Medieninformation der Universität Potsdam

Nr.: 293/10 vom 11.11.2010

Einfache Diagnostik für Blut und Atemluft mit Biochips

Potsdamer Wissenschaftler mit Neuentwicklungen auf der MEDICA in Düsseldorf

2010 ist die Universität Potsdam wieder auf der MEDICA, dem Weltforum der Medizin, präsent. Die Messe findet vom 17. bis 20. November 2010 in Düsseldorf statt. Die Potsdamer Wissenschaftler stellen auf dem Gemeinschaftsstand der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in Halle 3 (Diagnostik), Stand 3G54 ihre neuesten in Kooperation entstandenen Forschungsergebnisse und Geräte zur Diagnostik vor.

Die vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Nachwuchsforschergruppe der Universität Potsdam "iPOC: Integrierte Proteinchips für die Point of Care Diagnostik" etabliert zurzeit eine Forschungsplattform, die Firmen bei der gezielten Entwicklung von Biochips und Biosensoren unterstützen kann. Der Focus liegt dabei auf POCT (Point of Care Testing). Es handelt sich dabei um einen Bereich, der die immer wichtiger werdende patientennahe Analyse des Gesundheitszustandes, zum Beispiel in der Arztpraxis, an einem Unfallort oder am Krankenhausbett, bezeichnet.

Die seit 2006 geförderte Gruppe arbeitet unter der Leitung des Biosensorikers Dr. Axel Warsinke an neuen technologischen Ansätzen zur Entwicklung von integrierten Lab-on-a-Chip Systemen zur Bestimmung von Proteinen im Blut. Ähnlich wie bei den bekannten Zuckermessgeräten soll dabei die Analyse mit geringsten Probemengen auskommen und das Analyseergebnis innerhalb weniger Minuten angezeigt werden. Die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe forscht dabei an Kernproblemen, wie Proteinexpression, Signalgenerierung, Parallelisierung, Mikrofluidik und Chipintegration. Die Wissenschaftler, die die Chips zunächst für ausgewählte Proteine aus den Bereichen Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen entwickeln, kooperieren bei ihren Arbeiten eng mit anderen Bereichen der Universität Potsdam, so Molekulare Bioanalytik und Bioelektronik, Molekularbiologie, Physikalische Chemie, Pflanzenphysiologie und Molekulare Enzymologie, aber auch mit dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, der Charité Berlin-Buch und mehreren diagnostisch ausgerichteten Firmen im Raum Berlin-Brandenburg. Neben neuen Forschungsergebnissen werden in Düsseldorf neue Geräte der kooperierenden FILT GmbH Berlin zur Diagnose von chronischen bronchialen und nasalen Atemwegserkrankungen vorgestellt.

Hinweis an die Redaktionen:

Kontakt: Dr. Axel Warsinke, Universität Potsdam, Telefon: 0331/58187561, E-Mail: warsinke@uni-potsdam.de

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