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Ring-Regen am Saturn – Daten des Staubdetektors der Cassini-Sonde ausgewertet

Foto: NASA/JPL-Caltech.

Foto: NASA/JPL-Caltech.

Nach beinahe zwanzig Jahren endete am 15. September 2017 die Cassini-Mission zur Erforschung des Saturnsystems, als die Raumsonde in der Atmosphäre des Gasriesen verglühte. Astrophysiker der Universität Potsdam um Professor Frank Spahn waren daran beteiligt, die Messdaten des Staubdetektors Cosmic Dust Analyzer (CDA), der sich an Bord der Cassini-Sonde befand, auszuwerten und zu interpretieren. Die Ergebnisse werden jetzt in einem Artikel eines internationalen Forscherteams im renommierten Fachjournal „Science“ veröffentlicht.

Während der finalen Phase der Mission durchflog Cassini erstmals den Bereich zwischen der Wolkenoberkante des Saturns und seinen dichten Ringen. Auf diesem Weg gelang es, den vorhergesagten „Ring-Regen“ zu beobachten –  ein auf den Planeten treffender spiralförmiger Strom erodierter Ringmaterie. Dabei werden geladene Teilchen, die durch Einschläge von interplanetaren bzw. interstellaren Mikrometeoriten mit der Ringmaterie freigesetzt werden, entlang der Magnetfeldlinien transportiert, um dann schließlich in die Atmosphäre des Saturns zu stürzen. Gemessen wurden Staubkörner, die nur einige ‘zig Nanometer groß waren und ein Wasser-Silikat-Verhältnis von 10:1 bis 2:1 aufwiesen. Dies lässt Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Ringe und damit auch auf deren Entstehung und Geschichte zu.

Kontakt: apl. Prof. Dr. Frank Spahn, Institut für Physik und Astronomie
Telefon: 0331 977-1696
E-Mail:  fspahn@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: DOI: 10.1126/science. aat3185

Medieninformation 05-10-2018 / Nr. 152
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
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Online gestellt: Katharina Zimmer
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de