsatz digitaler Technologie zu begegnen. Funktionen, die Nutzer aus dem Privatleben kennen, wurden aufgegriffen und an die speziellen Bedürfnisse des Schulbereichs angepasst. Das oberste Ziel ist, ein Nutzererlebnis zu schaffen, das sich zu 100% an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert und sich perfekt in den Schulalltag integrieren lässt. Wäre die Verwendung der App eine lästige Zusatzaufgabe, so würde niemand die Plattform verwenden.

 Wir planen für die Zukunft viele weitere Schritte. Bereits im Herbst 2018 kommen für unsere Premium-Nutzer neue Zusatzfunktionen, beispielsweise die Möglichkeit für direkte Notfall-SMS an die Eltern, eine Administratorenfunktion für die Schulleitung, eine ganz unkomplizierte Organisation des Elternsprechtags oder der Vermerk von Hausübungen, damit Eltern auch hier den Überblick bewahren können. Langfristig soll auch eine Version für höhere Klassen entstehen, die sich auf die Kommunikation zwischen LehrerInnen und SchülerInnen fokussiert.

Unser Feedback zum Tool:

Wir haben das Tool im Rahmen unseres Seminars an der Universität Potsdam mit Lehramtsstudierenden getestet. Unserer Meinung nach eignet sich das Tool für Lehrkräfte, die an einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft interessiert sind, sodass Eltern und Lehrkräfte gemeinsam die Lernenden unterstützen und dabei gleichberechtigt miteinander arbeiten. Lehrkräfte und Eltern haben die Möglichkeit schnell Informationen zu teilen und Antworten der Kooperationspartner zu erhalten. Zudem ist das Tool sehr übersichtlich gestaltet (siehe Fensteransichten in der Bildergalerie), sodass Lehrkräfte und Eltern sich schnell zurechtfinden und eine gute Übersicht über stattfindende Kommunikationsstrukturen erhalten.

Was würden wir uns wünschen?

In einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist der Austausch von Informationen eine grundlegende Bedingung. Wichtig ist es auch, dass Inhalte miteinander besprochen werden, und Abstimmungen stattfinden. Diese finden nicht nur individuell für einzelnen Kinder statt, sondern auch im Klassenkontext. Daher wäre die Funktion der (anonymen) Abstimmung von Inhalten (bspw. Klassenfahrten, Tagestouren, Anschaffungen) wünschenswert – dabei wäre es relevant, dass sowohl Eltern als auch Lehrkräfte Ergebnisse einsehen können. So kann das Prinzip größtmöglicher Transparenz gewährleistet werden. Bei Abstimmungen ist es auch wünschenswert, wenn Eltern eigenen Ideen als Antworten eintragen können, sodass Wünsche und Bedürfnisse individuell angeben werden könnten.

Zur bestmöglichen Organisation für Kooperationskontakte könnten in Rahmen des Tools sogenannte Kooperationsvereinbarungen gespeichert und abgebildet werden. So haben Eltern und Lehrkräfte beispielsweise die Möglichkeit, gemeinsame Ziele strukturiert zu dokumentieren sowie Bedürfnisse der Akteure und getätigte Abmachungen. Durch diese Struktur würde der Prozess der Reflexion von Kooperationsprozessen für Eltern und Lehrkräfte erleichtert – der vor allem für qualitätsvolle Kooperationsprozesse relevant ist. 

Weitere Info´s zur Kommunikation von Eltern und Lehrkräften:

QOOP – Ein Quiz zur qualitätsvollen Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften

Der Prozess der Digitalisierung von Schule und Unterricht stellt eine immer größere Bedeutung und Herausforderung für Studierende dar (Kammerl, Mayrberger 2011). In diesem Zusammenhang zeigt sich die Verantwortung der Hochschule, die angehenden Lehrerinnen und Lehrer auf die Digitalisierungsprozesse vorzubereiten (Brandhofer & Micheuz, 2011). Infolgedessen wurde innerhalb des Fachbereichs Schulpädagogik an der Universität Potsdam das Projekt QOOP von Charlott Rubach und Rebecca Lazarides entwickelt. Das Projekt verknüpft die Forderung nach Digitalisierungsprozessen innerhalb der Hochschullehre und greift einen wichtigen Aspekt im schulischen Alltag der angehenden Lehrerinnen und Lehrer auf: die Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften. Die aktuellen Debatten (Fan & William 2012; Hill & Tyspn 2009; Sacher 2012) rund um das Thema Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften haben gezeigt, was für ein wesentlicher und notwendiger Bestandteil Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften innerhalb der schulischen Ausbildung der Schülerinnen und Schüler ist. Durch die gemeinsame Unterstützung resultiert eine intensivere Förderung der Lernenden in der Schule. Obwohl viele Lehrkräfte sich eine gelungene Kooperation mit Eltern wünschen (Sacher, 2012), zeigt sich jedoch, dass sie im Schulalltag nur oberflächlich umgesetzt wird (Sacher, 2014; Egger, Lehmann & Straumann, 2016).
Um diese Thematik den angehenden Lehrerinnen und Lehrern näher zu bringen und sie dabei zu unterstützen, eine gelungene Kooperationsbeziehung mit Eltern aufzubauen, eignet sich das im Projekt QOOP entwickelte Quiz auf Quizacademy. Das Quiz dient dazu, das Wissen über die Gestaltung der Kooperation zwischen Lehrkräften und Eltern mobil zugänglich zu machen. Durch die App wird den Studierenden und Lehrkräften die Möglichkeit des Mobile Learning auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop geboten. Die Studierenden können sich unter anderem durch die QOOP Quiz-App über theoretische Grundlagen zur Kooperation mit Eltern, die Kooperation im Kollegium oder die erfolgreiche Kommunikation mit Eltern informieren.
Dieser Weblog soll dazu dienen, dass Lehrkräfte Erfahrungen austauschen können und die Möglichkeit haben, miteinander zu diskutieren. Das Projekt QOOP arbeitet momentan daran, den Weblog zu erweitern und das Quiz zu evaluieren.
Für Anregungen und Fragen sind wir offen und wir freuen uns auf einen guten Austausch!

