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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Wenn du dich für ein Erasmussemester entscheidest, sind die notwendigen ersten Schritte an der Uni Potsdam sehr einfach. Zunächst musst du als Student der Romanistik nur ein kurzes Bewerbungsformular ausfüllen  Ich empfehle dir, dich möglichst früh zu bewerben, dann stehen deine Chancen in deine Wunschstadt zu kommen, nämlich am besten. (Bewerbungsbeginn für’s kommende Wintersemester ist der 1.11./ Bewerbungsende ist am 31.1.)

Ich wollte eigentlich im Sommersemester im Ausland studieren, allerdings würde ich euch das - zumindest in Frankreich - nicht empfehlen. Dort haben die Universitäten einen anderen Studienrhythmus (1. Semester September - Dezember, 2. Semester Januar - April). Wenn ihr nur ein Semester im Ausland verbringen wollt, kommt somit nur das Wintersemester in Frage.

Ich habe mich für die Unis in Bordeaux, Nantes und Rennes entschieden und habe am 1. Februar die Zusage für meinen Studienplatz in Bordeaux erhalten. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn es gibt dort pro Semester nur zwei Studienplätze (vom Institut für Romanistik).

Ihr bekommt eine Annahmeerklärung zugeschickt, welche ihr dann selbst und von eurem Koordinator (Stefanie Wagner - Institut für Romanistik) unterschreiben lassen müsst. Daraufhin nominiert euch eurer Koordinator bei eurer Gastuniversität und ihr müsst euch dort dann noch einmal persönlich bewerben. Dazu erhaltet ihr in einer Email eures Koordinators den Link eurer Gastuni zur Onlinebewerbung. Mehrere Dokumente müsst ihr auch per Post einschicken (Learning Agreement, Studienbescheinigung).

Im Learning Agreement before mobility gebt ihr die Kurse an, die ihr voraussichtlich an eurer Gastuniversität belegen möchtet und auch die Kurse in Potsdam, für die ihr euch die Leistung an der Gastuni anrechnen lassen wollt. Die Auswahl, die ihr im Voraus trefft, ändert sich bei den meisten Studierenden vor Ort noch einmal, also keine Angst beim Wählen! Hier könnt ihr das Studienangebot der Uni in Bordeaux einsehen. Ich empfehle die Übersetzungskurse (traduction littèraire, traduction journalistique). Dort könnt ihr mit FranzosenInnen, die deutsch studieren leicht ins Gespräch kommen. Wenn ihr Lust habt, in ein anderes Studienfach reinzuschnuppern, oder neue Fähigkeiten wie Photoshop zu erlernen, ist dies auch eine gute Möglichkeit. Nur 60% eurer Leistung müssen aus dem Fach kommen, welches ihr in eurer Heimatuni studiert.

Von dem Erasmusverantwortlichen der Uni in Bordeaux, Ludovic Plachot, bekommt ihr zusätzlich Informationen zur Wohnsituation. Man kann sich über das Studentennnetzwerk CROUS bis zum 31. März für einen Studentenwohnheimplatz bewerben. Allerdings gibt es nicht genügend Wohnheimplätze für alle StudentInnen (100 der 500 ErasmusstudentInnen haben einen Wohnheimplatz erhalten).

Nach eurer offiziellen Annahme durch die Gastuni bekommt ihr von der Uni Potsdam das Grand Agreement ausgestellt, welches noch einmal von allen Parteien (Koordinator, Gastuni, euch selbst) unterschrieben werden muss. Wenn alle Dokumente eingereicht wurden, erhaltet ihr gegen Ende August 80% eures Stipendiumsgeldes ausgezahlt.

Ich habe Ende August noch kein Geld ausgezahlt bekommen, da ich vergessen hatte meinen Stipendienvertrag abzugeben. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass ich nun kein Geld ausgezahlt bekommen würde, aber die Koordinatoren unserer Uni waren sehr entgegenkommend und kulant, also falls ihr etwas vergesst - einfach nochmal freundlich nachfragen. Generell werdet ihr auch immer nochmal per Mail über Fristen informiert und seid damit nicht allein. Tut euch am Besten mit den anderen StudentInnen, die auch in eure Gastuni gehen werden, zusammen.

