Sportmanagement

Sportsoziolog*innen stellen fest, dass sich der Bereich Sport in unserer Gesellschaft zunehmend professionalisiert, kommerzialisiert und zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt hat: Fitness und Gesundheit nehmen im Alltag vieler Menschen eine immer bedeutendere Rolle ein, sportbezogene Dienstleistungen und Konsumgüter sind stärker nachgefragt denn je und Sportveranstaltungen erhalten große mediale Resonanz. In der Sportbranche werden daher Fach- und Führungskräfte gebraucht, die sich zum einen leidenschaftlich gern mit Sport beschäftigen (als Sportler*in selbst oder Expert*in), zum anderen Kompetenzen mitbringen, um koordinierende und leitende Funktionen zu übernehmen.
Da die Sportbranche eine Querschnittsbranche darstellt, sind die Einstiegsmöglichkeiten für Sportmanager*innen sehr vielfältig. Stellen gibt es in Sportvereinen und -verbänden (von Amateur bis Profi), im Sportler*innenmanagement, in der Sportberichterstattung, Sportartikelindustrie, Sportvermarktung, Sportdienstleistungswirtschaft, Freizeit- und Tourismuswirtschaft, der öffentlichen Sportverwaltung, im Sportanlagenmanagement und im Gesundheitswesen. Die Tätigkeiten können dabei zwischen Wirtschaftszweig, Unternehmens-/ Organisationsgröße und –ziel variieren. In der Regel arbeiten Sportmanager*innen konzeptionell, planen, steuern und setzen um.

In fast allen Bereichen sind betriebswirtschaftliche Fähigkeiten gefragt. Je nach Einsatzgebiet kommt es zudem auf vertiefte sportwissenschaftliche Fachkenntnisse (z. B. in Sportpsychologie, Gesundheitsmanagement, Jura), auf Praxiserfahrungen in bestimmten Sportarten, aber auch persönliche Interessen und Charaktereigenschaften an. Wer beispielsweise Sportaktivitäten an den Mann/ die Frau* bringen möchte, ist im Fitnessbereich, im betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie im Freizeit- und Tourismusbereich gut aufgehoben. Ein hohes Dienstleistungsbewusstsein und Verkaufskompetenzen sind insbesondere in der Sportartikelindustrie, Sportdienstleistungswirtschaft und im Sportmarketing gefragt. Wem Medien-, Sponsoring- und Netzwerkarbeit liegt, der/die ist für Führungs- und Steuerungstätigkeiten in Sportvereinen/ -verbänden, für das Management von Leistungssportler*innen, aber auch für die öffentliche Sportverwaltung geeignet. In den Tätigkeitsfeldern von Sportmanager*innen gibt es häufig Überschneidungen mit anderen Berufsfeldern, wie zum Beispiel Marketing, PR und Eventmanagement. Daher kann, neben einem Sportmanagament-Studium bzw. sportwissenschaftlichen Studium, ein klassisches BWL-Studium den beruflichen Einstieg ermöglichen.

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Benjamin Weber

ist Leiter der Hertha BSC Fußball-Akademie

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David Michel

arbeitet als Veranstaltungsmanager beim Zentrum für Hochschulsport Potsdam

klassische Tätigkeiten

mögliche Arbeitsorte