In den kommenden vier Jahren werden die Projektziele aus verschiedenen Blickwinkeln in drei zeitlich aufeinander aufbauenden Untersuchungsblöcken bearbeitet (vgl. Abb. 1).

Im 1. Block (Trainingserfassung) werden durch ein nicht-experimentelles Vorgehen sowohl die Trainingsbelastung/ -beanspruchung als auch die Trainings- und Wettkampfleistung in vier kraftrelevanten Mesozyklen von präpubertären sowie pubertären Nachwuchsathleten über den Zeitraum von zwei Jahren dokumentiert. Die Athleten befinden sich in den Etappen des Grundlagen- und Aufbautrainings und werden aus schulseitig angebotenen Schwerpunktsportarten rekrutiert. Außerdem wird relevantes Expertenwissen erfolgreicher und erfahrener Trainer zum Krafttraining rekonstruiert (vgl. Abb. 1).

Im 2. Block (Trainingsdokumentation und -bewertung) werden durch ein quasi-experimentelles Vorgehen quantitative Messungen unter Feldbedingungen (d. h. sportmotorische und mobile apparative Tests) während des zweiten und dritten Projektjahres durchgeführt und analysiert. Dabei werden an jeweils vier Messzeitpunkten im Jahresverlauf die spezifische Leistung sowie die Qualität der sportlichen Technik von präpubertären und pubertären Nachwuchsathleten in vier Sportartengruppen (Spiel-, Zweikampf-, Kraftsport, technisch-kompositorische Sportart) diagnostiziert (vgl. Abb. 1).

Im 3. Block (Trainingsentwicklung und -evaluation) werden auf der Basis theoretischen Wissens (u. a. Literaturanalysen) und den Erkenntnissen der ersten beiden Blöcke alternative Trainingsprogramme für die Sportarten Handball, Judo, Gewichtheben und Turnen in Zusammenarbeit mit Trainerinnen und Trainern entworfen und über zwei Jahre hinweg mit sportarttypischen, etablierten Programmen verglichen. Es handelt sich hierbei um ein experimentelles Vorgehen, bei dem die Evaluation von Krafttrainingsprogrammen mit sportmotorischen und mobilen apparativen Feldtests sowie mit Messverfahren unter Laborbedingungen (z. B. Dynamometrie, Kinemetrie) an pubertären Nachwuchsathleten vorgenommen werden soll, die sich in den Etappen Aufbau- und Anschlusstraining befinden (vgl. Abb. 1).

Um eine systematische Verzahnung von erkenntnisorientierter Forschung mit praxisspezifischer Umsetzung zu erlangen, erfolgt nach jedem der drei Untersuchungsblöcke ein Wissenstransfer mittels Präsentationen, Tagungen, Workshops bei Fortbildungsveranstaltungen, wissenschaftlichen Publikationen und/oder der Datenbank IED (https://bildung-brandenburg.de/db-ied/gui/).


Abb. 1: Darstellung der drei Untersuchungsblöcke mit ihren Zielen, Inhalten, dem methodischen Vorgehen und dem kontinuierlich vorgesehenen Informationstransfer in die Sportpraxis.

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