Bevor mein Erasmusaufenthalt am 7. September dann offiziell begann, habe ich eine Woche, ungefähr 60 km von Bordeaux in Carcans noch einen Surfkurs belegt. Falls ihr also Lust habt, eine neue Sportart zu lernen, kann ich euch das nur ans Herz legen!


Studienfach: Lehramt Französisch, Deutsch (Sek I & II)

Aufenthaltsdauer: 09/17-12/17

Gastuniversität: Université Bordeaux Montaigne

Gastland: Frankreich

Studium an der Gastuniversität

Am 7. September fand die erste Veranstaltung für die Erasmusstudenten statt, die allerdings wenig aufschlussreich war, nutzt den Tag aber, um erste Kontakte zu euren Mitstudierenden zu knüpfen. Ihr bekommt Zugang zu eurem Unikonto (hier könnt ihr Mails, euren Stundenplan und Dokumente eurer Veranstaltungen abrufen). In den kommenden Tagen findet die administrative Einschreibung statt, bei der man seinen Studentenausweis ausgestellt bekommt, ihr unterschreibt ein attestation d’arrivée und ihr schreibt euch für die Unikurse ein. Besonders die Einschreibung habe ich als sehr umständlich und schwierig empfunden, also helft euch gegenseitig und fragt nach.

Hier einige Kurse, die ich…

…empfehlen kann.

-    cours du soir (espagnol): für die abendlichen nicht-französischen Sprachkurse braucht ihr nicht zu bezahlen
-    Traduction: in Licence Allemande, semestre 3 et 5, langue et pratique de la langue
-    Langue française: in Licence Lettres

…nicht (wirklich) empfehlen kann.


-    die Literaturkurse (Seminare) bringen meist viele Punkte, es werden viele klassische Werke gelesen und ihr schreibt dazu Kommentare, dies kann euch sprachlich sehr weiterbringen, allerdings war ich von der Art des Lehrens sehr enttäuscht, da auch Seminare sehr lehrerzentriert ausgerichtet waren und wenig auf aktiven Diskurs/ Austausch geachtet wurde, trotz spannender Themen waren die Kurse deshalb sehr zäh
-    Cours du soir de français de la langue étrangère: Dieser Kurs findet  zwei Abende pro Woche statt (17-20 Uhr), nimmt somit viel Raum ein, ihr müsst dafür bezahlen (ca. 200€) und könnt ihn euch, da es ein Abendkurs ist, an vielen Unis nicht anrechnen lassen. Wenn ihr also schon ein gutes bis sehr gutes Französischniveau habt, würde ich euch davon eher abraten und lieber Grammatikkurse wie z.B. langue francaise wählen, die ihr euch auch anrechnen lassen könnt.

Ich fand den Arbeitsaufwand, verglichen mit meinem Studium in Potsdam, nicht sehr aufwendig. Allerdings habe ich auch nur 21 LP gemacht, mein Französischniveau war schon vor meinem Auslandssemester sehr gut und die Erasmusstudierdenden wurden allgemein weniger streng bewertet. Ich habe Kurse aus dem ersten, dritten und fünften Semester belegt.
Insgesamt ist mir aufgefallenen, dass die meisten Veranstaltungen wenig didaktisiert waren. Das französische Universitätssystem ist sehr verschult, Eigeninitiative und ein reger Austausch werden wenig gefördert, im Gegenteil: in Vorlesungen und in den Seminaren ist Mitschreiben angesagt. Darauf muss man sich leider einstellen.

