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Zehn Fragen für ein Buch – Musikarbeit im Kontext von Inklusion und Integration: wissenschaftliche Edition

Foto: Jürgen Simon.

Foto: Jürgen Simon.

Zehn Fragen für ein Buch* – gestellt an Anja Bossen, Mitherausgeberin von „Musikarbeit im Kontext von Inklusion und Integration: wissenschaftliche Edition“. Universitätsverlag Potsdam, 2017.

Was steht in Ihrem Buch – in drei Sätzen?

Das Buch enthält ein breites Spektrum an Forschungsarbeiten zur Bedeutung von Musik in den Feldern „Partizipation“, „Integration“ und „Inklusion“. Diese drei Felder sind momentan aufgrund aktueller gesellschaftlicher und bildungspolitischer Entwicklungen von besonderer Relevanz. Musik bietet in allen drei Bereichen wertvolle Potenziale, die hier im Kontext verschiedener Forschungsarbeiten und Projektberichte deutlich werden.

Hat Ihr Buch eine Geschichte? (Wie ist es entstanden: aus einer Tagung, einem Projekt, einer Dissertation?)

Das Buch ist im Nachgang der Fachtagung „Musik in sozialen Feldern und Inklusionskontexten“ entstanden, die 2013 von der Inhaberin des Lehrstuhls für Musikpädagogik und Musikdidaktik, Prof. Dr. Birgit Jank, als eine der ersten musikpädagogischen Tagungen zu dieser Thematik überhaupt, durchgeführt wurde. Es enthält sowohl Tagungsbeiträge als auch einen Überblick über verschiedene Qualifikationsarbeiten, die nach der Tagung am Lehrstuhl entstanden sind. Ganz bewusst wurden hierbei auch ausgezeichnete studentische Arbeiten einbezogen.

Warum hat die Welt auf Ihr Buch gewartet bzw. warum ist es wie kein anderes?

Zurzeit gibt es trotz des enormen Potenzials von Musik in verschiedenen pädagogischen Settings noch kaum musikpädagogische Publikationen, die sich den Schwerpunkten „Partizipation“, „Integration“ und „Inklusion“ widmen. Da nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation in Deutschland Wege erst beim Gehen entstehen, liegen der Öffentlichkeit erst wenige Erfahrungsberichte oder Evaluationen von Musikprojekten vor, die für die Lehrerbildung oder auch für das Studium „Musik in sozialer Arbeit“ nutzbar gemacht werden könnten. 

Sie veröffentlichen im Universitätsverlag Potsdam – und damit open access. Warum?

Ergebnisse von Forschungsarbeiten, individuelle Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele, wie sie in unserem Buch dargestellt werden, lassen sich verallgemeinern und bilden die Basis für künftige Forschung. Dabei handelt es sich um Erfahrungswissen, das in einem gesamtgesellschaftlichen Interesse liegt und m.E. daher auch frei zugänglich sein sollte, ganz besonders mit Blick darauf, dass das Buch bewusst auch als Studienmaterial konzipiert ist.

Wer sollte Ihr Buch lesen – und wann?

Dieses Buch ist für alle lesenswert, die sich – auch ohne explizit über eine musikpädagogische Expertise zu verfügen – einen Eindruck davon verschaffen wollen, was musikalische Betätigung bei Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen bewirken kann, sei es Fluchterfahrung, sei es das Leben in einer schwierigen sozialen Situation oder das Leben mit einer Behinderung. Ganz besonders aber ist es für alle diejenigen lesenswert, die mit Menschen in solchen Situationen bereits pädagogisch arbeiten bzw. künftig arbeiten möchten.

Was hat Spaß gemacht beim „Buchmachen“ – und was eher nicht?

Sowohl die Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren als auch die Zusammenarbeit mit dem Universitätsverlag kann ich nicht anders als äußerst erfreulich bezeichnen. Das Lektorieren war zwar zunächst eher anstrengend, aber letztlich auch sehr befriedigend. Es ist ein phantastisches Gefühl, das fertige Buch schließlich in der Hand zu haben.

Wenn Sie könnten: Würden Sie sich für das Buch einen Preis verleihen – und wenn ja, welchen?

Ich würde vor allem Frau Jank einen Preis für die Idee zu diesem Buch verleihen. Das Buch selbst hat einen Preis in der Kategorie „umfassendste Darstellung von Potenzialen musikalischer Betätigung in besonderen pädagogischen Situationen“ verdient.

 

Und nun noch 3 Sätze zu Ihnen …

Ich arbeite seit 2012 am Lehrstuhl für Musikpädagogik und Musikdidaktik und widme mich dem Potenzial von Musik in integrativen und inklusiven Kontexten schon länger. Mit der vorliegenden Publikation hat sich mein großer Wunsch erfüllt, der Musikpädagogik, die eher als Randdisziplin im Kanon der Wissenschaften erscheint – und das, obwohl Musik gesellschaftlich eigentlich sehr geschätzt wird –, vielleicht zu ein wenig mehr Ansehen verholfen und zugleich denjenigen, die in diesem Bereich arbeiten, wertvolle Hinweise für die Praxis gegeben zu haben.

„Zehn Fragen für ein Buch“ öffnet die Tür zum Potsdamer Universitätsverlag und stellt regelmäßig Neuerscheinungen vor. „Musikarbeit im Kontext von Inklusion und Integration: wissenschaftliche Edition“ ist hier online verfügbar. Weitere Neuerscheinungen aus dem Universitätsverlag hier.

* Den Autorinnen und Autoren steht es frei, welche der zehn gestellten Fragen sie beantworten wollen. Deshalb kann es passieren, dass letztlich nicht zehn Fragen und Antworten veröffentlicht werden.

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Text: Matthias Zimmermann
Online gestellt: Alina Grünky
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de