Beratung und Coaching

Berater*innen und Coaches arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und  Erwachsenen sowie Institutionen, Vereinen, Unternehmen etc. zusammen, um diese zu bestimmten Themen zu beraten und zu unterstützen.
Beratungen können sowohl personen-, als auch themen- oder institutionsbezogen sein. Das Themenfeld von Berater*innen kann demnach stark variieren. Mögliche Beratungsthemen sind neben Erziehungs-, Studien- und Berufsfragen auch Themen zur Aufarbeitung persönlicher Erlebnisse sowie politische und soziale Fragestellungen (z. B. Nachteilsausgleiche für diskriminierte Zielgruppen).

Häufig übernehmen Psycholog*innen sowie Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen Beratungstätigkeiten. Mit einer entsprechenden Qualifizierung steht dieses Berufsfeld aber auch anderen Zielgruppen offen. Hierfür gibt es eine große Zahl an spezialisierten Weiterbildungen, die von Ernährungsberatung bis Suchtberatung reichen. Auch ein Einstieg als Quereinsteiger*in ohne ein solches Zertifikat oder einen sozialpädagogischen/psychologischen Studienhintergrund ist je nach Stelle denkbar. Hierfür empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig Beratungserfahrungen zu sammeln, um so bei späteren Bewerbungen eine Qualifikation vorweisen zu können. Dies ist unter anderem im Ehrenamt, wie z. B. in Seelsorge- oder Asylorganisationen, aber auch in universitären Gremien, wie dem AStA oder den Fachschaften möglich. Meist bieten diese Organisationen dann auch eigene (kostenfreie) Weiterbildungen oder "on-the-job-trainings" an, um ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen auf die Tätigkeit vorzubereiten, was niedrigschwellige erste Erfahrungen in der Beratung ermöglicht.

Verwandt zur Beratung ist das Coaching, für das man in der Regel eine kostenpflichtige Weiterbildung zum/zur Coach absolviert. Im Gegensatz zur Beratung, die von der akuten Problemlösung über die Bereitstellung von Sachinformationen bis hin zu persönlichen Entwicklungsthemen reichen kann, findet Coaching immer auf Prozessebene statt und hat die Weiterentwicklung im Hinblick auf ein zuvor klar definiertes Entwicklungsziel im Fokus. Coaches fungieren dabei vornehmlich als moderierende Gesprächspartner*innen und erarbeiten mit Hilfe unterschiedlicher Methoden gemeinsam mit den Klient*innen Problemlösungs- und Bewältigungsstrategien. Im Fokus steht dabei der Gedanke der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Je nach Anliegen gibt es verschiedene spezialisierte Arten von Coaching, wie z. B. Karrierecoaching, Konfliktcoaching oder Kommunikationscoaching. Im Gegensatz zu Berater*innen arbeiten Coaches fast immer freiberuflich als Selbständige. 

Abzugrenzen sind diese sozialen und prozessorientierten Formen der Beratung bzw. des Coachings von Berufsfeldern, in denen es um eine reine Fachberatung geht (z. B. Abfall-, Energie-, Finanzberatung). Auch ist diese Art der Beratung nicht zu verwechseln mit der Politik- oder Unternehmensberatung.
 

Portrait Anke Adebahr

Anke Adebahr

ist Coach und Inhaberin der Coaching-Praxis TheBlueRoom Organistation . Mediation . Coaching in Berlin.

Portrait Michael Körner

Michael Körner

ist Berater bei der Beauftragen des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und berät Betroffene der SED-Diktatur zu den Themen Rehabilitierung und Stasi-Akten.

klassische Tätigkeiten

mögliche Arbeitsorte

Jobbörsen

Quellen und weitere Berufsinformationen