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Behandlungsschwerpunkt Krankheitsangst

(Leitung: Prof. Dr. Florian Weck; Koordination: Dipl.-Psych. Julia Roth)

Was versteht man unter Krankheitsängsten?

Fast jeder Mensch macht sich einmal Sorgen um seine Gesundheit. Bei ausgeprägten Krankheitsängsten stellen die Sorgen und Ängste jedoch eine erhebliche Belastung für den Alltag der Betroffenen dar. Häufige Krankheitsbefürchtungen beziehen sich auf Krebserkrankungen oder Herzerkrankungen. Aber auch andere Erkrankungen, wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Amyotrophe Lateralsklerose können Gegenstand der Befürchtungen sein. In der Fachliteratur werden zur Beschreibung von ausgeprägten Krankheitsängsten auch die Begriffe Hypochondrie oder Krankheitsangststörung verwendet.
Für die Betroffenen ist es häufig sehr schwierig, sich von ihren Krankheitsbefürchtungen zu distanzieren. Sie verwenden viel Zeit drauf, Informationen über mögliche Krankheiten zu suchen (z.B. im Internet) oder Symptome bei Ärzten abklären zu lassen. Allerdings haben die Informationen oder Rückversicherungen von Ärzten in den meisten Fällen nur kurzfristig einen positiven Effekt – langfristig kommen immer wieder Krankheitsängste auf und stellen eine Belastung dar.

Behandlungsangebot

Inzwischen liegen sehr effektive Behandlungsmethoden für Krankheitsängste vor. In unserer Ambulanz bieten wir einen verhaltenstherapeutischen Behandlungsansatz an, der sich in wissenschaftlichen Studien als besonders wirksam erwiesen hat. Hierbei möchten wir Betroffenen

-    Erklärungen dafür geben, wodurch die Krankheitsängste immer wieder auftreten,
-    Strategien zur Bewältigung von Krankheitsängsten vermitteln
-    und eine Verbesserung der Lebensqualität erzielen.

Die Behandlung erfolgt durch approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (Fachkunde in Verhaltenstherapie), die über spezifische Kompetenzen hinsichtlich der Behandlung von Krankheitsängsten verfügen.

Medienbericht

Berichterstattung TV Potsdam

Literatur

Bleichhardt, G. & Weck, F. (2015). Kognitive Verhaltenstherapie bei Hypochondrie und Krankheitsangst (3. Auflage). Heidelberg: Springer.

Weck, F., Neng, J. M. B., Richtberg, S., Jakob, M. & Stangier, U. (2015). Cognitive therapy versus exposure therapy for hypochondriasis (health anxiety): A randomized controlled trial. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 83, 665-676.

Weck, F., Nagel, L. C., Höfling, V. & Neng, J. M. B. (2017). Cognitive Therapy and Exposure Therapy for Hypochondriasis (Health Anxiety): A 3-Year Naturalistic Follow-Up. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 85, 1012-1017.