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Für einen schmerzfreien Rücken – „MiSpEx“- Forschungsnetzwerk geht in die zweite Runde

Die Volkskrankheit Rückenschmerz steht im Fokus des Forschungsnetzwerks „MiSpEx –National Research Network for Medicine in Spine Exercise“, in dem sich unter Federführung der Universität Potsdam deutschlandweit zahlreiche Einrichtungen aus Forschung, Medizin und Sport zusammengefunden haben. 2011 startete das Projekt mit einer ersten Forschungsphase, in der die Wissenschaftler in zwei umfangreichen Studien mit etwa 1.800 Probanden und in 16 weiteren Teilstudien untersuchten, wie Rückenschmerz in der Gesamtbevölkerung wie im Spitzensport besser diagnostiziert und therapiert werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchungen bildet die Prävention von Rückenschmerz. In der zweiten Phase des Projekts, das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert wird, werden jetzt die bisher entwickelten neuen Diagnose- und Therapiemethoden in einer neuen Großstudie evaluiert und erweitert, um anschließend in der Praxis angewendet zu werden.

 „Wir konzentrieren uns in unseren Untersuchungen auf chronische, unspezifische Rückenschmerzen und die Wirkung körperlicher Aktivität auf Schmerzentstehung und -minderung“, erklärt Prof. Dr. Frank Mayer, Leiter des Netzwerks und Ärztlicher Direktor der Hochschulambulanz. Im Mittelpunkt steht das neuromuskuläre System – das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln –, dessen Störung häufig als Auslöser von Rückenschmerzen gilt. Dabei untersuchen die Wissenschaftler auch den Einfluss von Stress und Trainingszustand auf den Verlauf der Erkrankung. Die ersten Ergebnisse zeigen: „Durch körperliche Aktivität lässt sich das neuromuskuläre System so trainieren, dass es einen positiven Einfluss auf das Schmerzempfinden hat“, erklärt Frank Mayer. Wie viel Training notwendig ist, um Schmerzen möglichst rasch und effektiv zu mindern, und von welchen weiteren Faktoren der Erfolg der Maßnahmen abhängt, soll nun im nächsten Schritt ermittelt werden. Diese Forschungsfragen und die Wirksamkeit der bisher entwickelten Maßnahmen werden in einer weiteren bundesweiten Studie untersucht, an der rund 1.000 Probanden aus dem Spitzensport und der Allgemeinbevölkerung teilnehmen. Damit die gewonnenen Erkenntnisse Eingang in Arztpraxen, Kliniken, Sportverbände, Olympiastützpunkte und weitere Einrichtungen finden, entwickeln die Projektteilnehmer schließlich bundesweite Transfercluster, die die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis bilden. Im Jahr 2018 sollen die Untersuchungen abgeschlossen sein.
Zum Netzwerk gehören neben der Universität Potsdam die  Charité Universitätsmedizin Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Universitätsklinikum Heidelberg, die Technische Universität Dresden, die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, die Ruhr-Universität Bochum, die Deutsche Sporthochschule Köln, die Schön Klinik München-Harlaching GmbH & Co. KG, der Medical Park Berlin Humboldtmühle, das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr sowie der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Berlin e.V. Unfallkrankenhaus Berlin.


Kontakt: Prof. Dr. Frank Mayer, Hochschulambulanz
Telefon: 0331 977-1256
E-Mail: fmayeruni-potsdamde
Internet: www.mispex.de

Medieninformation 06-10-2015 / Nr. 132
Heike Kampe

Universität Potsdam
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Am Neuen Palais 10
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Online gestellt: Corina Wagner
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktionuni-potsdamde