Kommunikation auf Augenhöhe

In der Plattform SchoolFox zeigt sich eine Möglichkeit die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften im Sinne einer funktionierenden Erziehungs- und Bildungspartnerschaft effektiv zu gestalten. Dabei ist es Lehrkräften nicht nur möglich, Informationen schnell und übersichtlich an Eltern zu versenden, das besondere an SchoolFox ist, dass es zu einer wechselseitigen Kommunikation beider Akteure kommen kann.

Wir befragten einen der beiden Gründer von SchoolFox, David Schalkhammer, zum Tool und wollten Folgendes wissen:

Wie fördert das Tool die Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften?

Die Voraussetzung für gutes Teamwork ist eine transparente und schnelle Kommunikation. Die Organisation des Schultags ist für PädagogInnen eine wahre Management-Aufgabe. Neben der Vermittlung von Inhalten, kommen unzählige organisatorische Themen hinzu, die eng mit den Familien der Kinder abgestimmt werden müssen. SchoolFox nutzt die moderne Technologie, um einerseits LehrerInnen bei der Organisation zu entlasten und Eltern stärker in das Schulleben der Kinder miteinzubeziehen (z.B. Teilen von Fotos aus der Klasse oder während des Schulausfluges, Informieren über den Lernfortschritt). Hier zeigen sich zwei Vorteile: Erstens müssen PädagogInnen nicht mehr per Hand kopieren, kleben, verteilen und Unterschriften kontrollieren, was Zeit und Papier spart. Zweitens erhalten Lehrkräfte einen Draht zu Eltern, müssen nicht mehr wochenlang auf Antworten waren und können Termine bestmöglich organisieren.

Über eine App für Smartphone und Computer senden LehrerInnen Texte, Fotos oder Dateien an die Familien, die in Echtzeit auf Ihrem Smartphone oder per E-Mail benachrichtigt werden und rasch reagieren (85% der Rückmeldungen geschehen bereits innerhalb der ersten Stunde nach Senden der Nachricht). Eltern mit mangelnden Deutschkenntnissen können die Lehrer-Mitteilung automatisch in ihre bevorzugte Sprache übersetzen lassen. So können Sprachbarrieren überwunden werden und auch diese Familien in den Schulalltag miteinbezogen werden.

Welche Innovationen hat SchoolFox bisher und welche sind zukünftig geplant?

SchoolFox hat es geschafft, dem Kommunikationsbedürfnis von Lehrkräften und Eltern durch den behutsamen Einsatz digitaler Technologie zu begegnen. Funktionen, die Nutzer aus dem Privatleben kennen, wurden aufgegriffen und an die speziellen Bedürfnisse des Schulbereichs angepasst. Das oberste Ziel ist, ein Nutzererlebnis zu schaffen, das sich zu 100% an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert und sich perfekt in den Schulalltag integrieren lässt. Wäre die Verwendung der App eine lästige Zusatzaufgabe, so würde niemand die Plattform verwenden.

 Wir planen für die Zukunft viele weitere Schritte. Bereits im Herbst 2018 kommen für unsere Premium-Nutzer neue Zusatzfunktionen, beispielsweise die Möglichkeit für direkte Notfall-SMS an die Eltern, eine Administratorenfunktion für die Schulleitung, eine ganz unkomplizierte Organisation des Elternsprechtags oder der Vermerk von Hausübungen, damit Eltern auch hier den Überblick bewahren können. Langfristig soll auch eine Version für höhere Klassen entstehen, die sich auf die Kommunikation zwischen LehrerInnen und SchülerInnen fokussiert.

Unser Feedback zum Tool:

Wir haben das Tool im Rahmen unseres Seminars an der Universität Potsdam mit Lehramtsstudierenden getestet. Unserer Meinung nach eignet sich das Tool für Lehrkräfte, die an einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft interessiert sind, sodass Eltern und Lehrkräfte gemeinsam die Lernenden unterstützen und dabei gleichberechtigt miteinander arbeiten. Lehrkräfte und Eltern haben die Möglichkeit schnell Informationen zu teilen und Antworten der Kooperationspartner zu erhalten. Zudem ist das Tool sehr übersichtlich gestaltet (siehe Fensteransichten in der Bildergalerie), sodass Lehrkräfte und Eltern sich schnell zurechtfinden und eine gute Übersicht über stattfindende Kommunikationsstrukturen erhalten.

Was würden wir uns wünschen?

In einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist der Austausch von Informationen eine grundlegende Bedingung. Wichtig ist es auch, dass Inhalte miteinander besprochen werden, und Abstimmungen stattfinden. Diese finden nicht nur individuell für einzelnen Kinder statt, sondern auch im Klassenkontext. Daher wäre die Funktion der (anonymen) Abstimmung von Inhalten (bspw. Klassenfahrten, Tagestouren, Anschaffungen) wünschenswert – dabei wäre es relevant, dass sowohl Eltern als auch Lehrkräfte Ergebnisse einsehen können. So kann das Prinzip größtmöglicher Transparenz gewährleistet werden. Bei Abstimmungen ist es auch wünschenswert, wenn Eltern eigenen Ideen als Antworten eintragen können, sodass Wünsche und Bedürfnisse individuell angeben werden könnten.

Zur bestmöglichen Organisation für Kooperationskontakte könnten in Rahmen des Tools sogenannte Kooperationsvereinbarungen gespeichert und abgebildet werden. So haben Eltern und Lehrkräfte beispielsweise die Möglichkeit, gemeinsame Ziele strukturiert zu dokumentieren sowie Bedürfnisse der Akteure und getätigte Abmachungen. Durch diese Struktur würde der Prozess der Reflexion von Kooperationsprozessen für Eltern und Lehrkräfte erleichtert – der vor allem für qualitätsvolle Kooperationsprozesse relevant ist. 

Weitere Info´s zur Kommunikation von Eltern und Lehrkräften: