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Blog zu Erziehungswissenschaften gewinnt pearls-Preis für Wissenschaftskommunikation

Am 1. Juni 2018 überreicht die Stiftung pearls – Potsdam Research Network erstmals den mit 1.000 EUR dotierten Preis für Wissenschaftskommunikation. Diesjährige Preisträgerin ist die Erziehungswissenschaftlerin Jennifer Lambrecht, die an der Universität Potsdam zum Thema Inklusion promoviert. Gewonnen hat sie mit ihrem Wissenschafts-Blog „Essays aus dem Elfenbeinhochhaus“, in dem sie Fragen zu Erziehungswissenschaft, Philosophie und Forschungsmethoden kommentiert. Sie hat ihren Blog ins Leben gerufen, um Studierende, Eltern und andere am Schulsystem Interessierte mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise ans Thema Schule vertraut zu machen. Dazu vermittelt sie auf ihrem Blog die Grundlagen erziehungswissenschaftlicher Forschungsmethoden, bereitet Studienergebnisse verständlich auf und versucht, zu wissenschaftlichen Diskussionen anzuregen.

Jennifer Lambrecht hat Erziehungswissenschaft, Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin studiert. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrer Promotion und in der Lehrerbildung im Bereich Psychologische Grundschulpädagogik an der Universität Potsdam. Einen thematischen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden das Schulsystem und die Veränderungen, die mit Inklusion – dem gemeinsamen Unterricht für Kinder mit und ohne Behinderungen – einhergehen. Damit ordnet sich ihre Tätigkeit ein in die Ziele und Aufgaben des Departments Lehrerbildung der Hochschule, in dem der Bereich Psychologische Grundschulpädagogik angesiedelt ist. Das Department befasst sich mit den Prozessen des Unterrichtens und Lernens in den Fächern Musik, denen der Primarstufe und Sport der allgemeinbildenden Schulen.
Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von Lambrechts Ansatz, Wissenschaft und öffentliche Meinung auf kluge Art und Weise zu vermitteln. So würden nach Auffassung der Jury nicht nur Forschungsergebnisse auf verständliche Art und Weise kommuniziert, sondern öffentliche Debatten zu Inklusion und Schulsystem aufgegriffen und ihnen wissenschaftlichen Sichtweisen zur Seite gestellt. „Der Blog zeigt in vorbildlicher Weise, wie Wissenschaft Alltagsthemen erhellen und Fehlschlüsse auflösen kann, indem immer wieder auch wissenschaftliche Methodik und deren Anwendbarkeit erklärt wird“, kommentierte Juryvorsitzende Monique Luckas (Futurium gGmbH Berlin). Lobenswert sei auch die Einbindung des Blogs in studentische Seminare, da auf diese Weise bereits die nächste Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für die gesellschaftliche Debatte fit gemacht werde.
Jury und Juryvorsitzende waren gleichermaßen erfreut über die Qualität und Vielfalt der Einsendungen. „Wir freuen uns, wenn der Preis Mut macht, sich gesellschaftlich einzubringen. Die authentische Stimme der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist unerlässlich, wenn es um die Formulierung wichtiger Zukunftsthemen geht“, betonte Luckas. 
Der pearls-Preis für Wissenschaftskommunikation wird 2018 zum ersten Mal für ein gelungenes Wissenschaftskommunikations-Projekt an einen Nachwuchswissenschaftler beziehungsweise eine Wissenschaftlerin aus dem Potsdam Research Network verliehen. „An den Forschungseinrichtungen in Potsdam engagieren sich viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler größtenteils ehrenamtlich, um die eigene Forschung über die Fachcommunity hinaus zu kommunizieren. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, in einen Dialog mit anderen Zielgruppen zu treten. Die Stiftung möchte mit dem Preis das kommunikative Engagement von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern würdigen, die noch am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen“, fasst Prof. Dr. Robert Seckler, Uni-Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie pearls-Vorstandsvorsitzender, die Idee des neuen Stiftungspreises zusammen. 
Unter den 23 Einreichungen aus dem Potsdamer Wissenschaftsnetzwerk waren Science Blogs, Videos, Podcasts, Comics, Ausstellungen, Schülerlabore, Vorträge und Projekte zwischen Wissenschaft und Kunst verschiedener Fachrichtungen.
Der Jury gehörten an: Monique Luckas (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Futurium gGmbH; Juryvorsitz), Helene Foltan (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V.) Franz Ossing (Mitorgansator March for Science Berlin und ehemaliger Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Deutsches GeoForschungsZentrum), Dr. Edzard Weber (Leiter Nachwuchsforschergruppe Entscheidungsmanagement am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme,  Universität Potsdam), Silke Brodersen, Ph.D. (Geschäftsführerin pearls-Potsdam Research Network).

Termin: Preisverleihung am 1. Juni 2018, 11:30 Uhr
Ort: Wissenschaftsetage im Bildungsforum Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam.  
VertreterInnen der Presse sind herzlich eingeladen. Anmeldungen: nadine.lux@pearlsofscience.nomorespam.de

Pressekontakt:
Nadine Lux, pearls – Potsdam Research Network    
Wissenschaftsetage im Bildungsforum, Am Kanal 47, 14467 Potsdam
Tel.: +49 331 977-4587
E-Mail: nadine.lux@pearlsofscience.nomorespam.de
Web: www.pearlsofscience.de

Petra Görlich, Universität Potsdam, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1475
E-Mail: goerlich@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/presse, Jennifer Lambrecht, Universität Potsdam, Humanwissenschaftliche Fakultät, Professur Psychologische Grundschulpädagogik
E-Mail: jennifer.lambrecht@uni-potsdam.nomorespam.de
Tel.: +49 331 977-2357 
Blog: https://elfenbeinhochhaus.wordpress.com/

Medieninformation 29-05-2018 / Nr. 086

Die Stiftung pearls-Potsdam Research Network vernetzt die Universität Potsdam und 21 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen am Wissenschaftsstandort Potsdam. Als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Ziel, Wissenschaft, Forschung, Lehre und Bildung am Standort Potsdam zu fördern, vereint die Stiftung pearls – Potsdam Research Network Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Potsdam sowie das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik und das Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. in einem interdisziplinären Netzwerk.
www.pearlsofscience.de

Mit 20.000 Studierenden und sechs Fakultäten ist die 1991 gegründete Universität Potsdam die größte Hochschule Brandenburgs. Sie ist zugleich die einzige lehrerbildende Einrichtung des Landes.
Die Forschungsschwerpunkte der Universität liegen in den Erdwissenschaften, der Funktionellen Ökologie und Evolutionsforschung, den Kognitionswissenschaften sowie in der Pflanzengenomforschung und Systembiologie. 
Die Universität ist eng vernetzt mit den Forschungseinrichtungen Potsdams und der Region. Ihre konsequente Internationalisierungsstrategie trägt dazu bei, den Wissenschaftsstandort Potsdam für Nachwuchskräfte aus dem In- und Ausland attraktiv zu machen. Potsdam Transfer, das universitäre Zentrum für Gründung und Innovation, Wissens- und Technologietransfer, sorgt dafür, Innovationen aus der Forschung in die Praxis zu überführen.
www.uni-potsdam.de

Online gestellt: Marieke Bäumer
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de