In den ersten Tagen könnt ihr außerdem für nur 18€ einen «pass sport» kaufen. Habt ihr diesen, könnt ihr vom umfangreichen Sportprogramm der Uni profitieren und soviele Sportkurse wie ihr mögt belegen.
Ich habe unter anderem die Yogakurse von Dominique Champion belegt und kann sie euch sehr empfehlen! Da alle Sportkurse allen Studierenden zugänglich sind, versucht euch direkt zum Semesterstart Plätze zu sichern. Es werden auch wöchentliche Surfstunden angeboten, diese sind allerdings sehr beliebt und schnell vergeben, verpasst also nicht die réunion (liste et horaires des activités)! Des Weiteren werden sportliche Nächte zu verschiedenen Themen organisiert (fitness, skaten..). Auf der Facebookseite Sport U- Bordeaux Montaigne  werdet ihr darüber informiert.
Es ist auch möglich zusätzlich für 7€ einen «pass culture» zu erwerben. Habt ihr diesen, könnt ihr zum Beispiel am «ateliers theatre» teilnehmen. Auch der Kurs ist sehr beliebt, also fragt am Besten nach, wann die erste réunion stattfindet.

Die Uni in Bordeaux ist verglichen mit der Uni in Potsdam, „äußerlich“ nicht sehr schön. Die Mensen sind weniger gut und teurer, die Gebäude alt und grau, Technik eher wenig vorhanden und die Veranstaltung meist wenig strukturiert und trocken. Trotzdem kann man, so lange es warm ist, auf vielen Grünflächen draußen sitzen, in der Bibliothek (Etage 3) sehr gut arbeiten und sich in Freistunden Filme ausleihen, in der Mensa Syrtaki Cappuccino für 1€ trinken, Mittagessen in Le Vera Cruz und in den kleinen studentischen Einrichtungen, überall auf dem Campus, Café für nur 40 Cent kaufen - und so hat die Uni dann doch irgendwie ihren ganz eigenen Charme!

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Über das Buddysystem könnt ihr euch eine/n französische/n Partnerin zuweisen lassen, der/die euch bei Problemen helfen kann. Dies ist eine gute Möglichkeit um mit einheimischen Studierenden Kontakte zu knüpfen. Bei mir hat das sehr gut funktioniert. Ich habe viel mit meinem „Buddy“ unternommen und wir sind sehr schnell Freundinnen geworden.
Da ich Deutsch und Französisch auf Lehramt studiere, habe ich einige Kurse gemeinsam mit französischen Deutschstudierenden belegt. Dort ist es mir sehr leicht gefallen Anschluss zu finden, da die Deutschlernenden ebenfalls sehr an uns interessiert waren. Im Gegenteil dazu, ist es mir in Kursen aus dem 1. Semester eher schwer gefallen Kontakte zu knüpfen. Meine Mitstudenten waren hier noch sehr jung, denn in Frankreich ist es unüblich, nach dem baccalauréat beispielsweise ein Auslandsjahr zu machen. Aber generell ist es wirklich nicht schwierig Anschluss zu finden und man sollte sich darüber im Vorfeld keine großen Gedanken machen. Da alle Erasmusstudierenden sich praktisch ein „neues Leben“ in der neuen Umgebung aufbauen, gibt es immer jemanden, mit dem man sich treffen kann und der offen für Unternehmungen jeglicher Art ist. Ich wollte zunächst nicht so viel Zeit mit den anderen Erasmusstudierenden verbringen, da ich mich vor allem sprachlich verbessern wollte, aber ich habe so unglaublich tolle und interessante Leute kennengelernt, dass ich am Ende dann doch auch sehr viel mit ihnen unternommen habe. Wir haben auch untereinander viel französisch geredet, deshalb war das auch gar nicht schlimm.
In WGs und über Freunde und deren Freunde und die Sportkurse könnt ihr natürlich auch neue Leute kennenlernen. Seid einfachen offen und freundlich und dann ergibt sich alles von ganz allein.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich studiere seit zwei Jahren Französisch, davor habe ich einen Europäischen Freiwilligendienst an einer Grundschule in der Nähe von Montpellier absolviert. Deshalb war mein Französischniveau auch schon vor meinem Auslandsaufenthalt sehr gut (C1). Allerdings gibt es ja immer Punkte, die man gerne verbessern möchte. Ich wollte vor allem daran arbeiten, noch flüssiger antworten zu können und meine grammatikalischen Kenntnisse zu verbessern. Dies ist mir auf jeden Fall gelungen. Schon allein wegen den sprachlichen Kenntnissen, die ihr durch einen Auslandsaufenthalt (eine Sprache wird durch’s sprechen gelernt) erlangt, lohnt sich  ein Auslandsaufenthalt in jedem Fall.
Wenn ihr Anfänger seid, versucht eure Sprachkenntnisse aktiv zu nutzen und euch nicht hinter den anderen Erasmusstudierenden zu „verstecken“. Französisch ist eine schwierige Sprache und die Gefahr besteht, sich nur mit Erasmusstudierenden in seiner Muttersprache zu unterhalten. Versucht am Besten, ein gutes Mittelmaß zu finden.