Zum Quiz gelangen Sie unter folgendem Link.  Suchen Sie unter Universität Potsdam einfach das Quiz unter dem Namen "QOOP". Das Passwort ist "1". 

Hinweise zum Tool Quizacademy finden Sie unter folgendem Link.

Literatur:

Brandhofer, Gerhard; Micheuz, Peter (2011): Digitale Bildung für die österreichische Lehrerschaft. In: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 29 2. S. 185-198.

Fan, W., Williams, C. M. & Wolters, C. A. (2012). Parental Involvement in Predicting School Motivation. Similar and Differential Effects Across Ethnic Groups. The Journal of Educational Research, 105 (1), 21–35. https://doi.org/10.1080/00220671.2010.515625

Hill, Nancy E.; Tyson, Diana F. (2009): Parental involvement in middle school: A metaanalytic assessment of the strategies that promote achievement. Developmental psychology 45, 740-763.

Kammerl, Rudolf; Mayrberger, Kerstin (2011): Medienpädagogik in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in Deutschland: Aktuelle Situation und Desiderata. In: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 29/2, S. 172-184.

Sacher, Werner (2012): Erziehungs- und Bildungspartnerschaften in der Schule: zum Forschungsstand. In: Stange W., Krüger R., Henschel A., Schmitt C.: Erziehungs- und Bildungspartnerschaften. Wiesbaden.

Sacher, Werner (2014): Elternarbeit als Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Grundlagen und Gestaltungsvorschläge für alle Schulen. Bad Heilbrunn.

Straumann, Martin; Egger, Jan & Lehmann, Jürgen (2015): Die Kooperation von Schule und Elternhaus. Eine Analyse der Praxis von Lehrpersonen. Wissenschaftlicher Schlussbericht zuhanden des SNF. 2015.

Vorstellung des Blogs

Durch den Weblog werden zwei Ziele verfolgt: Aufklärung und Austausch von theoretischen Konzepten, Forschungsbefunden und Praxiskonzepten zu den Themen Digitalisierung von Unterricht und Hochschullehre sowie Austausch zur Gestaltung einer gelungenen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrkräften (QOOP - qualitätsvolle Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften).

Einerseits soll Lehramtsstudierenden und Lehrkräften durch diesen Blog eine Hilfestellung für den Umgang mit digitalen Medien gegeben werden. Dabei wird thematisiert, wie man die Digitalisierungprozesse in den Unterricht integriert und diesen dahingehend gestalten kann. Hierfür werden verschiedene digitale Tools vorgestellt und praxiserfahrene didaktische Konzepte erläutert, die entweder im eigenen Unterricht oder in der Hochschullehre eingesetzt werden können. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Unterstützung und dem Erfahrungsaustausch, um Lehrkräfte und Lehramtsstudierende auf Digitalisierungsprozesse vorzubereiten.

Ein zweites Ziel zeigt sich in der thematisch und praxisbezogenen Aufarbeitung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrkräften.  Lehrkräfte und Lehramtsstudierende sollen durch den Erfahrungsaustausch mit Hilfe des Weblogs auf die Gestaltung einer gelungenen Kooperation vorbereitet werden. Dabei sollen praxiserfahrene Konzepte bereitgestellt und diskutiert werden, um damit einen gemeinsamen Austausch über Erfahrungen und Probleme anzuregen.

Das Projekt QOOP wurde 2016 an der Universität Potsdam entwickelt und soll mediengestützte Lernprozesse von Studierenden zum Themenkomplex „Gelingende Kooperationsbeziehungen zwischen Lehrkräften und Eltern“ unterstützen. Dabei soll der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis gestärkt werden.

Ich freue mich auf den Austausch.

Charlott Rubach

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