Kolloquium Mi. 14.11.2018

Ort: FH Potsdam, Theaterwerkstatt
Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam
Zeit: 18:00–19:30

18:00 Prof. Dr. Sabine Hebenstreit-Müller ( . Universität Halle-Wittenberg):
Kitapädagogik als Blickschule – Wie eine forschende Haltung entsteht

Kitapädagogik als Blickschule. Wie eine forschende Haltung entsteht.
Alle Kinder sind auf ihre Weise neugierige, forschende Kinder, aber sie müssen als solche auch wahrgenommen und unterstützt werden. Um offen auf ihre Welt zugehen zu können, brauchen sie pädagogische Fachkräfte, die selber einen forschend-neugierigen Blick entwickeln. Es reicht nicht, diesen im Studium zu erwerben und dann in der Praxis die Erfahrung zu machen, dass eine forschende Haltung hier auf ganz andere Bedingungen trifft, die sie schnell erlahmen lassen. Deshalb muss die Praxis selbst eine solche Haltung nicht nur zulassen, sondern die Möglichkeit bieten, diese immer wieder neu hervorzubringen. Im Kern geht es dabei um die Frage, wie durch die Praxis professionelles Handeln ausgeprägt werden kann. Hier liegt die m.E. größte Chance und Herausforderung des Early Excellence Ansatzes. Early Excellence erfordert eine hohe Professionalität. Die Stärke des Ansatzes ist aber, dass sie diese im praktischen Handeln selbst immer wieder neu hervorbringt. Pädagogen und Pädagoginnen benötigen dabei ein bestimmtes „Handwerkszeug“, um Kinder zu beobachten, diese Beobachtungen zu dokumentieren und mit anderen gemeinsam auszuwerten und zu reflektieren.