Wohn- und Lebenssituation

Ich habe mich direkt nach meiner Zusage für den Studienplatz in Bordeaux für ein Wohnheimzimmer beworben, da ich schon wusste, dass die Mieten und die Lebenshaltungskosten höher sind, als in Deuschland. Leider habe ich schon sehr zeitnah die Rückmeldung der Uni bekommen, dass ich keinen Wohnheimplatz bekommen könne.
Zu den Wohnheimplätzen:
-    universitättsnah und somit leider eher zentrumsfern (die Uni liegt in Pessac, ungefährer 4,5km vom Zentrum entfernt
-    Von außen haben sie einen sehr guten Eindruck gemacht, jedoch kannte ich keine/n ErasmusstudentIn, die dort einen Platz bekommen hat, deshalb kann ich keine näheren Auskünfte über die eigentlichen Zimmer geben.

Ich habe mich dann in diversen Facebookgruppen u.a. www.facebook.com/groups/511833448920746/ angemeldet, allerdings ist das Nachrichten-Schreiben sehr frustrierend, da gefühlt 100 Leute eine Wohnung haben möchten. Ich würde es trotzdem weiterempfehlen, da gute Freundinnen von mir so ihre WGs gefunden haben. Ich hatte aber weniger Glück und habe meine Suche dann auf weitere Wohnungsmarktportale ausgeweitet. (Leboncoin, appartager, la carte des collocs) Auch hier hatte ich trotz längerer Suche keinen Erfolg. Im Juni, nach dreimonatiger erfolgloser Recherche, war ich schließlich ziemlich verzweifelt und habe verschiedene Privatpersonen über Airbnb angeschrieben und gefragt, ob die Anbieter ihre Zimmer auch für längere Zeit vermieten. Durch Glück bin ich auf eine Dame gestoßen, die mir zwar sagte, sie selbst könne mich nicht beherbergen, kenne aber eine Frau die mir weiterhelfen könne. So kam ich an die Telefonnummer einer sehr hilfsbereiten Frau, die mir wiederum zwei Kontakte von Vermietern zugesendet hat.  So kam es, dass ich dann, ganz kurzfristig und nach vielen Hochs und Tiefs, endlich mein Zimmer fand. Ich habe in Bègles gewohnt - 2,5km vom Zentrum und 2,5km von der außerhalb gelegenen Uni entfernt. Für mein Zimmer (15m²) in einem kleinen Häuschen mit Garten habe ich monatlich 365€ bezahlt. Isabelle, meine Vermieterin, ist 45 Jahre alt, hat selbst eine Tochter in meinem Alter und schien unglaublich nett. Ihrer Tochter Madeleine hat mich, in meiner ersten Woche auf ein Festival mitgenommen und mich ihren Freundinnen und ihrem Freund vorgestellt. Ich habe mich sehr wohl und aufgehoben gefühlt. Allerdings studierte Madeleine selbst nicht in Bordeaux und als ich schließlich mit Isabelle alleine war, stellte sich leider heraus, dass wir leider doch nicht so gut zusammen gepasst haben. Aber dadurch, dass ich in Bordeaux so gute Freunde gefunden habe, habe ich die Wohnsituation zum Glück nicht als allzu belastende empfunden.
Ich hatte sehr viele Freundinnen die große Probleme bei der Wohnungssuche gehabt haben und die schließlich über Airbnb für 600€ (!) und mehr ein Zimmer mieten mussten. Deshalb empfehle ich jedem möglichst früh mit der Wohnungssuche anzufangen. Gebt euch Mühe bei den Nachrichten die ihr schreibt, um herauszustechen. Habt ihr dann erstmal ein Zimmer, versucht in jedem Fall einen Mietvertrag abzuschließen, um eure Rechte und Pflichten abzuklären und versucht ganz klare Absprachen zu treffen, um Missverständnisse vorzubeugen.
Auf keinen Fall solltet ihr den Mut verlieren, denn am Ende findet jeder ein Zimmer und vielleicht macht ihr ja einen Glücksfang und dürft in eine coole WG mit interessanten Menschen einziehen!

