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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Bewerbungsunterlagen müssen per Post an die UPC geschickt werden. Das sollte so schnell wie möglich passieren, da die Reihenfolge für den Zugang zu Kursen nach Posteingangsdatum festgelegt wird. Die anfängliche Kursauswahl kann dabei absoluter Müll sein, da alles noch später geändert werden kann, also braucht man sich dabei nicht zu viele Sorgen zu machen. Die Kursauswahl selbst ist dann extrem umständlich und viele Kurse darf man nicht belegen, weil sie nicht für Erasmus-Studenten zugelassen sind, weil sie sich zeitlich ein klein wenig mit anderen Kursen überlappen oder anderen Gründen. Man sollte auch unbedingt darauf achten, wo die Kurse sind (nur beim AI-Studiengang relevant). UB ist super, da die zentraler gelegen ist als das UPC, aber URV bedeutet zwei Stunden Fahrt nach Tarragona. Manchmal lassen die Professoren allerdings mit sich reden und verlegen den Kurs nach Barcelona.


Studienfach: IT-Systems Engineering

Aufenthaltsdauer: 09/18-01/19

Gastuniversität: Universitat Polytècnica de Catalunya

Gastland: Spanien

Studium an der Gastuniversität

In den meisten meiner Kurse (Master und auf Englisch) gab es etwa 15 Studenten, von denen fast alle international waren. Das Leistungsniveau war durchschnittlich etwas unter dem, was ich in Deutschland gewohnt war und die Qualität der Lehre war auch nicht auf deutschen Standards. Wenn man allerdings eine gute Kursauswahl trifft, kann man trotzdem viel lernen. Die Betreuung ist generell gut und die Dozenten nehmen sich häufig viel Zeit. Das System zur Kursevaluation kann man leider nur mit Passwort einsehen, aber das bekommt man zumindest früh genug um noch Änderungen vorzunehmen.
An der Uni gibt es keine sinnvolle Mensa, aber mehrere Kantinen und Restaurants, die vergleichsweise teuer sind. Dafür gibt es aber einen Raum mit Mikrowellen, sodass man sich einfach etwas mitbringen kann.

Unterkunft

Nach meiner Ankunft habe ich erstmal für einige Tage in einem AirBnB gewohnt und das als Basis zur Wohnungssuche benutzt. Es gibt zwar diverse Organisationen, die bereits vor Ankunft schon Wohnungen vermitteln, aber tatsächlich vor Ort zu sein, bedeutet sich die Wohnung auch angucken zu können und mit seinen zukünftigen Mitbewohnern reden zu können. Besonders, wenn das Ziel ist in einer spanischsprachigen WG zu leben ist das sogar der einzige Weg. Nur über das Internet kann man fast nur Räume in internationalen WGs bekommen.
Ich habe die App Badi benutzt, bei der man zusätzlich zu den Infos zum Raum auch etwas über die möglichen Mitbewohner erfährt. Die App kann ich sehr stark empfehlen, da ich nach nur zwei Tagen zwei gute Angebote hatte. In eine der Wohnungen bin ich dann eingezogen.
Empfehlenswert zum Wohnen sind: Barrio Gotico, Raval, Eixample.
Die Preise sind meistens teurer als in Berlin und man sollte darauf achten, ob man in seinem Zimmer ein Fenster mit Sonne (exterior) hat oder nur eins zu einem kleinen Innenhof (interior).

