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Brandenburgische Landesrektorenkonferenz für Verbleib des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) in der Landeshauptstadt

Nach der Landtagswahl und anlässlich der bevorstehenden Regierungsbildung spricht sich die Brandenburgische Landesrektorenkonferenz (BLRK) mit großer Mehrheit für einen Verbleib des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Potsdam aus. Die in der BLRK organisierten neun staatlichen Hochschulen des Landes kritisieren die Pläne, das MWFK in die Lausitz zu verlegen. „Der geplante Umzug ist nicht gut für das Land. Der Lausitz bringt er keine Vorteile, und der brandenburgischen Wissenschafts- und Kulturlandschaft schadet er nachhaltig. Wenn man der Lausitz helfen will, müssen Gesundheit, Digitalisierung und Hochtechnologie die zentralen Themen sein“, sagt der BLRK-Vorsitzende Prof. Oliver Günther, Ph.D.

Die höchste Dichte an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland, Forschung von Weltrang, Tausende Studierende und eine reiche Kulturlandschaft – Potsdam strahlt weit in das Land und über dessen Grenzen hinaus. Geografisch in der Mitte gelegen, bildet die Landeshauptstadt einen wichtigen Knotenpunkt innerhalb eines Netzwerks, das die brandenburgischen Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur verbindet. Das in Potsdam angesiedelte MWFK hat die Potenziale von Bildung und Wissenschaft für die Entwicklung des gesamten Landes erkannt und eine tragende Struktur geschaffen, die die Zukunftsfähigkeit Brandenburgs sichert. Es jetzt vom Sitz der Landesregierung und des Landtags zu trennen und nach Cottbus zu verlegen, könnte bedeuten, funktionierende Arbeitsebenen zu durchbrechen, Kommunikationswege zu verlängern und Entscheidungsprozesse zu verzögern. Nicht alle Mitarbeitenden sind in der Lage, den Beschäftigungsort zu wechseln. So stünde zu befürchten, dass wertvolles Erfahrungs- und Fachwissen verloren geht und mühsam neu aufgebaut werden muss. Dem von der Landesregierung angestrebten, dringend erforderlichen Strukturwandel in der Lausitz und der Ansiedlung neuer Forschungseinrichtungen in Cottbus wird dieser Umstand nicht förderlich sein.

Die Brandenburgische Landesrektorenkonferenz spricht sich deshalb mehrheitlich für einen Verbleib des MWFK in der Landeshauptstadt aus. Potsdam soll Dreh- und Angelpunkt des wissenschafts- und hochschulpolitischen Diskurses bleiben und damit seiner impulsgebenden und integrierenden Funktion für die Entwicklung des Landes Brandenburg gerecht werden.

Der Brandenburgischen Landeskonferenz der Rektorinnen und Rektoren bzw. Präsidentinnen und Präsidenten gehören neun staatliche Hochschulen des Landes Brandenburg an. Die BLRK fördert die Zusammenarbeit der Hochschulen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich und befasst sich mit übergreifenden hochschulpolitischen Themen.

Weitere Informationen:  https://www.blrk.de/medieninformationen/index.html

Kontakt:
Dr. Vera Ziegeldorf, Leiterin des Präsidialamts der Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1257
E-Mail: vera.ziegeldorfuni-potsdamde