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Tanja Berger

Bildungsreferentin

zu Themen der politischen Bildung beim Verein HochDrei e.V.

Was haben Sie studiert?

Ich habe den Magister Artium Abschluss in Philologie - Germanistische Linguistik, Theaterwissenschaften und Pädagogik.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Zum Beruf kam ich durch meine aktive Mitgliedschaft in der Gewerkschaft GEW, später IG BCE und bei der Gewerkschaftsjugend sowie durch meine Teilnahme an außerschulischen Bildungsveranstaltungen der politischen Bildung. Ich habe mich weiter qualifiziert und bin in die Tätigkeit als Teamerin (weil im Team mit der Gruppe, möglichst auf Augenhöhe) und Bildungsarbeiterin hineingewachsen.

Welche drei Sachen haben Sie auf der Arbeit zuletzt erledigt?

Eine E-Mail beantwortet, einen Sachbericht geschrieben, einen Finanzierungsplan erstellt.

Zu welchen Themen referieren Sie?

Ich arbeite zumeist ganzheitlich mit Gruppen zu bestimmten Themen und das eben nicht mit einem Referat, sondern mit Übungen, Diskussion, Reflexion u. Ä. Die Themen sind: Arbeitswelt, Lebensperspektive, Gender, Diversity, Kommunikation, Nachhaltigkeit, inter-/transkulturelles Lernen.

Haben Sie ein Lieblingsthema?

Ja, auch: Feminismus und Geschlechtergerechtigkeit; interkulturelle Sensibilisierung und Vorurteilsbewusstsein.
Aber generell macht es Spaß mit Menschen reflexiv, mit Zeit und ohne Zwang, an Themen zu arbeiten.

Wie alt sind die Teilnehmer*innen Ihrer Veranstaltungen?

Ab 14 Jahren, mehrheitlich aber zwischen 16 und 26 Jahren, manchmal in der Erwachsenenbildung auch bis 70 Jahre.

Was sind die merkwürdigsten Fragen, die Ihnen gestellt wurden?

Von Teilnehmenden kommen keine merkwürdigen Fragen, da bringt jede Frage und jeder Zweifel einen Denkprozess voran.
Von Lehrer*innen gibt es manchmal Fragen, bei denen ich staune, dass sie als Lehrpersonen, und damit Personen mit Einfluss, das überhaupt fragen; bspw. Was ist Gender Mainstreaming?

Was sind die Früchte Ihrer Arbeit?

Die Früchte sind oft nicht messbar, weil es sich ja um Kurzzeitpädagogik und -bildung handelt. Aber schön sind Rückmeldungen aus Klassen, dass sie jetzt anders zusammenarbeiten, mehr auf ihre Kommunikation achten. Oder, wenn Teilnehmende als Freiwillige wiederkommen oder sogar einen Beruf im Zusammenhang mit Bildung oder Politik ergreifen.
Wenn den Teilnehmenden im Seminar offensichtlich Anregungen zum Denken gegeben wurden und sie nunmehr kritisch hinerfragen und ahnen, dass es noch etwas hinter dem Horizont zu entdecken gibt. Außerdem ist es mir wichtig, dass Jugendliche ohne die Wörter ‚müssen’ und ‚sollen’ angeleitet und begleitet werden.

Was fordert Sie an Ihrem Beruf heraus?

Herausfordernd sind die Formate und Kontexte, in denen politische Bildung stattfinden kann – die stete Suche nach anregenden Methoden und Formen. Auch sind politische und gesellschaftliche Stimmungen eine Herausforderung, ebenso wie die Zusammenarbeit mit Schulpersonal.
Besonders Spaß macht es, sich in die unterschiedlichsten Themen einarbeiten zu können, Wissen und Erkenntnis zu generieren und intensiv mit Menschen zu tun zu haben.

Ihre Tipps für Berufseinsteiger*innen?

  • Schauen, welche Organisationen, Vereine nicht-formale, politische Bildung anbieten
  • Bildungsveranstaltungen besuchen; sich auf Lernprozesse einlassen
  • die Qualifikation zur Jugendleiter*innen-Card machen
  • sich ehrenamtlich engagieren; in Bildungsstätten in die nebenamtlichen Teams reinwachsen – bereits während des Studiums
  • Lesen :)