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Vom Übersetzen bis zu Sprache und Migration –Humboldt-Stipendiaten an der Uni Potsdam

An der Universität Potsdam haben neue Humboldt-Stipendiaten ihre Forschungen aufgenommen. Bei den Gästen handelt es sich um Dr. habil. Mehmet Tahir Öncü aus der Türkei sowie Prof. Dr. Lars Hinrichs aus den USA. Beide sind Gäste im Zentrum für „Sprache, Variation und Migration“ (SVM) an der Philosophischen Fakultät und kommen mit einem Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler nach Potsdam. Sie nutzen damit die Chance, ein Forschungsprojekt mit einem Kooperationspartner ihrer Wahl umsetzen zu können. Für die gewählten Einrichtungen stellt der Besuch der Humboldtianer eine Auszeichnung dar. Ihre Aufenthalte sind Ausdruck der besonderen Qualität der vor Ort geleisteten Forschung.

Seit Juni arbeitet Mehmet Tahir Öncü aus Izmir am SVM. Er wird noch bis September 2018 an der Universität bleiben. Während seiner Zeit in Potsdam wird Öncü am Projekt „Optimierung des Translationsprozesses in Lehre und Praxis – eine empirische Studie im Sprachenpaar Deutsch-Türkisch“ arbeiten und versuchen, anhand von Übersetzungsschemata den Übersetzungsprozess von den einzelnen Satzarten des Deutschen ins Türkische zu veranschaulichen. Das wissenschaftliche Gesamtwerk soll nach Beendigung des Forschungsaufenthalts publiziert werden und als Lehrmaterial für die Übersetzungswissenschaft im Sprachenpaar Deutsch-Türkisch dienen.
Mehmet Tahir Öncü wurde 1978 in Izmir geboren und ist Professor an der Ege University Izmir. Er arbeitet außerdem als Übersetzer und Dolmetscher. Öncü hatte aufgrund der intensiven Zusammenarbeit des SVM mit dem Institut für Übersetzen und Dolmetschen sowie dem Germanistischen Institut der Ege Universität schon mehrmals in den vergangenen Jahren die Gelegenheit, an der Universität Potsdam zu forschen.
Ebenfalls seit Juni gehört Prof. Dr. Lars Hinrichs zum Kollegium des Zentrums für „Sprache, Variation und Migration“. Hinrichs ist noch bis Mitte August Gast der Hochschule. Während seines Aufenthalts in Potsdam wird er sich hier mit Forschenden über Fragen des Sprachkontakts als Folge von Migration austauschen. Bisher hat sich der Linguist von der University of Texas at Austin insbesondere auf die Beschreibung von Sprache und Migration in Texas sowie unter karibischen Einwanderern in Kanada konzentriert. In Potsdam will er nun die hier vorhandene Expertise zu Sprachkontakt in Berlin und zu Kiezdeutsch nutzen, um seine aktuellen Forschungen durch Vergleiche voranzutreiben. Das Projekt widmet sich vor allem der Frage, wie die Kinder von Einwanderern mit den vielfältigen linguistischen Ressourcen umgehen, die ihnen zur Verfügung stehen. Lars Hinrichs wurde 1973 in Bonn geboren. Er promovierte in Freiburg mit einer Untersuchung zu Code-Switching in jamaikanischen E-Mails. Der Wissenschaftler ist international als Korpuslinguist und Experte zu Englisch als Weltsprache anerkannt.

Kontakt: Prof. Dr. Christoph Schroeder, Philosophische Fakultät, Institut für Germanistik
Telefon: 0331 977-4232
E-Mail: schroedc@uni-potsdam.nomorespam.de
Prof. Dr Heike Wiese, Philosophische Fakultät, Institut für Germanistik
Telefon: 0331 977-4222,
E-Mail: heike.wiese@uni-potsdam.nomorespam.de


Medieninformation 17-07-2018 /Nr. 111
Petra Görlich

Universität Potsdam
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Online gestellt: Lea Wilschke
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