Verkehrsmittel

Im Zentrum sind die meisten Distanzen laufbar, für alles andere sind das Metro-Netz und die Nachtbuslinien sehr nützlich. Es gibt das Ticket „T-jove“ für 3 Monate und alle Verkehrsmittel solange man unter 25 Jahre ist, was fast alle benutzen, da es kein Semesterticket von der Uni gibt. Zum Kaufen am Automaten einfach die Zahlenkette vom deutschen Personalausweis eingeben, wenn nach einer DNI gefragt wird, die Mitarbeiter am Schalter machen auch nichts anderes. Das Ticket ist nur aus Papier, wird also möglicherweise die 3 Monate nicht überleben, kann aber bei Defekt fast überall gratis ausgetauscht werden.
Zur UPC kommt man mit der Metro (L3), Bus oder Fahrrad. Laufen ist von fast keinem Ort sinnvoll möglich.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

In Barcelona werden Spanisch, Catalan und auch sehr viel Englisch gesprochen. Es gibt viele Spanier, die Catalan zwar verstehen, aber es nur begrenzt sprechen können. Die Katalanen hingegen sprechen alle Spanisch, sind aber in manchen Fällen zu stolz dafür.
Ich kenne einige Studenten, die nur mit Englisch gut durchgekommen sind, da auch alle Kurse in der Uni für sie nur Englisch waren. In manchen Studiengängen sind allerdings Spanisch und Catalan Unterrichtssprache.
Ich habe vorher schon fließend Spanisch gesprochen und bin mit dem Ziel gekommen, es noch zu verbessern, also hab ich aktiv Kontakt zu Spaniern und Katalanen gesucht, was auch ganz gut geklappt hat. Sportvereine und Sprachaustäusche sind hier zu empfehlen. Nach einiger Zeit habe ich mich dann aber doch entschieden einen Catalan-Kurs zu besuchen, um zumindest die Grundlagen besser zu verstehen, da sich doch ein sehr großer Teil des Lebens auf Catalan abspielt. Dafür gibt es einen von der katalanischen Regierung subventionierten Kurs an der UPC für 20€ und 2 ECTS. Der Kurs lohnt sich, danach habe ich mich deutlich besser zurecht gefunden. Außerdem sind 1-2 Sätze in gebrochenem Catalan ein sehr guter Weg Katalanen zu beeindrucken.
Insgesamt habe ich am Ende jeden Tag drei bis vier verschiedene Sprachen gesprochen (auch einiges Deutsch, Deutsche sind die größte Gruppe von Austauschstudenten).

Freizeit in Barcelona

Es gibt vier öffentliche Universitäten in der Stadt, alle mit ihrem eigenen ESN, die unglaublich viele Events und Reisen organisieren. Ich hab diese vor allem am Anfang genutzt um andere Studenten kennenzulernen. Außerdem gibt es mehrere Firmen, die sich darin spezialisieren weitere Angebote für Austauschstudenten bereitzustellen. Diese habe ich aber fast nie genutzt. Gereist bin ich u. a. Nach Tarragona, Girona, Bilbao, Toulouse, Carcassonne und Fez in Marokko, aber alles selbst organisiert.
Barcelona selbst bietet auch unglaublich viele sehenswerte Ereignisse: La Merce im September (viertägiges Stadtfest), der katalonische Unabhängigkeitstag und diverse Stadtteilsfeste über das gesamte Jahr verteilt. Außerdem bin ich das ganze Semester immer wieder in kleine Events überall in der Stadt gestolpert, da sich das Leben generell deutlich eher draußen abspielt, als in Deutschland.

Sonstiges

Allgemein ist das Leben ein klein wenig billiger als in Deutschland, aber teurer als im Rest von Spanien. Außerdem ist alles zeitlich etwas nach hinten verschoben, z.B. ist Mittagessen normalerweise um 14 Uhr. Man sollte sich stark vor Taschendieben in Acht nehmen, ich habe von mehreren Leuten persönlich gehört, denen z.B. Rucksäcke, Handys und Laptops geklaut wurden. Meistens funktioniert das, in dem man durch einen Menschen kurz abgelenkt wird, während jemand anders mit dem gestohlenen Gegenstand wegrennt.

Studienfach: IT-Systems Engineering

Aufenthaltsdauer: 09/18-01/19

Gastuniversität: Universitat Polytècnica de Catalunya

Gastland: Spanien


Rückblick

Ich würde den Erasmusaufenthalt jederzeit wieder machen und habe sogar lange darüber nachgedacht, um ein halbes Jahr zu verlängern.

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