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Frühe Diagnose von Pankreatitis ermöglicht - Innovationspreis Berlin Brandenburg 2017 auch für Forschungsleistung der Uni Potsdam

Prof. Dr. Katja Hanack. Foto: Karla Fritze.

Prof. Dr. Katja Hanack. Foto: Karla Fritze.

Forschende der Universität Potsdam schufen biochemische Grundlagen eines neuen Testverfahrens für die Diagnose und Prognose der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Entwickler von der GA Generic Assays GmbH erhielten dafür den diesjährigen Innovationspreis Berlin Brandenburg. Die Verleihung fand am 1. Dezember an der Universität Potsdam statt.

Der Test basiert auf einem hochspezifischen immunchemischen Reagenz, nämlich einem Antikörper gegen eine Substanz, die nur dann aus der Bauchspeicheldrüse freigesetzt wird und im Blut vorkommt, wenn die Bauchspeicheldrüse verletzt oder entzündet ist. Dieser Antikörper wurde in der Forschergruppe von Prof. Dr. Katja Hanack, Stiftungsprofessorin für Immuntechnologie, erzeugt.
Die zum Patent eingereichte Methode umfasst die Detektion des Bauchspeicheldrüsen-Glykoproteins GP2 im Serum mittels eines Enzymimmunoassays. Gegenüber bisherigen serologischen Tests für die Diagnostik der akuten Pankreatitis besitzt diese Methode zwei entscheidende Vorteile: Sie ermöglicht eine frühzeitige Diagnose und Prognose von schweren Verläufen. Zudem lässt sich mit dem neuen Test die akute Pankreatitis gegenüber der chronischen Pankreatitis und Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse besser abgrenzen.
 „Wir freuen uns sehr über diesen Preis. Er steht für eine außerordentliche Transferleistung und eine gelungene Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Prof. Dr. Katja Hanack.
Insgesamt sechs Unternehmen und Kooperationen sind für ihre Produkte und Verfahren mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg 2017 ausgezeichnet worden. Der Preis wurde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg ausgelobt und ist jeweils mit 10.000 Euro dotiert. Die 17-köpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph. D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), konnte aus insgesamt 134 Einreichungen auswählen und die besten Innovationen küren.

Text: Antje Horn-Conrad
Online gestellt: Matthias Zimmermann
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de