Teachers Workshop

„Postcolonial Justice“: Eintägige Fortbildungsveranstaltung der Universität Potsdam für Lehrkräfte im Fach Englisch an Gymnasien (29.05.2014)

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Programm

Im Rahmen der internationalen Konferenz „Postcolonial Justice“ bietet die Universität Potsdam eine eintägige Fortbildung für Lehrkräfte im Fach English an Gymnasien zum Thema postkoloniale Gerechtigkeit an. Die Fortbildung ist eingebettet in die mehrtägige Jahrestagung der Gesellschaft für die neuen englischsprachigen Literaturen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Australienstudien.

Während der Begriff „Gerechtigkeit“ global gültige soziale, politische und ästhetische Normen suggeriert, wird „postkolonial“ oft mit der Dekonstruktion genau solcher Normen assoziiert. Die Konferenz beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragen:

  • Postkoloniale Gerechtigkeit und die Politik der Versöhnung, Entschädigung und Vergeltung: Wie und auf welcher ethischen und rechtlichen Basis sollten wir uns mit der traumatischen Geschichte kolonialer und neo-kolonialer Ungerechtigkeit (z.B. Sklaverei, Apartheid, indigener Genozid) auseinandersetzen?
  • Postkoloniale Gerechtigkeit und Sprache: Welche Möglichkeiten eröffnet Englisch als lingua franca? Wo ersetzt Englisch einheimische Traditionen und indigenes Wissen?
  • Postkoloniale Gerechtigkeit und die Medien: Welche Rolle spielen die Medien beim Erhalt oder beim Abbau von ungerechten hegemonialen Systemen?

WORKSHOPS

Der Teachers Workshop findet am Donnerstag, den 29.05.2014 von 9:30-17:30 an der Universität Potsdam statt und wird von LISUM und LISA als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Teilnehmer_innen besuchen sowohl ausgewählte Vorträge der Konferenz als auch ein eigens auf sie zugeschnittenes Programm. Dieses beinhaltet eine Teachers Keynote von Prof. Dr. Russell West-Pavlov zum Thema “Redressing Past Injustice? Trauma and Public Narrative in South Africa and Australia: The TRC and the ‚Bringing Them Home‘ Report“ und die daran anschließende Teilnahme an einem von zwei angebotenen Workshops, die beide in englischer Sprache abgehalten werden:

1. Teaching Africa, Teaching Justice (Prof.  Dr. Dr. Russell  West-Pavlov)

The workshop will deal with the topic of justice in the context of English-speaking Africa. At the centre of the workshop is the work of the Truth and Reconciliation Commission in South Africa. We will look at prose written by both white and black South African authors, testimonies, poetry, films and dramatic reconstructions and will also do some creative writing for debating in class.

2. From Terra Nullius to Mabo . . . and beyond: Cultures of Property and Belonging in the EFL-Classroom (Dr. Jörg Heinke)

On the basis of the Australian Mabo case, we will focus on the indigenous struggle for land rights. We will look at (a) opposing–if not contradicting–concepts of the triad property-land-belonging and (b) how these concepts can be transferred into an EFL-classroom context. What seems to be most difficult to achieve is how to convey to students the cultural, legal and political difference between owning and belonging.

Beide Workshops greifen in ihren Inhalten folgende Themen der Rahmenlehrpläne aus Berlin und Brandenburg auf: (1) Demokratisches Handeln und interkulturelle Kompetenz, (2) nationale und kulturelle Identität, (3) eine Welt – globale Fragen und (4) Herausforderungen der Gegenwart.

Vertiefungsworkshop „Erarbeiten einer Unterrichtssequenz“ (Dr. Monika Floyd):

Im Anschluss an die Workshops 1 oder 2 wählen Teilnehmer_innen entweder den vertiefenden Workshop, um das Material aus Workshop 1 und 2 gemeinsam für eine Unterrichtssequenz aufzuarbeiten (Vertiefungsworkshop „Erarbeiten einer Unterrichtssequenz“ mit Dr. Monika Floyd) oder besuchen ein Panel mit regulären Konferenzvorträgen.

ANMELDUNG

Interessent_innen können sich ab sofort direkt über das Registrierungsformular online anmelden.

Anmeldeschluss ist Freitag, der 11. April 2014.

Die Teilnahme an der Fortbildung kostet € 26 (inklusive Mittagessen in der Mensa). Kosten für die Anfahrt werden nicht vom Veranstalter übernommen.

Bei der Anmeldung kann zwischen Workshop 1 und 2 gewählt werden sowie zwischen dem Vertiefungsworkshop „Erarbeitung einer Unterrichtssequenz“ und dem Besuch eines regulären Konferenzpanels. Teilnehmende bekommen per Email eine Bestätigung der Anmeldung sowie das endgültige Tagesprogramm zugeschickt (vorläufiges Programm siehe unten). Wir freuen uns auf Sie!


Programm

09:00 – 09:30 Coffee and registration
09:30 – 10.00 Conference Opening
10:00 – 11:00 Keynote: Ratna Kapur
“Precarious  Desires  and  Postcolonial  Justice:  Gender,  Sexuality and Law”
11:00 – 11:30 Coffee
11:30 – 13:00 Teachers Keynote: Prof. Dr. Dr. Russell West-Pavlov (Universität Tübingen):
„Redressing Past Injustice? Trauma and Public Narrative in South Africa and Australia: The TRC and the ‚Bringing Them Home‘ Report“
Room 1.09.1.12
13:00 – 14:00 Lunch (catered)
14.00 – 15.30 Teachers Workshop 1 or 2
Workshop 1: „Teaching Africa, Teaching Justice“ (Prof.  Dr. Dr. Russell  West-Pavlov)
Workshop 2: „From Terra Nullius to Mabo . . . and beyond: Cultures of Property and Belonging in the EFL-Classroom“ (Dr. Jörg Heinke)
Rooms 1.09.2.16 or 1.09.2.06
15:30 – 16:00 Coffee
16:00 – 17:30 Vertiefungsworkshop „Erarbeiten einer Unterrichtssequenz“ with texts from Workshops 1 and 2 (Dr. Monika Floyd) or
Panel III (regular conference papers)
Room 1.09.2.16