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Towards the Innovation City Potsdam: Forschung, Cluster und Konsortien - Vernetzungsgespräche bei VTT

Otaniemi/Espoo (Finnland), 28. November 2014
Für zukünftige Forschungskooperationen zwischen dem VTT, der Universität Potsdam und dem pearls-Forschungsnetzwerk stehen im Rahmen unserer Gespräche der Bereich der nachhaltigen Biomasseverwertung im Fokus, besonders auch die Verknüpfung mit der Clusterstrategie Brandenburgs. Foto: Wulf Bickenbach

Für zukünftige Forschungskooperationen zwischen dem VTT, der Universität Potsdam und dem pearls-Forschungsnetzwerk stehen im Rahmen unserer Gespräche der Bereich der nachhaltigen Biomasseverwertung im Fokus, besonders auch die Verknüpfung mit der Clusterstrategie Brandenburgs. Foto: Wulf Bickenbach

Am letzten Tag unserer Reise machen wir uns noch einmal auf nach Otaniemi in Espoo, Finnland. Am Vortag konnten wir bereits eine Vielzahl der Einrichtungen der Aalto Universität kennenlernen, die Otaniemis Image als einen Ort größter Kreativität und vielfältiger Innovation entscheidend mitgeprägt haben. Daneben sind in Otaniemi mehr als 800 Unternehmen und Forschungszentren angesiedelt. Eine der bedeutendsten ist das staatlich-technische Forschungszentrum Finnlands VTT, welches am ehesten mit der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft vergleichbar ist.

Das VTT ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Nordeuropa, mit einem Jahresumsatz von ca. 300 Millionen Euro und fast 3000 Beschäftigten. Vor Ort treffen wir die Forschungsbereichsleiterin für den Bereich Biomassenutzung und nachhaltige Chemie, Dr. Kristiina Poppius-Levlin, und die Wissenschaftlerin im Bereich Biomasseverarbeitung, Katariina Kemppainen. Sie geben uns interessante Einblicke in das nachhaltige Forschungsförderungssystem und die vielseitig angelegte finnische Wissenschaftslandschaft. Das Forschungsportfolio von VTT umfasst momentan die sechs Bereiche: Bioeconomy Transformation, Low-carbon Economy, Clean Environment, Digital World, Resource Efficient Production Systems und Health and Wellbeing Solutions.

Für zukünftige Forschungskooperationen zwischen dem VTT, der Universität Potsdam und dem pearls-Forschungsnetzwerk stand im Rahmen unserer Gespräche der Bereich der nachhaltigen Biomasseverwertung im Fokus, besonders auch die Verknüpfung mit der Clusterstrategie Brandenburgs. Biomasse ist aufgrund der großen Holzindustrie Finnlands ein äußerst wichtiger Wirtschaftszweig mit jährlich ca. 60 Milliarden € Umsatz und einem Anteil an 13% aller finnischen Arbeitsplätze. Zur Interessenvertretung auf europäischer Ebene wird in diesem Zusammenhang auch die Einbindung in entsprechende europäische Netzwerke wie BioBased Industries und die Associated European Research and Technology Organisation und die Förderung über das europäische Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 immer wichtiger. Für finnische Partner könnten hier vor allem Kooperationen mit der Vielzahl an Kleinen und Mittleren Unternehmen in Berlin-Brandenburg im Rahmen der Biomassestrategie Brandenburgs von großem Interesse sein. Bei der Internationalen Tagung des Netzwerks „HealthGrain“ am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (pearls-Partnerinstitut) im April 2015 wird es interessierten Forschern auch möglich sein, persönlichen Kontakt zu den teilnehmenden Mitarbeitern von VTT aufzunehmen.

Mit viel neuem Detailwissen über die Forschungslandschaft Finnlands und etlichen neuen Kontakten und Ideen für kommende Kooperationen, treffen wir uns zu einem spontanen Mittagessen mit unserem Gastgeber vom Vortag, Mika Pirttivaara von der „Rapid Action Group“. Dabei stellt Mika uns einer Projektgruppe aus Angehörigen der Aalto Universität, der School of Business und der School of Economics vor, die gemeinsam an dem Projekt „Change 2020“ arbeiten. Auf dem Tisch in ihrer Mitte liegen zehn Holzstäbe mit unterschiedlichen Leitgedanken. Projektmanagerin Riikka Kuusisto erklärt, dass die Themen Interessierte dabei unterstützen sollen, inspirierende und anregende Arbeits- und Lernkulturen zu gestalten, um ein innovatives und agiles Projektmanagement zu entwickeln. Dabei soll die Umsetzung der Themen auch immer auf die Grundsätze „Vertrauen“, „Respekt“ und „Freude“ hin überprüft werden. Mit derselben spielerischen Leichtigkeit, die uns in den Projektteams der vergangenen Tage immer wieder aufgefallen ist, erhalten wir dann auch noch die „Challenge“ uns am „Change 2020“-Wettbewerb zu beteiligen und bekommen einen kompletten Satz der Holzstäbe geschenkt.

Inspiriert von dem kreativen und unkomplizierten Umgang mit Change Management Prozessen geht es anschließend noch einmal zurück in die Räume der Startup-Sauna. Gemeinsam mit unseren Gastgebern, Mika Pirttivaara, Elina Wanne und Joonas Ahlava von der „Rapid Action Group“ fassen wir in anregender Coworking-Atmosphäre unsere Eindrücke der vergangenen Tage zusammen und formulieren erste Strategieansätze, wie wir das gewonnene Wissen zukünftig und im Sinne einer Innovation City Potsdam in die Praxis übertragen werden.

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Text: Delegations-Team, 
Online Bearbeitung: Silvana Seppä