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Unterwegs in Südafrika – Vanderbijlpark, 5. Mai 2015, Tag 11

Anglistikstudierende untersuchen die Sprachenvielfalt des Landes

Logo der Nort-West-University. Foto: Joana Schmidt

Nach einem langen, unglaublich aufregenden Wochenende, geht es heute Morgen wieder zur Universität. Um uns nach all den Abenteuern nicht in den kalten Unialltag zu werfen, hat Susan Coezhee-van Rooy eine kleine Safari auf dem Campus der Universität organisiert. Wir stehen extra eine Stunde früher auf, um die Springböcke im Morgennebel zu beobachten. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, dass diese Tiere frei auf dem Campus umherlaufen können und weder für Mensch noch Tier eine Gefahr besteht.
Unser heutiges Treffen mit den Studierenden verlegen wir kurzerhand in die Cafeteria „Books & Beans“, da sich überraschend sehr viele Studierende bereit erklärt haben, uns bei unseren Projekten zu unterstützen. Neben der Projektarbeit tauschen wir wieder viele persönliche Erfahrungen aus. Wir unterhalten uns über den Stellenwert der englischen Sprache in den südafrikanischen Schulen. Ist es sinnvoll, mit Englisch nur eine Unterrichtssprache zu haben, oder sollte es Möglichkeiten geben, auch in anderen Sprachen (z.B. der Muttersprache) zu lernen? Inwiefern führen die verschiedenen Sprachen zu Ausgrenzungen innerhalb der Studierendenschaft? Wie verfestigt sind die Apartheidsgedanken in den Köpfen der neuen Generation? Welchen Einfluss hat der ethnische Hintergrund eines jeden in Bezug auf homo- bzw. heterogene Gruppenbildungen im Freundeskreis und im Vorlesungssaal? Auf all diese Fragen gibt es höchst emotionale und aufschlussreiche Antworten, die mit unserem Verständnis von Gleichheit und Miteinander mitunter nur schwer nachvollziehbar sind.
Natürlich gibt es auch noch einen kurzen Sprachkurs in Zutu. Wir lernen nun fast täglich ein bis zwei neue Worte in den unterschiedlichen Landessprachen. Diese zu behalten, ist jedes Mal eine Herausforderung. Heute lernen wir zwei Vokabeln, die man im Alltag braucht, um sich zu verabschieden. Derjenige, der geht, sagt sala hantle („Tschüss“), woraufhin der Adressat mit tsamaia hantle („gehe deines Weges“) antwortet.
Nachdem wir uns von den Studierenden ausgiebig auf Zutu verabschiedet haben, nehmen wir an einem Seminar zum Thema „Speech Acts“ teil, das Studierende im dritten Studienjahr absolvieren. Auf dem Rückweg in die Unterkunft lassen wir das heute Erlebte noch einmal ausgiebig Revue passieren und besprechen zugleich bereits voller Vorfreude den Ablaufplan und Dresscode für die morgige Abschlussfeier der Studierenden der NWU im Quest Conference Center.

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Kontakt: Prof. Dr. Hans-Georg Wolf
Am Neuen Palais 10
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Text: Isabel Dückert
Online gestellt: Matthias Zimmermann

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