In Bordeaux könnt ihr eigentlich alle Stecken mit dem Fahrrad zurücklegen (Universität - Stadtzentrum 25 Fahrradminuten). Ich hatte Glück und habe von meiner Vermieterin ein Fahrrad gestellt bekommen. So musste ich kein monatliches Abo für die öffentlichen Verkehrsmittel abschließen (Monatsbeitrag 29€). Ich habe mir insgesamt drei TBM 10er Karten für den Studententarif von 8€ gekauft und bin damit sehr gut ausgekommeneni. An den Automaten an den jeweiligen Stationen geht die deutsche Kreditkarte meist nicht und man kann nur mit Münzgeld bezahlen. Deshalb habe ich meine Tickets auch immer am Gare St Jean gekauft. Dort müsst ihr sowieso hin, um euch einen Lichtbildausweis ausstellen zu lassen,  damit ihr den Studentenpreis nutzen könnt.
Ein Fahrrad könnt ihr beispielsweise für wenig Geld (ca. 25-50€) bei Etu’Récup, einer gemeinnützigen Studentenorganisation auf dem Campus, Haltestelle Doyen Brus, erwerben. Dort gibt’s auch gebrauchte Möbel, Bücher und eine Fahrradwerkstatt. Ein Besuch dort ist deshalb Pflicht.
Zum Einkaufen könnt ihr in den nächsten Supermarkt, dabei ist ALDI am günstigsten. Gemüse und Obst könnt ihr auf einem der vielen Wochenmärkte, wie dem marché des Capucins im Quartier St. Michel kaufen. Dort gibt es auch viele günstige Marrokaner, wo ihr Feta, Oliven und Datteln kaufen könnt. Baguette und Desserts schmecken natürlich am Besten in den vielen boulangerien überall in der  Stadt. Eine weitere Empfehlung ist die App „Too good to go“, über die ihr übrig gebliebene Essen von vielen boulangerien und Restaurants für wenig Geld „retten“ könnt.
Zusätzlich zu meiner normalen Krankenversicherungen habe ich eine Auslandskrankenversicherung für monatlich 16€ abgeschlossen, was jedoch nicht zwingend notwenig ist. Um euch den Auslandsaufenthalt zu finanzieren, steht euch das Erasmus Stipendium von derzeit 390€/Monat zur Verfügung. Darüber hinaus könnt ihr eventuell Auslandsbafög und CAF (Wohngeld in Höhe von 90€ pro Monat) beantragen. Das CAF steht eigentlich jedem Studierenden in Frankreich zu, allerdings braucht ihr dafür u.a. ein französisches Bankkonto und eine, ins französische übersetzte, Geburtsurkunde. Das Geld wird, wenn es bewilligt wird, auch erst im Nachhinein ausgezahlt. Ich konnte weder auf das Auslandsbafög noch auf’s CAF zurückgreifen und konnte deshalb nur durch die Hilfe meiner Eltern im Ausland studieren.
Meine monatlichen Lebenshaltungskosten (inkludisive Miete, Essen, Unternehmungen, Versicherung etc.) haben sich auf ca. 600-650€ pro Monat belaufen.

