Medieninformation der Universität Potsdam

Nr.: 079/10 vom 24.03.2010

Karriere ist weiblich - Leider nur das Wort

Forschungsvorhaben der Uni Potsdam belegt - Frauen haben auch in der Wissenschaft schlechtere Karrierechancen

Ein fakultätsübergreifendes Wissenschaftlerteam der Universität Potsdam legt erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes zur Karrieresituation von Frauen in wissenschaftlichen Einrichtungen vor. Dabei wird bereits jetzt deutlich, dass Frauen auch in diesem Bereich ungleich schlechtere Chancen haben als Männer.

Der Begriff "kick off" kommt aus dem Sport und bedeutet Anstoß, Auftakt für etwas Längerfristigeres. Auf einem ebensolchen "Kick-Off-Meeting" stellte das Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung der Universität Potsdam - BIEM CEIP die ersten Ergebnisse eines groß angelegten Forschungsprojektes vor. Untersucht werden "Frauen und ihre Karriereentwicklung in naturwissenschaftlichen Forschungsteams". Im Visier dabei vor allem renommierte Forschungseinrichtungen, wie Fraunhofer und Max-Planck Gesellschaft, Helmholtz und Leibniz Gemeinschaft. Die Untersuchung bestätigte einmal mehr, dass immer noch gilt: je höher die Tarifgruppe, desto geringer der Anteil von Frauen. Meist können Frauen aufgrund von Erziehungszeiten nicht mit der Anzahl an Publikationen gegenüber ihren männlichen Bewerbern mithalten. Dies stellt bei der Einstellung oft ein Negativmerkmal dar. Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Zwar haben alle Forschungseinrichtungen Teilzeitmodelle, doch wird Teilzeit in Führungspositionen immer noch durchweg als problematisch angesehen. Unter der gemeinsamen Leitung von Dr. Kirsti Dautzenberg vom BIEM CEIP, Prof. Dr. Doris Fay vom Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie und Prof. Dr. Dieter Wagner, Leiter des BIEM CEIP, untersuchen bis 2012 drei Wissenschaftlerinnen Arbeitsprozesse in wissenschaftlichen Forschungsteams und die Wirkung auf den Karriereerfolg von Frauen. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Hinweis an die Redaktionen:

Kontakt: Patricia Graf M.A., Projektleiterin, Telefon: 0331/977-34 76, E-Mail: patricia.graf@uni-potsdam.de

Weitere Informationen im Internet: www.ceip.de/research

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