Medieninformation der Universität Potsdam

Nr.: 296/10 vom 16.11.2010

Den Lichtquellen der Zukunft ein Stück näher

Sebastian Bange für Promotion an der Universität Potsdam mit dem Carl-Ramsauer-Preis 2010 ausgezeichnet

Dr. Sebastian Bange erhält für seine Promotion an der Universität Potsdam mit dem Titel "Transiente und optische Effekte in Polymer-Halbleitern" den Carl-Ramsauer-Preis 2010 der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin (PGzB). Die Preisverleihung findet am 17. November 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Bange ist einer von insgesamt vier Preisträgern. Der Preis ist mit je 1500 Euro dotiert.

In seiner Dissertation hat sich Sebastian Bange experimentell und theoretisch mit Prozessen in weiß-emittierenden Leuchtdioden aus Polymeren beschäftigt. Vor dem Hintergrund des aktuellen Bedarfs an effizienten Lichtquellen stehen Leuchtdioden derzeit im Fokus wissenschaftlicher und industrieller Forschung. Einen attraktiven Ansatz für die kostengünstige Realisierung weiß-emittierender Flächenstrahler stellen polymerbasierte organische Leuchtdioden (OLEDs) dar. Der Kommerzialisierung dieser Bauteile steht derzeit jedoch noch eine Vielzahl von Problemen entgegen. Im Rahmen seiner unter Betreuung von Prof. Dr. Dieter Neher am Institut für Physik und Astronomie angefertigten Doktorarbeit hat Sebastian Bange die Anregungs- und Ladungsträgerdynamik in weiß-emittierenden Polymeren untersucht. Es ist ihm gelungen, die elementaren Prozesse, die die Leuchtfarbe und Effizienz der aus diesen Polymeren gefertigten Bauteile bestimmen, zu identifizieren und zu modellieren.

Sebastian Bange wurde 1980 in Berlin geboren und studierte von 1999 bis 2006 an der Universität Potsdam Physik. Als einer der besten zehn Absolventen des Studiengangs erhielt er 2007 den "Physik-Studienpreis" der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Bis zum Abschluss seiner Dissertation im Jahr 2009 arbeitete Bange als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam. Anschließend ging er an die University of Utah, USA.

Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festkolloquiums statt, auf dem die Preisträger in Kurzvorträgen ihre Promotionsarbeiten allgemeinverständlich vorstellen werden. Mit dem Carl-Ramsauer-Preis zeichnet die Physikalische Gesellschaft zu Berlin alljährlich je eine herausragende Dissertation der Universität Potsdam sowie der drei Berliner Universitäten aus, an denen das Fach Physik vertreten ist.

Hinweis an die Redaktionen:

Zeit: 17.11.2010, 17:15 Uhr Ort: Humboldt-Universität, Newtonstr. 15, 12489 Berlin, Institut für Physik, Gerthsen-Hörsaal Kontakt: Prof. Dr. Dieter Neher, Universität Potsdam, Telefon: 0331/977-1265, E-Mail: neher@uni-potsdam.de

zurück zur Übersicht