Bordeaux, la plus belle ville de la France

Oh Bordeaux, du Schönste und Charmanteste aller Städte. Ich habe mich schon bei einem früheren Besuch sofort in die Stadt verliebt und mein erster Eindruck hat sich nur bestätigt.

Hier meine absoluten Empfehlungen:
Unternehmungen:
-    Parcours jogging sur les quais de Bordeaux www.bordeaux-tourisme.com/A-voir-a-faire/Loisirs/Parcours-de-running/Parcours-sur-les-quais-de-Bordeaux
-    Darwin écosystème: Skatparadies, Verkauf von nachhaltigen Produkten, Weihnachtsmarkt, Weinverköstigungen, Graffitikunst
-    durch’s Quartier St. Pierre schlendern, in den vielen Secondhandläden stöbern und in kleinen Cafés verweilen
-    Frühstücken auf dem Marché du Capucins
-    einen wunderschönen Ausblick über die Stadt habt ihr kostenlos vom Parkplatzdeck Victor Hugo, direkt neben der Grosse Cloche oder für 3€ vom St. Michel
-    besonders im Herbst gibt es tolle Veranstaltungen in den vielen Parks von Bordeaux, unter anderem erwarten euch kostenlose Freiluftfestivals im Jardin Public oder im Parc Palmer (auch hier habt ihr eine gute Aussicht auf die Stadt)
-    Anfang September findet das dreitägige Musikfestival Climax statt, ich habe dort Paul Kalkbrenner, Kungs, Franz Ferdinand, Peter Doherty und the Kooks gesehen
-    Im September gibt’s auch das Campulsationsfestival der Uni, hier könnt ihr kostenlos Musik hören, tanzen und neue Kontakte knüpfen
-    mit eurem Tramticket dürft ihr auch mit dem Boot fahren (Boats Bat³) und so für nur sehr wenig Geld Bordeaux vom Wasser aus sehen 
-    Sonntägliches schlendern über den Marché du quais des Chartrons
-    durch die Rue Notre Dame spazieren und in den Antiquaritätenläden der Stadt neue Schätze entdecken
-    eine dégustation du fromage et du vin selbst vorbereiten und sich französisch fühlen
-    an den Quais spazieren gehen, picknicken oder skaten
-    im Parc des sports, direkt an den Quais, Fußball, Volleyball, Basketball oder Squash spielen
-    natürlich sind der Mirror d’Eau und der Place de la Bourse ein Muss bei jedem Besuch der Stadt

Restaurants/ Bars:
-    La Boulangerie: die beste boulangerie in ganz Bordeaux
-    Le chat qui pêche: günstige studentische Bar, open stage am Donnerstag, hat auch nach 2Uhr noch geöffnet
-    les copains d’abord: meine allerliebste Bar, Musik Pop/Rock
-    Jeux Barijo: entspannte Bar, hier können Gesellschaftsspiele ausprobiert und gespielt werden
-    Quartier libre: hier gibt’s immer coole und kostenlose Konzerte
-    Central do Brasil: südamerikanische Musik und passendes Flair
-    Books and Coffee: zentralgelegenes schön eingerichtetes Café
-    l’Apollo: zentralgelegene Bar, am Nachmittag kann man dort sehr gut arbeiten
-    Café japonais: hier gibts Tapas auf japanische Art
-    La Mère Michel: Crêpes und Galettes zu moderaten Preisen
-    Pizz’a Papa: beste Pizza in Bordeaux
-    Chez Coluche: bester Döner in Bordeaux
-    Le Chat - Minztee in St. Michel

Kultur:
-    Le grand theatre de Bordeaux: eine Oper oder ein Ballett anschauen und sich königlich fühlen, Tickets gibt’s ab einem Euro, für nur 10€ war ich im Ballett „Don Quichotte“
-    TnBA Bordeaux: Theater
-    Meriadeck: Konzerthalle von Bordeaux, ich habe hier das Musical «Les choristes» angeschaut
-    La Cité du Vin: modernes, interaktives Weinmuseum, Tickets gibt’s für Studenten für 16€, es gibt allerdings auch After five Veranstaltungen, die deutlich billiger sind
-    Cinéma Utopia: in diesem Programmkino habe ich sehr viele Vormittage verbracht, die ersten Vorstellungen am Tag gibt’s nämlich immer für nur 4€ , das zugehörige Café ist auch sehr zu empfehlen


