Eugen Benzel

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Teammanager

der 1. Volleyball Bundesliga Damen des SC Potsdam

 

Was machen Sie beruflich?

Ich bin der Teammanager der 1. Volleyball Bundesliga Damen des SC Potsdam.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Während meines Studiums habe ich ein Praktikum beim Verein erhalten. Dies war kurz vor meiner Bachelorarbeit.

Was unterscheidet eine*n Teammanager*in von einem*r Trainer*in?

Der Teammanager muss keine sportfachliche Qualifikation in der Sportart „Volleyball“ aufweisen. Der Teammanager ist ganz für die Organisation um die Mannschaft zuständig (Hotel, Zeiten, Ausrüstung, etc.).

Entscheidungen treffen oder Entscheidungen umsetzen - Auf welche Fähigkeiten/ Kompetenzen kommt es als Teammanager*in an?

Beides. Oftmals müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, z.B. bei Hotelangeboten oder wegen Zeitgründen bei der Ausrüstung. Ebenfalls müssen Entscheidungen vom Vorstand, welche man zusammen trifft, umgesetzt werden.

In welchen Punkten kann ein (sportwissenschaftliches) Studium auf Ihren Beruf vorbereiten?

Sportwissenschaftlich eher weniger. Das Hauptaugenmerk in meinem Job liegt an folgenden drei Faktoren: Zeitmanagement, gute Organisation, Menschen verstehen.

Gibt es grundlegende Lizenzen/ Qualifikationen, die zur Ausübung Ihres Berufs erforderlich sind?

Von der Volleyball Bundesliga wird eine Teammanager Lizenz verlangt, welche aber durch ein Workshop der Volleyball Bundesliga selber gemacht werden kann.

Welche drei Sachen haben Sie bei der Arbeit zuletzt erledigt?

Visumanträge/Einreise nach Deutschland von ausländischen Spielerinnen, Zusammenstellung/Bestellung der Ausrüstung für die neue Saison, Organisation von Testspielen inkl. Ticketing für Zuschauer, Erstellung des Hygienekonzeptes für den Spielbetrieb.

Unterscheiden sich Ihre Arbeitstage voneinander? Gibt es Routinen?

Jeder Tag ist anders. Meinen Tag teile ich immer in drei Teile: Teil 1: Büro, Teil 2: Erledigungen oder Abgabe von Unterlagen bei der Geschäftsstelle, Teil 3: Besuch der Mannschaft in der Halle.

Arbeiten Sie im Arbeitsalltag meist im Team oder allein?

Meistens im Team. Ich arbeite mit zwei Dualstudenten zusammen. Bei den Heimspielen habe ich zusätzlich noch 2 Aufbau-Teams, welche ich koordiniere und leite.

Haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Beruf sebst sportlich aktiv zu sein?

Jederzeit, wenn ich die Kraft und die eigene Zeit dazu habe ;-)

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf? Was fordert Sie besonders heraus?

Die Sportart an sich…. Meine persönliche Herausforderung ist es abzuschalten. Jeden Tag habe ich neue Ideen oder es fallen mir neue Sachen ein, die gemacht werden müssen. Wenn aber am Ende das Team zufrieden ist und man eine ausverkaufte Halle schafft, dann hat man seine Arbeit erfüllt.

Ihre Tipps für Berufseinsteiger*innen?

Einfach mal reinschnuppern. Seid offen und vor allem bereit für so einen Job. Je mehr Begeisterung man zeigt, desto mehr Aufmerksamkeit bekommt man vom Team und auch den Zuschauern.