Internetseiten zum weiter stöbern:
-    use it map Bordeaux: liefert echt gute Tipps für Bars, Restaurants und Sightseeing
-    Tourismusseite Bordeaux

7) A faire ailleurs
Hier siehst du, was ich während meine Zeit in Bordeaux alles unternommen habe.

-    Surfen in Lacanau oder Carcans, Combi und Board gibt’s ab 15€/4h, Bus 710 Bdx - Carcans; Bus 702 Bdx - Lacanau, TransGironde Busse für 2,70€/Fahrt moovitapp.com/index/fr/transport_en_commun-line-702-Bordeaux-924-853953-289398-0
-    Tagesausflug zur Dyne du Pilat, größte Wanderdüne Europas, mit über 100m wirklich atemberaubend und besonders, mit dem Zug könnt ihr für 8€ nach Arcachon fahren und von dort fährt euch ein Bus (Ligne 1 direction Plage de la Salie) zur Düne
-    Tagesausflug nach St Emilion, wunderschönes kleines Städtchen, das berühmt für seinen Wein ist, Zugverbindung vom Gare St Jean nach St Emilion www.saint-emilion-tourisme.com
-    Wochenende in St Sebastian (Spanien)
-    Le sentir littoral: Wanderweg an der Atlantikküste über 45km (Biarritz - St Jean de Luz - Hendaye an der spanischen Grenzen) www.bidarttourisme.com/le-sentier-du-littoral
-    Wochenende in Nantes
-    Wochenende auf der wunderschönen Ile de Ré: dies ist eine absolute Topempfehlung, gerade in der Nebenperson könnt ihr hier echte Schnäppchen schlagen, Fahrradtouren machen und baden, wenn noch Zeit ist könnt ihr euch auch La Rochelle, die Stadt der Musketiere, anschauen
-    Meine Herbstferien habe ich genutzt, um eine Woche auf dem Jakobsweg Camino Francés zu laufen. (Pamplona - Puente la Reina - Estella - Los Arcos - Logroño - Nájera - Santo Domingo de la Calzada)
-    Wochenende auf dem Jakobsweg (St Jean Pied de Port - Roncevalles)
-    Schwimmen und spazieren am Ende der Welt, Bus 601 Bdx - Cap Ferret
-    La Vélodyssée ist ein Fahrradweg, der die ganze Atlantikküste entlang führt, die Strecken um Bordeaux könnt ihr gut mit dem Fahrrad erreichen, Beispielstrecke Lacanau-Océan nach Arcachon 80km www.lavelodyssee.com/troncons/lacanau-ocean-arcachon
-    Radweg von Bordeaux nach Lacanau
-    Tagesausflug nach Caracassonne
-    Tagesausflug nach Blaye

Studienfach: Lehramt Französisch, Deutsch (Sek I & II)

Aufenthaltsdauer: 09/17-12/17

Gastuniversität: Université Bordeaux Montaigne

Gastland: Frankreich


Rückblick

Mein Erasmussemester war mein schönstes Semester überhaupt. Ich habe so viel neu gelernt, bin so oft über mich hinauswachsen und habe so unglaublich tolle Menschen kennengelernt. Das einzig Negative was ich berichten kann ist, dass die Zeit einfach viel zu schnell vorbeigegangen ist. Leider konnte ich meinen Aufenthalt nicht verlängern, aber ich werde den kommenden März wieder in Bordeaux verbringen.
Ich kann nur jeden dazu ermuntern, ein Auslandssemester zu machen und sich selbst aus seiner Komfortzone heraus zu bewegen. Man wird dafür eigentlich immer belohnt!



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